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Mercedes: Darum könnten die Kundenteams 2026 ein Vorteil sein

Acht der 22 Formel-1-Autos werden im kommenden Jahr mit Mercedes-Motoren fahren - Laut Andrew Shovlin könnte das ein nicht zu unterschätzender Vorteil sein

Mercedes: Darum könnten die Kundenteams 2026 ein Vorteil sein

Mercedes wird auch 2026 wieder drei Kundenteams beliefern

Foto: Erik Junius

Auch in der Formel-Saison 2026 wird Mercedes gleich drei Kundenteams beliefern. Zwar verliert man Aston Martin, das eine neue Partnerschaft mit Honda eingeht, dafür wird neben Williams und McLaren ab dem kommenden Jahr auch Alpine mit Mercedes-Antrieben an den Start gehen.

Rechnet man das eigene Werksteam dazu, werden acht der dann 22 Autos in der Startaufstellung mit Mercedes-Power fahren. Ferrari bringt es im kommenden Jahr auf insgesamt sechs Autos, Red Bull auf vier und Honda und Audi jeweils nur auf zwei.

Andrew Shovlin, Mercedes' leitender Ingenieur an der Rennstrecke, erklärt dazu: "Es ist definitiv so, dass der Aufbau eines Motorenpools für so viele Teams mit einem enormen Mehraufwand verbunden ist und man viel früher damit beginnen muss."

"Aber das Modell von Mercedes als Motorenlieferant in der Formel 1 war schon immer darauf ausgerichtet, mehrere Teams zu beliefern, da es wirtschaftlich sinnvoll ist, mehr als nur einen Motor zu bauen", betont Shovlin, der erklärt, dass die Vor- die Nachteile überwiegen.

Denn zwar ist es natürlich aufwändiger, zusätzlich zum eigenen Werksteam auch noch drei Kunden zu beliefern. Allerdings ergibt es laut Shovlin auf der anderen Seite nicht nur wirtschaftlich Sinn, sondern bietet Mercedes vor allem 2026 auch noch "großartige Lernmöglichkeiten".

Denn weil die Motoren im nächsten Jahr neu sind, werden sie vor allem zu Saisonbeginn vermutlich noch die ein oder andere Schwäche haben. "Wenn wir an das Jahr 2014 zurückdenken, hatten wir einen deutlichen Leistungsvorteil", blickt Shovlin auf den damaligen Wechsel zum neuen Motorenreglement zurück.

"Aber man konnte tatsächlich unsere Kunden nutzen, um mehr über den Motor zu erfahren", erinnert er sich und erklärt: "Ich denke, der große Vorteil ist, dass man viele Autos auf der Strecke hat, die Motoren auf Kilometerleistung laufen lässt und Fehler schneller findet."

Denn dank der Kundenteams wird Mercedes im kommenden Jahr viermal so viele Daten über die Motoren sammeln wie Audi und Honda, die lediglich das eigene Werksteam beziehungsweise Aston Martin ausrüsten. Das kann dabei helfen, mögliche Schwachstellen deutlich schneller auszumachen.

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