Mercedes erklärt: Das ist bei den Reifen in Spielberg 2 anders

Mercedes will eine Wiederholung der Vorwoche vermeiden und setzt seine Hoffnungen in andere Reifen - Das war bei Hamilton das Vibrationsproblem

Mercedes erklärt: Das ist bei den Reifen in Spielberg 2 anders

Noch so eine Schmach wie in der Vorwoche möchte Mercedes an diesem Wochenende beim zweiten Spielberg-Rennen nicht erleben. Eine Chance hatte der Rennstall gegen Red Bull am vergangenen Sonntag nicht, sodass Lewis Hamilton schließlich mehr als 35 Sekunden hinter Max Verstappen ins Ziel eintrudelte. Das soll kommenden Sonntag besser werden.

Chefstratege James Vowles betont, dass Mercedes schon mit Fallen der Zielflagge seine üblichen Prozesse eingeleitet habe, die das Auto und die Arbeit des Teams verbessern sollen. Im Debrief ist man mit seinen Fahrern alles durchgegangen, was man aus dem vergangenen Grand Prix lernen kann und was man möglicherweise schon diese Woche anwenden kann.

"Für uns ist es dabei kein Unterschied, ob wir eine Woche, vier Tage oder zwei Wochen Pause haben", sagt Vowles, dass es keinen Einfluss hat, dass man nach vier Tagen schon wieder auf der gleichen Strecke unterwegs sein wird.

Zwar ist der Red-Bull-Ring erneut der Ausrichter des Rennens, trotzdem ist diesmal einiges anders. Am wichtigsten ist die Tatsache, dass Reifenhersteller Pirelli weichere Reifen mit an die Strecke bringt - und zwar die weichsten überhaupt.

Zusätzliche Arbeit

"Man hat gesehen, dass ein Stopp auf den beiden härtesten Mischungen möglich war. Das ist beim Österreich-Grand-Prix aber vielleicht etwas schwieriger", meint der Chefstratege. Hinzu kommt, dass man sich im Training nicht nur auf die Arbeit mit den neuen Reifen konzentrieren kann, denn Pirelli hat noch zusätzliche Pneus im Gepäck, die probiert werden wollen.

Es geht um eine neue Konstruktion der Hinterreifen, die schon beim darauffolgenden Rennen in Silverstone zum Einsatz kommen sollen. Jeder Fahrer bekommt davon zwei Sätze, die er im Training am Freitag ausprobieren kann. "Es wird ein kompliziertes Programm sicherzustellen, dass wir genug Arbeit für die Zukunft machen, aber auch gleichzeitig unsere Aufgaben für Österreich durchführen", so Vowles.

Für Mercedes sei das zwar eine Herausforderung, aber auch eine Möglichkeit, betont der Stratege. Denn dadurch gebe es nicht die gleichen Bedingungen wie in der Vorwoche. "Man kann sagen, dass Österreich nicht unbedingt das gleiche Ergebnis produzieren wird", sagt er. "Es gibt genügend Unterschiede und Veränderungen, die für uns eine Chance sind."

Vibrationen bei Hamilton

Red Bulls Helmut Marko hatte bereits betont, dass die weicheren Reifen Red Bull noch mehr entgegenkommen könnten. Denn der Rennstall habe schon am Sonntag den besseren Umgang mit den Reifen gezeigt. Gleich mehrfach hatte Lewis Hamilton über Probleme mit seinen Pirellis geklagt - vor allem über Vibrationen.

Die seien laut Vowles durch zwei Ursachen ausgelöst worden: zum einen Blistering - Blasenbildung - an den Vorderreifen und Pickup an den Hinterreifen.

Blistering kann auftreten, wenn der Reifen bei sehr warmen Temperaturen mit großer Belastung arbeitet. Bei Pickup handelt es sich um alte Reifenteile, die von anderen Autos in der Kurve abgeworfen wurden. "Das ist effektiv gesehen altes Gummi, aber wir fahren mit warmen Reifen drüber und sammeln es auf", so Vowles.

"Diese beiden Effekte sind in ihrer Natur sehr unterschiedlich. Keiner ist eine Sorge um die Zuverlässigkeit, und keiner war wirklich der Grund, warum Lewis gegenüber Verstappen abgefallen ist", erklärt der Mercedes-Mann.

"Lewis ist während des gesamten zweiten Stints Vollgas gefahren. Und wir sind einfach zurückgefallen, weil wir nicht die Pace hatten, um mitzuhalten und auf diese Art zu pushen", so Vowles. Doch bekanntlich sind die Vorzeichen an diesem Wochenende andere.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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