Mercedes hofft: Doch kein Motorwechsel mehr nötig?

Mercedes versucht bei Lewis Hamilton ohne Motorwechsel über die Saison zu kommen und ist immer überzeugter, dass das gelingen kann

Mercedes hofft: Doch kein Motorwechsel mehr nötig?

Bei Mercedes schwinden die Sorgen, dass Lewis Hamilton in dieser Saison noch eine Motorenstrafe auf sich nehmen muss. Der Brite hatte beim Rennen in der Türkei lediglich seinen vierten Verbrennungsmotor eingesetzt und musste dafür nur zehn Startplätze zurück. Mercedes hatte gehofft, mit den anderen Elementen regulär durch die Saison zu kommen.

Zuletzt hatte man allerdings starke Zuverlässigkeitsprobleme, sodass Valtteri Bottas bei den vergangenen vier Rennen drei Strafen auffassen musste und schon beim sechsten Motor steht. Das scheint man jedoch in den Griff bekommen zu haben, sodass Hamilton eventuell keine weitere Strafe bevorsteht.

"Wir sind zuversichtlicher, was das eine Problem angeht, was gelöst zu sein scheint", sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff vor dem anstehenden Rennen in Mexiko.

Eine weitere Strafe möchte man auf jeden Fall vermeiden - einerseits weil das im WM-Kampf mit Max Verstappen ein klarer Nachteil wäre, zum anderen weil es schwer wäre, wieder nach vorne zu kommen: "Es ist niemals richtig, eine Strafe zu nehmen, weil es heutzutage so schwierig ist zu überholen", sagt Wolff.

Als Beispiel sieht er Valtteri Bottas, der in der Türkei einen dominanten Sieg feierte, ein Rennen später in den USA aber im Verkehr festhing und nur Sechster wurde.

Kein Motorwechsel in Mexiko

Daher plant Mercedes erst einmal keine weitere Strafe und möchte das lieber ad hoc entscheiden, wenn es nötig sein sollte. "Wir entscheiden dann: Brauchen wir die Strafe oder brauchen wir sie nicht? Und hier werden wir definitiv keine nehmen", kündigt Wolff für Mexiko an. "Und vielleicht brauchen wir auch bis zum Saisonende keine. Darüber sprechen wir."

Das Autodromo Hermanos Rodriguez galt als eine mögliche Strecke, wo Mercedes eine Strafe ziehen könnte, weil Red Bull ohnehin als großer Favorit gilt. "Selbst in unserem dominanten Jahr 2019, als wir alle versägt haben, haben wir das Qualifying um eine halbe Sekunde verloren, wenn ich mich nicht irre", sagt Wolff. "Das ist neben Monaco unsere wohl schwächste Strecke."

Auch am Freitag im Training lag Verstappen deutlich vorne, doch Wolff sieht für das Wochenende noch nichts verloren.

Warum gerade Austin Mut macht

Er glaubt, dass der Leistungsvorteil der Hondamotoren in der Höhe von Mexiko nicht mehr so groß ist wie früher: "Mexiko war nie ein guter Ort für uns, was die Leistung des Autos angeht, obwohl wir Mexiko lieben, weil wir dort so willkommen sind", sagt Wolff. "Wir scheinen den Sweet-Spot nicht zu finden, und so haben wir [im Training] verschiedene Richtungen verfolgt."

"Positiv zu vermerken ist, dass unser Motor gut funktioniert. In den Jahren zuvor gab es einen gewissen Abstand, und das ist in Ordnung. Für uns geht es darum, den bestmöglichen Job zu machen, aber das ist mit Max' Performance vielleicht schwierig."

"Ich denke, wir können mit unseren beiden Fahrern immer noch ein sehr solides Ergebnis in der Konstrukteursmeisterschaft erzielen", so der Österreicher, der Mut aus dem Rennen in Austin zieht. Denn dort habe man trotz Führung nicht gewonnen, weil man nur ein Mercedes gegen zwei Red Bull war. "Und wenn es dieses Mal andersherum wäre, denke ich, dass wir auch um den Sieg kämpfen können."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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