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Mercedes: Imola-Bilanz trotz Update "extrem unerfreulich"

Die Silberpfeile im Niemandsland: In Imola fahren Lewis Hamilton und George Russell vor allem gegeneinander - doch selbst das läuft nicht ohne Irritationen

Mercedes: Imola-Bilanz trotz Update "extrem unerfreulich"

Katerstimmung bei Mercedes nach dem Rennen in Imola: Die Silberpfeile kommen am Sonntag nicht über die Plätze sechs und sieben hinaus, trotz der Updates am W15 ist der Rückstand auf die drei Top-Teams weiter beträchtlich.

"Man kann es an meiner Stimme hören: Ich bin verärgert", sagt der Mercedes-Sportchef in seiner Medienrunde nach dem Großen Preis der Emilia Romagna. "Wir müssen einfach einen besseren Job machen", spricht Wolff Klartext: "Wo wir sind, ist einfach nicht gut genug."

"Extrem unerfreulich" findet der Mercedes-Sportchef die Tatsache, dass die Positionen vom Sonntag für seinen Rennstall in Imola das Maximum waren. "Das ist da, wo wir sind", erklärt Wolff bei Sky und fügt an: "Wenn du mehr als 30 Sekunden von der Spitze weg bist, ist das nicht das, wo wir sein wollen."

Allerdings gäbe es auch positive Zeichen, "dass die Balance des Autos ein bisschen mehr da ist, wo wir es hoffen", sagt Wolff und erklärt: "Vielleicht war die Strecke auch nicht ganz so schlecht für uns. Man muss positiv bleiben. Wir sehen kleine Verbesserungen, aber bei weitem nicht das, was gut genug ist."

Hamilton positiv gestimmt, trotz Ausrutscher

Auch Lewis Hamilton will das Glas nach seinem vermutlich vorletzten Rennen für Mercedes auf italienischem Boden lieber als halbvoll betrachten: "Mein Rennen war alles in allem gut. Ich hatte einen Ausrutscher, der mich etwa fünf Sekunden gekostet hat, aber meine Rennpace war generell stark, sodass ich zufrieden damit bin, wie es gelaufen ist", sagt der siebenfache Weltmeister.

In der Startphase heftete sich Lewis Hamilton direkt an seinen Teamkollegen

In der Startphase heftete sich Lewis Hamilton direkt an seinen Teamkollegen

Foto: Motorsport Images

"Ich hatte einen guten Start, und das war wichtig, um an Tsunoda vorbeizukommen. Danach konnte ich meinen Stint ausdehnen, was mir dabei half, die Einstopp-Strategie umzusetzen. Wir haben an diesem Wochenende einen kleinen Schritt nach vorne gemacht und uns verbessert. Leider wird dies durch die Fortschritte, die andere wie McLaren und Ferrari gemacht haben, etwas überdeckt", weshalb Hamilton auf weitere Updates hofft, um die Performance zu steigern.

In Bezug auf seinen Ausritt durchs Kiesbett in der Acque Minerali und den damit verbundenen Zeitverlust, sagt der Brite: "Ich habe dadurch ungefähr fünf Sekunden verloren, wodurch ich hinter Fernando (Alonso) rauskam und weitere Sekunden verloren habe. Insgesamt als wahrscheinlich um die acht Sekunden. Nicht ideal, aber ich habe keine Positionen verloren."

Mercedes opfert Russell für Extrapunkt

Was Hamilton allerdings nicht erwähnt: Das lag auch daran, dass Mercedes im Sinne der besseren Gesamtausbeute für das Team Stallgefährte George Russell zu einem zusätzlichen Boxenstopp reinholte, wodurch dieser zwar seinen Platz an Hamilton abtreten musste, mit frischen Reifen am Ende aber noch den Extrapunkt für die schnellste Runde einfahren konnte.

"Ich denke, der Punkt für die schnellste Runde war ein kleiner Bonus. Die Rundenzeiten brachen weg, weil wir ihn früh reingeholt hatten und es bestand das Risiko ein paar Runden später die Position an Perez zu verlieren", erklärt Wolff: "Einen der Red Bulls zu schlagen war einträglich und beim Reifenverschleiß in diesem Moment, nach 57 Runden, waren die Reifen durch, geschmolzen. Deswegen haben wir die Entscheidung getroffen."

Auch Russell gibt sich nach einem "ziemlich einsamen Rennen" zunächst als Teamplayer: "Wir hatten einige Bedenken, ob der harte Reifen bis zum Ende durchhalten würde, und legten deshalb einen zweiten Boxenstopp ein. Das bedeutet natürlich, dass ich eine Position an Lewis verloren habe, aber wir konnten als Team einen zusätzlichen Punkt einfahren."

George Russell war über den zweiten Boxenstopp nicht besonders glücklich

George Russell war über den zweiten Boxenstopp nicht besonders glücklich

Foto: Motorsport Images

Allerdings gibt es vom Briten auch leise Kritik an seiner Strategie: "Ich glaube, wir haben versucht etwas Druck auf Sainz auszuüben. Schließlich haben wir deswegen meiner Meinung nach etwas zu früh gestoppt, was das Rennen auf meiner Seite der Garage etwas beeinträchtigt hat."

Seine Enttäuschung darüber kann Russell nur schwer verbergen, ist darum bemüht klarzustellen: "Als Fahrer willst du in der bestmöglichen Position ins Ziel kommen und ich war das ganze Wochenende vor meinem Teamkollegen. Ich war auch das ganze Rennen über komfortabel in Front."

"Dann verliere ich dafür die Position", sagt der Brite: "Wir haben den Extrapunkt. Wie ich schon sagte, ich werde heute Abend nicht darüber reden. Es geht um Rang sechs, nicht um ein Podium oder einen Sieg."

Glock: Mercedes aktuell eine "Baustelle"

Geht es nach Sky-Experte Timo Glock, muss sich Mercedes derartigen Luxusproblemen wohl so schnell nicht stellen: "Wie es Toto Wolff gesagt hat: Es muss jetzt einfach Schritte nach vorne geben in der Entwicklung. Man muss von Rennen zu Rennen versuchen, kleine Updates zu bringen, um die Lücke zu schließen. 30 Sekunden Rückstand ist nicht das Ziel von Mercedes", stellt Glock klar, der das Team aktuell als "Baustelle" einstuft.

"Ich kann mir schon vorstellen, wie das gleich im Meeting abläuft. Die sind wirklich mitgefahren, das muss man ganz klar so sagen: Es fehlt nach vorne zu Ferrari, McLaren und Red Bull ein erheblicher Schritt", so Glock: "Sie haben momentan die Pace nicht, um da vorne reinzufahren und müssen jetzt hart arbeiten."

Wann haben die Mercedes-Piloten wieder Grund für bessere Laune?

Wann haben die Mercedes-Piloten wieder Grund für bessere Laune?

Foto: Motorsport Images

Dass bei Mercedes nun Druck am Kessel ist, macht Glock auch an der ungewöhnlich hohen Fehlerquote von Lewis Hamilton aus. Der Ausritt in der Acque Minerali war nicht sein erster am Wochenende: "Das zeigt natürlich, dass er pusht, und dass er versucht das Maximum herauszuholen. Man hat eine bessere Balance gefunden im Auto, aber natürlich versucht man dann vielleicht auch, das Auto ein bisschen zu überfahren, versucht, irgendwie die Zeit rauszuholen. Aber das ist mit dem Paket momentan nicht möglich", lautet Glocks ernüchterndes Fazit.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer für die Silberpfeile kann nun immerhin die nächste Station des Rennkalenders in Monaco sein: "Monaco ist ein totaler Ausreißer. Da kann man nicht sagen, ob es ganz gut oder ganz schlecht wird", sagt Teamchef Wolff. "Du kannst im Verkehr stecken, und dann geht überhaupt nichts weiter. Es ist eine Qualifying-Geschichte, da müssen wir schauen, wie wir uns dort schlagen."

Wolff: "Monaco ist kein Rennen auf das man spezifisch drauf hinentwickelt." Vielleicht kommt Mercedes die Wundertüte im Fürstentum, anders als mit den Updates in Imola, dann ja mehr entgegen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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