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Mercedes gibt bekannt, dass an Kimi Antonellis Auto kein weiterer Schaden war: Hochgeklappte Bremsbelüftung alleiniger Auslöser der Silverstone-Probleme

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Kimi Antonelli konnte in Silverstone keine Punkte mitnehmen

Foto: Sutton Images

Mercedes hat bestätigt, dass lediglich ein Problem mit der Radabdeckung zu den Schwierigkeiten von Kimi Antonelli beim Formel-1-Rennen in Silverstone geführt hat. Einen weitergreifenden technischen Defekt schließt das Team hingegen aus.

Antonelli war beim Großen Preis von Großbritannien über einen Randstein gefahren, als sich plötzlich ein Teil der Bremsbelüftung löste und nach oben klappte. Dadurch hatte der Italiener große Schwierigkeiten mit dem Handling und musste zweimal die Box ansteuern.

Nach dem Rennen hatte der WM-Führende gesagt: "Wir wissen, was es war. Wir wissen jedoch nicht, ob da noch etwas anderes ist, denn ehrlich gesagt glaube ich, dass es mehr als nur die Radabdeckung sein könnte. Aber das Team hatte noch keine Gelegenheit, das Auto zu analysieren."

Doch nach einer umfangreichen Analyse in den Tagen nach dem Rennen kam Mercedes zu dem Schluss, dass es sich nur um den Defekt an der Komponente handelte, die Teil der Bremsbelüftung ist.

"Viele haben gefragt, was am vergangenen Sonntag mit Kimis Auto passiert ist, und es war schlichtweg ein Problem mit der vorderen Bremsbelüftung. Um genau zu sein, ein Teil der Bremsbelüftung, das als Radabdeckung bezeichnet wird", sagt der stellvertretende Technikchef Simone Resta in einem Video des Teams.

"Im Grunde hatten wir 10 Runden vor Rennende einen Defekt, und das Bauteil begann nachzugeben. Dadurch griff es massiv in das Verhalten der Aufhängung und auch der Lenkung ein. Diese verlor an Rückmeldung, wodurch das Auto fast unfahrbar wurde", so der frühere Ferrari- und Haas-Ingenieur.

Wie sich später herausstellte, pilotierte Antonelli einen asymmetrischen Formel-1-Boliden, der auf der linken Seite 100 Punkte an aerodynamischer Effizienz verloren hatte. Damit nicht genug: Auch der Luftstrom der Bremsbelüftung zur Kühlung der Bremsen sowie die Zufuhr von Frischluft in die Trommeln waren beeinträchtigt.

Obwohl die Radabdeckung die Fahrwerksgeometrie und den natürlichen Federweg der Lenkstange beeinträchtigte, fuhr Antonelli dennoch weiter, um zu versuchen, wichtige Zähler nach Hause zu bringen. Dabei kam er jedoch mehrfach von der Strecke ab und kassierte eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe wegen der Tracklimits.

Die finale Safety-Car-Phase für den Abflug von Max Verstappen erledigte den Rest und ließ den Bologneser im endgültigen Klassement vom neunten auf den 16. Platz zurückfallen.

"Kimi hat sich sehr kämpferisch gezeigt", lobt Resta. "Er wollte unbedingt auf der Strecke bleiben und sich die beste Chance geben, Punkte einzufahren. Wie gesagt, das Auto war so gut wie unfahrbar, und genau aus diesem Grund ist Kimi mehrere Male von der Strecke abgekommen."

"Unglücklicherweise kassierte Kimi genau aus diesem Grund eine Fünf-Sekunden-Strafe, die auf seine Endzeit aufgeschlagen wurde. Er hatte viel Pech, aber es war ein starkes Zeichen für die Performance und die Nehmerqualitäten unseres jungen Fahrers", so Resta.

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