Mercedes: Motorensorgen nach Wechsel bei Hamilton erledigt?

Mercedes glaubt die jüngsten Motorenprobleme gefunden zu haben und erwartet nach dem Wechsel bei Lewis Hamilton keine Schwierigkeiten mehr

Mercedes: Motorensorgen nach Wechsel bei Hamilton erledigt?

"Es war klar, dass wir irgendwann einen vierten Motor brauchen würden", sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff nach der Strafversetzung von Lewis Hamilton beim Formel-1-Rennen in Istanbul. Mercedes hatte zuletzt ein paar Zuverlässigkeitsprobleme bei seinen Formel-1-Antrieben und musste bei Valtteri Bottas sogar zweimal in Folge einen Wechsel vornehmen.

Bei Hamilton hat man jedoch nur den Verbrennungsmotor getauscht und dafür zehn Strafplätze kassiert. Das legt den Schluss nahe, dass Mercedes die Sorgen in diesem Bauteil ausgemacht hat. "Gut erkannt", meint Wolff dazu.

"Es ist schwierig. Wenn man die Grenzen bei der Powerunit-Performance verschiebt, stößt man irgendwann an Hindernisse", sagt er. Wolff betont, dass Mercedes immer die zuverlässigsten Hybridmotoren hatte, "aber weil wir die Grenzen verschoben haben, hat man diese ungewöhnlichen Störungen, die noch nicht verstanden waren und ein paar Probleme ausgelöst haben."

Das Problem galt es aber herauszufinden und zu beheben, denn die Motoren werden im kommenden Jahr bis zum neuen Reglement eingefroren - und Teile einfach umzudesignen wäre zu diesem Zeitpunkt nichts, was man gerne tun würde.

Doch Wolff betont auch: "Wir werden keine Defizite mit in das kommende Jahr nehmen. Die Defizite haben wir verstanden. Jetzt geht es darum, Lösungen zu finden, um diese in den Griff zu bekommen."

Unklar ist, was mit Hamiltons Motor Nummer drei passiert. Theoretisch ist er noch im Pool und kann verwendet werden. "Das werden wir in den kommenden Rennen erörtern", meint der Motorsportchef. "Man könnte entscheiden, ihn nur an Freitagen einzusetzen oder auch an Samstagen und Sonntagen."

Zur Motorenübersicht

Eine weitere Strafe erwartet das Team für Hamilton nicht mehr, auch wenn alle anderen Teile nicht mit gewechselt wurden: "Alle anderen Teile wie der Turbo und die weiteren Elemente sind in toller Form und locker innerhalb der Lebensdauer", sagt Wolff. "Daher mussten wir keine neuen Komponenten nehmen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
George Russell frustriert: Q3-Platz mit Fahrfehler verschenkt

Vorheriger Artikel

George Russell frustriert: Q3-Platz mit Fahrfehler verschenkt

Nächster Artikel

"Einfach nicht genug": McLaren sucht für Quali-Enttäuschung keine Ausreden

"Einfach nicht genug": McLaren sucht für Quali-Enttäuschung keine Ausreden
Kommentare laden