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Mercedes sucht Ursache für Topspeed-Defizit von George Russell

George Russell verlor in Silverstone auf den Geraden massiv Zeit auf Teamkollege Andrea Kimi Antonelli - Mercedes-Teamchef Toto Wolff sucht nach der Ursache

Rätselhafter Topspeed-Verlust: Mercedes checkt Russells W17

George Russell in Silverstone

Foto: LAT Images

Mercedes-Teamchef Toto Wolff betont, dass das Team das Topspeed-Problem von George Russell auf den Geraden von Silverstone "verstehen muss". Wie der Österreicher bestätigt, untersucht Mercedes die Defizite auf den Geraden, die Russell im Qualifying zum Großen Preis von Großbritannien eingebremst haben.

Russell qualifizierte sich in Silverstone fast vier Zehntelsekunden hinter seinem Teamkollegen Andrea Kimi Antonelli. Den Großteil dieser Zeit verlor er auf der Hangar-Geraden, wo Antonelli im Schnitt rund sechs Kilometer pro Stunde schneller unterwegs war.

Beide Mercedes-Piloten schienen die Energie ihres Hybridsystems im vorherigen Abschnitt durch Maggotts und Becketts auf ähnliche Weise zu nutzen, weshalb die Telemetrie dort keinen offensichtlichen Unterschied aufzeigte. Das Topspeed-Defizit war bereits im Sprint-Qualifying erkennbar, wenn auch in geringerem Maße, während der Unterschied im Rennen mit rund drei bis vier Kilometer pro Stunde ebenfalls deutlich kleiner ausfiel.

Die Suche nach dem Fehlerteufel

Nach dem Rennen erklärt Wolff, dass das Team das Problem genauer untersuchen müsse, da auf Motorenebene kein offensichtlicher Unterschied zu erkennen war.

"Er hatte das ganze Wochenende über ein Problem auf den Geraden", so Wolff. "Am Motor konnten wir nichts feststellen. Es muss an einer Art mechanischer Situation gelegen haben, sei es der Windschatten oder etwas anderes. Aber die Daten haben definitiv bestätigt, dass ihm etwas fehlte, nur ist es sehr schwer zu identifizieren."

"Im Rennen war es viel besser. Da haben wir das nicht mehr gesehen. Aber nichtsdestotrotz ist das etwas, das wir verstehen müssen."

Russell muss sich steigern

Russell selbst hatte sich bereits nach dem Qualifying am Samstag geäußert: "Wir haben dieses ganze Wochenende mit dem Topspeed auf den Geraden gekämpft und wissen nicht, warum. Im Vergleich zu allen anderen Mercedes-Autos verlieren wir sechs km/h im letzten Sektor und drei Kilometer pro Stunde im Mittelsektor. Das macht auf die Runde gesehen ein paar Zehntel gegenüber den anderen Mercedes-Autos aus, ich weiß also wirklich nicht, woran das liegt."

"Das Team arbeitet extrem hart daran, es zu verstehen. Heute Morgen dachten wir, wir hätten das Problem gefunden, weil es gestern schon da war, aber das war es nicht - das macht die Sache nicht einfacher. Wenn ich auf der Geraden fünf Kilometer pro Stunde verliere, weiß man, dass man nicht kämpfen kann."

Am Sonntagabend, nachdem Russell trotz eines zusätzlichen Boxenstopps aufgrund eines schleichenden Plattfusses noch den zweiten Platz hinter Ferrari-Pilot Charles Leclerc retten konnte, gab der Brite zu, dass auch er seine eigene Leistung steigern muss, um WM-Spitzenreiter Antonelli herauszufordern.

Russell dankbar, aber realistisch

"Das Gefühl war gut, aber die Rundenzeiten waren langsam. Und wie gesagt, dazu haben Dinge beigetragen, die außerhalb meiner Kontrolle lagen, aber auch Dinge, die ich selbst in der Hand hatte", sagt er vor dem Großen Preis von Belgien am kommenden Wochenende, wo er 25 Punkte hinter Antonelli liegt.

"Ich habe immer noch Mühe, dieses Auto zu verstehen. Ich werde dieses Wochenende wohl abreisen und - obwohl ich extrem dankbar bin, auf dem Podium zu stehen - unzufriedener sein als wahrscheinlich in Kanada, als ich in Führung liegend ausgefallen bin."

"Wenn ich um die Weltmeisterschaft kämpfen will, müssen die Leistungen besser werden. Ich muss besser werden. Ich muss besser mit meinem Team zusammenarbeiten. Wir müssen alles maximieren. Wir haben jetzt einen engen Kampf mit Ferrari, es sind also nicht nur Kimi und ich, auch Lewis ist noch sehr nah dran. Da müssen wir uns steigern."

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