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Formel 1 Silverstone

Mercedes: Taugt das Set-up nach der Pole auch zum Sieg?

Mercedes überraschte in Silverstone sich selbst mit der Doppelpole, doch reicht die Pace auch, um am Sonntag vor McLaren und Red Bull zu bleiben?

Mercedes: Taugt das Set-up nach der Pole auch zum Sieg?

George Russell schwimmt wirklich auf einer Erfolgswelle. Nach dem Sieg vor einer Woche in Silverstone ließ der Brite nun die Poleposition beim Heimspiel in Silverstone folgen. Aus Mercedes-Sicht noch besser: Lewis Hamilton sicherte sich am Samstag hinter seinem Teamkollegen Rang zwei und bescherte den Silberpfeilen so die erste reine erste Startreihe seit Dschidda 2021.

"Das ist definitiv eines der besten Gefühle, das ich jemals an einem Samstagnachmittag hatte", jubelt Russell. "Das Auto war einfach unglaublich. Als wir in Q3 rausgefahren sind, hat es wirklich sofort funktioniert, und ohne Zweifel war es eines der besten Gefühle, hier zu fahren, über die Linie zu kommen, meinen Namen auf Platz eins zu lesen und dann zu sehen, dass wir beide in der ersten Reihe stehen."

"Davon hätten wir nach den ersten drei oder vier Rennen nicht träumen können", lacht er.

 

Auch Hamilton stimmt in die positiven Aussagen seines Teamkollegen ein: "Es war eine großartige Session", meint der siebenmalige Weltmeister, der knapp zwei Zehntelsekunden Rückstand auf die Poleposition hatte.

"Es war die beste Session, die wir als Team hatten, weil wir einfach die echte Pace hatten, um mit McLaren und Red Bull mitzuhalten. Und das ist einfach unheimlich befriedigend und ein echter Schub für das Team", so Hamilton, der seinem Teamkollegen zur zweiten Saisonpole gratulieren kann. "Es ist schon lange her, dass wir das hatten, von daher ist das ein tolles Gefühl."

 

Die Doppelpole ist die logische Fortsetzung des Aufwärtstrends der vergangenen Wochen. Seit dem Upgrade in Kanada scheint es für die Silberpfeile wieder richtig gut zu laufen: Schon in Montreal hatte Russell die Pole geholt, und Mercedes war seitdem immer unter den Top 3 zu finden.

Aber auch über das aktuelle Wochenende gesehen hatte sich der Erfolg angedeutet, weil man schon in den Trainings schnelle Zeiten lieferte. "Und in diesen Bedingungen ist das Auto einfach in ein perfektes Fenster gekommen", sagt Russell. "Die Runde war einfach wirklich, wirklich gut."

Russells W15 in Q3 wie auf Schienen

Russell hatte das Klassement schon nach dem ersten Q3-Versuch angeführt, wurde kurz vor Schluss aber von Teamkollege Hamilton von der Spitze verdrängt. Doch Russell konnte noch einma zwei Zehntelsekunden finden und Platz eins zurückerobern.

Er selbst sagt, dass er die meiste Zeit zwischen den Kurven 6 und 9 gewonnen habe: "Kurve 6 und 7 waren mega. Es gab dort eine Menge Gegenwind, von daher habe ich da sehr, sehr spät gebremst und konnte den Speed dann durch die Kurven mitnehmen. Das Auto lag einfach wie auf Schienen", schwärmt er. "Ich hatte einfach so viel Vertrauen damit."

 

Das kam allerdings erst im letzten Abschnitt. In den etwas nasseren Abschnitten zuvor hatte Russell hingegen größere Probleme. Während Hamilton sagt, dass diese beiden Abschnitte für ihn "der leichteste Teil" waren, waren sie für Russell eine große Herausforderung: "Ich hatte mehrfach das Gefühl, dass ich kurz vor dem Aus stehe", erzählt er.

Er habe "vermutlich noch nie so einen großen Druck in einer Qualifying-Session verspürt", wie vor Q3. "In allen Runs in Q1 und Q2 war ich immer kurz davor auszuscheiden, und ich habe mich einfach nicht wohlgefühlt", so Russell. "Aber sobald ich in Q3 durch Kurve 1 und 2 gefahren bin, fühlte ich mich gut und habe die Runden zusammengebracht."

Genau andersherum war es bei Hamilton. Unter den schwierigen Bedingungen fühle er sich superwohl, "aber in Q3 wurde es mit der Balance ein klein wenig härter". Am Ende musste er sich um knapp zwei Zehntel geschlagen geben, sagt aber, dass noch Zeit drin gewesen wäre, die Russell aber gefunden habe.

Mercedes-Set-up auf Rennen ausgerichtet

Aus Mercedes-Sicht war es am Ende egal, welcher von beiden Piloten sich Platz eins geholt hat. Spannender wird jedoch die Frage, ob Mercedes am Sonntag seine Pace auch halten kann, um auch den Sieg davonzutragen.

Oder hat Mercedes Pace für den Sonntag geopfert, um am Samstag im Heim-Qualifying bessere Karten zu haben? "Wenn überhaupt, dann sind wir eher für das Rennen ausgerichtet", betont Russell. "Denn du kannst auch im Qualifying Vierter sein und in der ersten Runde in Führung gehen - oder umgekehrt."

"Es fühlt sich so großartig für uns an, hier zu sein, aber am Start können sich die Dinge sehr schnell ändern. Von daher gehen wir immer mehr in Richtung Rennen. Aber seit dem letzten Wochenende hat sich nichts geändert, und das Auto performt hier so gut. Man muss sich das anschauen und verstehen, warum es hier so gut läuft."

Denn zuletzt in Spielberg habe Red Bull deutlich die Oberhand gehabt. "Aber im Moment sind wir die Schnellsten", so Russell. "Es ist schon manchmal ein schwieriger Sport."

Trotzdem glaubt er, dass Lando Norris und Max Verstappen in der zweiten Reihe am Sonntag noch ein oder zwei Zehntel gegenüber Mercedes im Köcher haben. Doch sollte der Regen kommen, dann sieht die Sache wieder anders aus und es könnte ein wechselhaftes Rennen wie in Montreal geben.

"Im Moment reiten wir die Welle, aber das bedeutet überhaupt nichts, weil morgen die Punkte verteilt werden", sagt Russell. "Aber natürlich sind wir in einer großartigen Position, um morgen um den Sieg kämpfen zu können."

Auto "überall" besser geworden

Allein das ist schon eine starke Verbesserung gegenüber den Vormonaten. Zur Erinnerung: Bis Kanada kam Mercedes kein einziges Mal auf das Podest. Doch mittlerweile scheint der W15 ein völlig neues Auto zu sein.

Russell erklärt: "Wir haben ein paar kleine Änderungen vorgenommen, die einen großen Einfluss hatten. Wir wussten von Beginn an, dass die Basis des Autos grundlegend besser ist als in den Vorjahren. Aber wir sind von einem Auto mit Übersteuern im vergangenen Jahr zu einem Auto mit Untersteuern in diesem Jahr gegangen. Aber jetzt haben wir die goldene Mitte gefunden."

"Wenn die Balance stimmt und die Reifentemperaturen im richtigen Fenster liegen, dann wirkt sich das positiv auf die Rundenzeit aus. Es war keine große Veränderung, aber es hat einen großen Unterschied bei der Rundenzeit gemacht", so der Brite.

Doch wo ist das Auto denn jetzt besser? "Überall. Einfach überall", meint Hamilton.

"Heute nehmen wir das definitiv, aber trotzdem sind Red Bull, vor allem Max, und die McLarens sehr, sehr schnell. Und in gewisser Weise waren sie auch im letzten Rennen ein ganzes Stück vor uns", so der Brite. "Ich hoffe, dass wir morgen aber unter den Bedingungen mithalten können."

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