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Mercedes: Technik-Trick "DAS" von FIA als legal abgenickt

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Mercedes: Technik-Trick "DAS" von FIA als legal abgenickt
Autor:
Co-Autor: Luke Smith
20.02.2020, 14:04

Die Öffentlichkeit ist überrascht, aber der Weltverband ist es nicht: Mercedes glaubt nicht, dass sein neues Lenksystem unzulässig sein könnte

"Wir nennen es DAS." Doch Mercedes-Technikchef James Allison verrät nicht, wofür DAS steht. Klar ist nur: Die Mercedes-Fahrer nutzen das neue Lenksystem, um während der Fahrt gewisse Einstellungen am Fahrzeug vorzunehmen. Was genau, darüber schweigt man sich bei Mercedes genauso aus wie über die exakte Bezeichnung.

DAS steht vermutlich für Dual Axis Steering. Zu Deutsch: zweiaxiale Lenkung. Der Fahrer nutzt sie, indem er zum Beispiel eingangs einer Geraden am Lenkrad zieht und vor einer Kurve das Lenkrad wieder nach vorne drückt. Eben dies war am zweiten Tag der Formel-1-Testfahrten 2020 in Barcelona hier im Liveticker verfolgen! gleich mehrfach zu beobachten gewesen.

Welchen Nutzen Mercedes daraus zieht, das ist noch unklar. Allison gibt sich vage: "[DAS] verleiht unserer Lenkung und damit dem Fahrer eine weitere Dimension." Man erhoffe sich "im Jahresverlauf" eine wichtige Hilfestellung davon. "Doch wie genau wir es nutzen und warum, das behalten wir für uns", sagt Allison weiter.

FIA gibt grünes Licht für DAS

So viel aber verrät er schließlich doch: Der Automobil-Weltverband (FIA) wurde von DAS nicht überrascht, im Gegensatz zu Konkurrenten und Öffentlichkeit. "Für die FIA", erklärt Allison, "ist es nichts Neues. Wir haben schon seit geraumer Zeit mit ihnen darüber gesprochen."

Dieser Kanal steht allen Teams zu jeder Zeit offen: Wer einen neuen Ansatz hat, kann diesen vorab mit den technischen Verantwortlichen des Weltverbands diskutieren. Vorteil: Sollte eine Entwicklung nicht dem Geist des Reglements entsprechen, kann die FIA intervenieren und der Rennstall weiß, dass er sich nicht weiter damit befassen muss.

Im Fall Mercedes/DAS scheint die FIA nichts beanstandet zu haben, wie Allison andeutet. Er wähnt sich mit dem System auf der sicheren Seite: "Die Regeln sind recht deutlich darin, was erlaubt ist mit den Lenksystemen. Wir sind ziemlich zuversichtlich, dass [DAS] allen Voraussetzungen entspricht."

Keinerlei Sicherheitsbedenken

Aber ist es auch sicher, wenn der Fahrer während der Fahrt am Lenkrad zieht und drückt? Hamilton selbst gibt sich gelassen. "Sicherheitstechnisch", so meint der Weltmeister, "gab es keinerlei Probleme." Der Weltverband habe auch dahingehend keine Bedenken angemeldet.

Hamilton zeigt sich im Gegenteil sogar begeistert vom neuen Ansatz seines Teams: "Für mich ist es wirklich ermutigend zu sehen, dass Mercedes weiter innovativ tätig ist, um vorne zu bleiben. Das ist auf die vielen klugen Köpfe in unserem Team zurückzuführen. Hoffentlich geht die Rechnung also auf."

Bisher zumindest scheint Mercedes vieles richtig gemacht zu haben: Der neue W11 überzeugt bei den Barcelona-Tests mit guten einzelnen Rundenzeiten, aber auch als Dauerläufer über die Distanz.

Mercedes wieder in der Favoritenrolle?

Selbst die Konkurrenz muss nach eineinhalb Tagen anerkennen: "Mercedes sieht stark aus." So formuliert es Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Die gute Form der Silberpfeile komme aber nicht von ungefähr. "Das war zu erwarten", sagt Horner weiter. "Sie sind ja schließlich der Titelverteidiger, nach zuletzt sechs WM-Erfolgen in Serie. Ihr Auto macht einen guten Eindruck."

Allerdings, das betont Horner, sei dies nur eine Momentaufnahme, zumal bei den Testfahrten vor Saisonbeginn. "Die Autos werden sich ab jetzt weiterentwickeln", erklärt er. "Schon in Melbourne werden sie ganz anders aussehen und nochmals anders, wenn wir wieder in Europa sind. Ab jetzt ist es ein Entwicklungsrennen bis Abu Dhabi."

Und eines, das Mercedes nicht nur mit DAS, sondern mit "einer Reihe von Innovationen" begonnen hat, wie Allison sagt. Die weiteren Neuerungen am Formel-1-Silberpfeil seien "nur nicht so offensichtlich wie in diesem Fall, wo man es mit bloßem Auge sieht", meint er. DAS sei eben "nur die Spitze des Eisbergs dessen, was wir im Auto haben".

Mit Bildmaterial von Giorgio Piola.

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