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Mercedes über Vettel: "Wer weiß, was noch passiert?"

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Mercedes über Vettel: "Wer weiß, was noch passiert?"
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper

Toto Wolff spricht über die Möglichkeit eines "Dreamteams" Hamilton-Vettel bei Mercedes und kündigt eine Entscheidung "im Laufe des Sommers" an

Toto Wolff möchte eine Verpflichtung von Sebastian Vettel für die Formel-1-Saison 2021 und darüber hinaus weiterhin nicht ausschließen. Allerdings macht der Mercedes-Teamchef klar, dass es sich dabei aktuell nicht um die wahrscheinlichste Variante handelt: "Hätte ich im Januar gesagt, dass wir in der ersten Jahreshälfte keine Rennen fahren, hätte mir keiner geglaubt. Daher wollen wir uns jetzt vor allem unsere Optionen offenhalten."

Im Rahmen einer Video-Medienrunde am Mittwochnachmittag betonte Wolff erneut, dass man vor dem ersten Rennen keine Fahrerentscheidung für 2021 treffen möchte. Zwar laufen die Verträge von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas aus. Aber bevor sich Mercedes festlegt, möchte man beobachten, welche Talente sich 2020 womöglich in den Vordergrund fahren.

Vettel ist einer der offensichtlicheren Kandidaten auf dem Markt. Darüber hinaus hätte Mercedes auch jederzeit Zugriff auf den bei Williams geparkten Junior George Russell. Esteban Ocon fährt 2020 und 2021 Renault und stünde erst danach wieder zur Verfügung. Daher steht für Wolff fest: Die Entscheidung wird "im Laufe des Sommers" fallen.

Dass es zwischen Vettel und Ferrari kriselt, hat Wolff "schon gespürt", als der Vertrag von Charles Leclerc um fünf Jahre verlängert wurde, während Vettel in der Luft hing. Für Mercedes kam der Domino-Effekt auf dem Fahrermarkt dann "überraschend", denn: "Es ist nicht gut, die Saison mit einem Fahrer zu beginnen, von dem du weißt, dass er das Team verlassen wird."

Wolff stellt klar: Hamilton & Bottas haben "Priorität"

"Unsere Priorität", sagt Wolff, "sind die Mercedes-Fahrer, Valtteri und Lewis. Daneben beobachten wir Georges Situation bei Williams mit großem Interesse. Ausschließen möchte ich aber niemanden. Sebastian ist ein viermaliger Weltmeister. So jemanden sollte man nicht ausschließen. Wer weiß, was in den nächsten Monaten noch passiert?"

Das sei keine Floskel, "aber die Höflichkeit gebührt es, nicht einfach Nein zu sagen, wenn ein viermaliger Weltmeister verfügbar ist. Darüber muss man nachdenken. Andererseits haben wir eine fantastische Paarung. Ich bin mit unseren Fahrern und mit George sehr zufrieden. Aber man weiß nie. Vielleicht entscheidet sich einer, dass er aufhören will, und dann ist plötzlich ein Platz frei."

"Denken wir nur an Nico Rosberg", erinnert Wolff. "Daher halten wir uns einfach unsere Optionen offen, konzentrieren uns aber auf die Gespräche mit unseren aktuellen Fahrern." Die haben übrigens, zumindest mit Hamilton, noch nicht stattgefunden: "Wir haben uns während des Lockdowns nicht gesehen, standen aber regelmäßig in Kontakt."

Neuer Vertrag für Hamilton: Mercedes hat keine Eile

Wolff stellt klar: "Wir haben dabei keinen neuen Vertrag verhandelt. Zwischen uns besteht großes Vertrauen. Wir arbeiten schon sehr lange zusammen, und in all den Jahren mussten wir den Vertrag noch nie genau durchlesen und alles genau durchleuchten, weil sich das alles immer auf ganz natürliche Weise ergeben hat."

Insofern bestehe keine Eile, mit Hamilton einen neuen Vertrag festzuzurren: "Sobald die Rennen wieder losgehen, werden wir uns sehen, den Vertrag aus dem Regal holen, uns das Timing und die Zahlen anschauen - und dann hoffentlich ziemlich schnell zu einer Einigung kommen", skizziert Wolff sein Wunschszenario.

Tatsache ist aber: Genau wie Mercedes halten sich auch die Fahrer ihre Optionen offen. Hamilton hat sich 2019 zweimal mit Ferrari-Präsident John Elkann getroffen - und zuletzt zugegeben, dass er zwischendurch auch an ein Jahr Pause gedacht hat. Und Bottas-Manager Didier Coton hat schon bei Renault und angeblich auch bei Red Bull angeklopft.

Wolff geht auf derartige Gerüchte nicht konkret ein, unterstreicht aber: "Das ist genau der Grund, warum wir uns nicht im Juni melden und sagen: 'Keine Chance, Sebastian wird nicht für uns fahren.' Erstens würde ich ihm als gestandenem Rennfahrer nicht so eine Absage erteilen wollen. Und zweitens habe ich schon verrücktere Dinge erlebt, mit denen niemand gerechnet hat."

Mit Bildmaterial von LAT.

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