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Mercedes: Warum Bottas mehr Kommunikation einfordert

Weshalb Formel-1-Team Mercedes die interne Kommunikation mit Valtteri Bottas optimieren will und warum Bottas selbst mehr Miteinander einfordert

Mercedes: Warum Bottas mehr Kommunikation einfordert

"Alles, was du hast, Valtteri!" So wandte sich Mercedes-Sportchef Toto Wolff beim Abu-Dhabi-Grand-Prix 2020 vor der entscheidenden Qualifying-Runde an Valtteri Bottas. Und das war ungewöhnlich, denn eigentlich hält sich Wolff am Rennwochenende raus aus dem Fahrerfunk. In der Formel-1-Saison 2021 aber könnte sich der Teamchef häufiger einmischen, zumindest bei Bottas.

Letzterer war in der Schlussphase der Saison 2020 in die Kritik geraten und hatte nach einem Austausch mit Wolff eine verbesserte Kommunikation eingefordert, weil ihm "erst kürzlich" klar geworden sei: "Die Unterstützung des Teams [zu spüren] und mehr mit dem Team zu kommunizieren, das ist ziemlich wichtig."

Mercedes respektiert diesen Wunsch nach mehr Miteinander von Bottas, der die neue Richtung im Team so beschreibt: "Toto und ich versuchen mehr Kontakt zu halten und offener miteinander umzugehen. Das gilt aber auch für die anderen Teammitglieder, für jeden, vor allem für den inneren Zirkel des Rennteams."

Mercedes F1 W12

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Foto: Daimler AG

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Entscheidend sei für ihn selbst, so Bottas, eine "gute Kommunikation und gute Unterstützung" zu haben, damit er seine optimale Leistung abrufen könne. Das sei auch im Interesse des Teams, betont Bottas: "Unterm Strich ist das Team ja dazu da, den beiden Fahrern möglichst viel Unterstützung zukommen zu lassen. Und ich werde versuchen, das zu nutzen, und alle Unterstützung anzunehmen, die ich kriegen kann."

Wolff begrüßt Bottas' Wunsch nach mehr Kommunikation

Und wie sieht das der andere Mercedes-Fahrer Lewis Hamilton? Dieser sei ein "anderer Fahrertyp", erklärt Teamchef Wolff auf Nachfrage, ohne aber konkret zu werden. Wolff meint nur: "Wir versuchen immer, das zu tun, was gut ist für den Fahrer. Der Fahrer muss uns in dieser Hinsicht aber die Richtung vorgeben."

Er begrüße deshalb Bottas' Wunsch nach mehr Kommunikation im Team: "Für mich stellt das kein Problem dar, im Gegenteil. Ich mag diesen Austausch."

"Wir hatten eben den Eindruck, mehr miteinander reden zu müssen, gerade bei all den Ablenkungen, die wir [2020] hatten. Gerade in einer stressigen Saison spricht man mitunter nicht genug miteinander. Das wollen wir in Zukunft ändern", sagt Wolff. "Dazu gehören auch die Kommunikation am Funk und Feedback."

Man habe schließlich ein Interesse daran, Bottas erfolgreich auftreten zu sehen. "Valtteri kann immer auf die uneingeschränkte Unterstützung des Teams zählen", erklärt Wolff. "Das wird sich 2021 nicht ändern."

Die Fahrerplanung von Mercedes nach 2021

Was danach kommt, ist aber noch offen: Bottas' Mercedes-Vertrag läuft nach 2021 aus. "Er weiß, dass er seine Zukunft selbst in der Hand hat", sagt Wolff. Zuletzt habe sein Fahrer im Direktvergleich zu Hamilton "die Konstanz über eine Saison hinweg" vermissen lassen.

Und mit George Russell, der 2021 sein drittes Jahr bei Williams bestreitet, steht schon ein potenzieller Nachfolger für Bottas' Platz im Mercedes parat. Daraus macht Wolff keinen Hehl: "George hat eine tolle Zukunft vor sich. Wir wissen, was wir an ihm haben."

Wie man sich für 2022 aufstellen werde, das sei derzeit aber noch nicht absehbar. O-Ton Wolff: "Es kommt ganz darauf an, wie sich die Fahrersituation bei Mercedes darstellen wird." Und das dürfte bedeuten: Wolff und sein Team wollen erst einmal abwarten, welche Pläne vor allem Hamilton für die Zeit nach 2021 hat.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Teams Mercedes
Urheber Stefan Ehlen