Mick Schumacher: Ein Weilchen konnte ich mit Alonso mithalten

Mick Schumacher erlebte beim Formel-1-Rennen in Österreich nach einem turbulenten Start einen ruhigen Nachmittag - Vorfreude auf Silverstone

Mick Schumacher: Ein Weilchen konnte ich mit Alonso mithalten

Für Mick Schumacher war sein neuntes Rennen in der Formel 1 eines der langweiligeren Sorte. Der Haas-Pilot befand sich beim Österreich-Grand-Prix zwar in den ersten Runden noch im Getümmel und fand sich nach einem guten Start zwischenzeitlich auf Rang 16 wieder. Doch recht schnell ging es für den 22-Jährigen wieder in die andere Richtung.

Der zweite Teil des Rennens sei daher auch recht "ereignislos" gewesen, schildert Schumacher. "Zum Start des Rennens war es schon sehr spannend. Wir konnten am Start gut mit den Jungs mitkämpfen und waren dann recht nah am Alonso mit dabei und konnten mit denen auch ein bisschen mitfahren", erklärt er.

Doch schnell war klar, dass die Haas an diesem Sonntag ihr eigenes Rennen am Ende des Feldes fahren würden. "Natürlich waren wir von der Pace her ein bisschen abgeschlagen zu den anderen, aber wir haben wieder viel gelernt, viel mitgenommen. Jetzt heißt es analysieren und schauen, was wir besser machen können", so Schumacher.

Zweiter Stint entscheidet Teamduell gegen Masepin

Das Teamduell mit Nikita Masepin war für den Sohn des siebenmaligen Champions Michael Schumacher im ersten Teil gar nicht so eindeutig, beide lagen lange Zeit nah beieinander. Erst gegen Ende des ersten Stints nahm Schumacher seinem Stallgefährten Runde für Runde ein paar zehntel mehr ab.

Die große Lücke zwischen beiden ging dann im zweiten Stint auf, als Schumacher konstant deutlich schneller fahren konnte. Masepin kam noch einmal zur Box, am Ende trennten beide zunächst 51 Sekunden.

Teamchef Günther Steiner lobte beide Fahrer zunächst für ihre fehlerfreie Vorstellung und erkannte einen Lernprozess, nachdem besonders Masepin am vergangenen Wochenende unter vielen blauen Flaggen litt.

Zeitstrafe für Masepin

"Sie haben sich aus viel mehr blauen Flaggen herausgehalten als letztes Wochenende, zum Teil durch die Strategie, zum Teil aber auch, weil die Jungs jetzt besser wissen, wie sie damit umgehen müssen", sagt Steiner. Doch einige Stunden nach Rennende folgte die bittere Pille: 30 Sekunden Zeitstrafe für Masepin, weil er doppelt geschwenkte gelbe Flaggen missachtete. Zudem bekam er drei Strafpunkte.

Wie sehr Masepins Leistung im Rennen mit dem schwereren Chassis zusammenhänge, müsse das Team erst analysieren, so Steiner. Beide Fahrer hätten im Laufe des Rennens aber ein "für uns nicht schlechtes Tempo" gehabt.

Dennoch war Haas über die zwei Wochenenden insgesamt gesehen klar das schwächste Team. Doch Schumacher sieht keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. "Im Endeffekt wussten wir, dass es schwierig sein wird dieses Jahr. Die Motivation ist da und die Freude vor allem auch", sagt er.

Schumacher mit Vorfreude auf Silverstone

Es gehe nun darum, "alles zu analysieren und mit dem Team zusammen zu versuchen, das Auto wo es geht zu verbessern, damit wir dann hoffentlich in Silverstone wieder näher dabei sind", blickt Schumacher auf das kommende Rennen in zwei Wochen.

Für alle Teams warten in England einige neue Herausforderungen. Nicht nur führt Pirelli in Silverstone die in Spielberg getesteten neuen Hinterreifen ein, sondern es kommt auch zur Premiere des Sprintqualifyings. In diesem neuen Format sieht Schumacher sich und seine beiden Rookiekollegen Masepin und Yuki Tsunoda sogar leicht im Vorteil.

"Wir müssen mal schauen, es wird für alle neu, für viele wird es vermutlich schwierig, nachdem sie so oft so viele Freie Trainings hatten, jetzt auf ein Freies Training zurückzusteigen. Für uns Rookies, die aus der Formel 2 kommen, ist das vielleicht etwas einfacher, weil wir eben nur ein Freies Training hatten", erklärt er.

Insgesamt freue sich Schumacher auf "eine Strecke, die sehr viel Historie hat und sehr viel Charisma mitbringt", sagt er.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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