Mick Schumacher nach Q1-Aus: Viel Boden auf Williams verloren

Mick Schumacher schlägt im Qualifying in Baku seinen Teamkollegen Nikita Masepin, doch Williams war außer Reichweite - Hoffnung auf Chaos-Rennen

Mick Schumacher nach Q1-Aus: Viel Boden auf Williams verloren

In einem ereignisreichen Formel-1-Qualifying von Baku ist die ganz große Überraschung für Mick Schumacher ausgeblieben. Zwar profitierte der 22-Jährige von zwei Unfällen früh in Q1 und schlug auch seinen Teamkollegen Nikita Masepin, für einen Sprung in Q2 waren die Kapriolen aber nicht groß genug. Schumacher startet morgen vom 17. Platz.

"Es hat natürlich Spaß gemacht. Leider habe ich einen Fehler drin gehabt in meiner Runde, die die schnellste hätte sein sollen", sagt Schumacher. Damit meinte er einen Verbremser, als er hinter Williams-Pilot George Russell fuhr.

"In der letzten Runde habe ich einen guten Windschatten gehabt vom George Russell, aber leider habe ich mich verbremst in Kurve fünf. Das hat mir einiges gekostet. Schade, aber dennoch denke ich, dass wir das meiste rausgeholt haben", sagt der Haas-Pilot.

Schumacher: Verlieren in Baku doppelt

Der große Konkurrent Williams war allerdings auch ohne diesen kleinen Fehler außer Reichweite. Nicholas Latifi war in Q1 eine ganze Sekunde schneller als Schumacher, Russell schaffte sogar den Sprung in Q2. ANZEIGE: Hol' Dir die Formel live und in HD, zum Beispiel mit einem Sky-Abo für 17,50 Euro monatlich. Jetzt informieren!

Entsprechend gab es auch Ernüchterung beim Rookie. "Ich glaube schon, dass wir noch ein Defizit haben auf der Geraden, hier sind die Geraden besonders lang, deshalb verlieren wir hier doppelt. Aber wir haben aus dem Paket herausgeholt, was wir so hatten", ist er überzeugt. Dennoch habe Haas viel Boden auf Williams verloren, stellt er klar.

Im Gegensatz zu Monaco, als Schumacher diverse Male nach Fahrfehlern verunfallte, kam er in Baku bislang ohne große Zwischenfälle durch das Wochenende. Grundsätzlich, so Schumacher, gefalle ihm der Kurs in Aserbaidschan.

Hoffnung auf Chaos-Rennen

"Ich bin vor zwei Jahren hier in der Formel 2 gefahren, damals gab es nur ein Freies Training und das hat mir sofort gelegen. Ähnlich war es hier, wo ich mich eigentlich sofort wohlgefühlt habe von den ersten Runden. Natürlich lernt man immer dazu, man verbessert sich in jeder Kurve mit mehr Runden. Aber dennoch habe ich mich von Anfang an wohlgefühlt", sagt er.

Aus eigener Kraft erwartet er für das Rennen am Sonntag keine großen Sprünge. Doch wer weiß, welches Chaos das Rennen so bereithält. "Wenn man sich das Qualifying anschaut und da schon so viel Action ist, dann denke ich, dass im Rennen nicht viel weniger sein wird", glaubt Schumacher.

Ein Rennen wie in Monaco 1996 käme ihm da sehr gelegen. "Wer weiß, in der Vergangenheit war es auch schon so, dass nur vier Autos angekommen sind insgesamt. Von daher müssen wir schauen, wie es morgen läuft, vielleicht können wir ein paar Punkte mitnehmen", hofft er auf das große Glück.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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