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Was Mick Schumacher im Freien Training in Barcelona ausprobieren will

Mit welchen Gedanken Mick Schumacher in Barcelona in sein viertes Formel-1-Rennwochenende geht und was er sich im Grand Prix erhofft

Was Mick Schumacher im Freien Training in Barcelona ausprobieren will

In seinem dritten Formel-1-Rennen überholte Mick Schumacher erstmals einen Gegner im direkten Zweikampf auf der Strecke. Was also nimmt sich der Haas-Fahrer für seinen vierten Grand Prix am Wochenende in Spanien vor? Mit dieser Frage wurde Schumacher vor dem Trainingsauftakt am Circuit de Barcelona-Catalunya konfrontiert.

Antwort: "Ich denke, es ist ein bisschen schwierig zu sagen, wo wir gerade stehen." Er sei aber grundsätzlich "optimistisch", so Schumacher.

Portimao habe ihm und dem Team viel Mut gemacht. "Wir hatten ein ziemlich sauberes Rennen, sind fehlerlos geblieben", meint Schumacher. "Das ist immer gut. Und darüber freue ich mich wirklich." Als besonders zufriedenstellend habe er "die Rennpace" empfunden: "Die sah sehr stark aus."

Schumacher: Mit dem Schwung aus Portimao nach Barcelona

Tatsächlich hielt Schumacher beim Portugal-Grand-Prix einerseits seinen Teamkollegen Nikita Masepin sicher auf Distanz, fuhr im Rennen aber auch ähnlich schnell oder teilweise schneller als die Williams-Fahrer vor ihm. Einen davon, Nicholas Latifi, überholte er schließlich kurz vor Schluss.

Diesen Schwung nimmt Schumacher mit nach Barcelona. "Ich will aber auch nicht sagen, okay, wir gehen jetzt auf Punkte oder wir sind auf Punktekurs. Ich würde eher sagen: Wir schauen erst mal, wie die Freien Trainings laufen", erklärt er.

"Wenn die [Trainings] gut laufen, dann können wir unser Ziel immer weiter hochsetzen. Und wenn wir uns schwerer tun, dann müssen wir hart arbeiten, um das Problem so klein wie möglich zu bekommen, bevor das Rennen losgeht."

Viele Fragezeichen vor dem Trainingsauftakt

Sehr viel mehr könne er vor Wochenendbeginn nicht zur Haas-Form sagen, meint Schumacher, zumal die Rennstrecke in Barcelona seit dem bis dato letzten Formel-1-Besuch im Sommer 2020 leicht umgebaut wurde. "Wir haben die neue Kurve 10, wo der Asphalt komplett neu ist. Das wird einen Riesenunterschied machen, im Sinne von Griplevel", sagt Schumacher.

"Und keiner weiß wirklich, wie sich der harte Reifen verhalten wird. Das sind alles Sachen, die wir jetzt erst einmal schauen müssen im ersten Freien Training. Es ist im Moment etwas offen. Ich hoffe, dass wir uns am Freitagabend ein konkretes Ziel setzen können."

Grundsätzlich werde er versuchen, die Formkurve weiter ansteigen zu lassen, versichert der Formel-1-Neueinsteiger: "Wir können natürlich immer etwas am Auto ändern und versuchen, das Set-up zu optimieren. Natürlich ist aber auch noch sehr viel Zeit in mir drin."

Wo sich Schumacher konkret verbessern will

Eine konkrete persönliche Baustelle sei zum Beispiel, dass er lernen wolle, "schneller ans Limit zu fahren", sagt Schumacher. Er wolle gleich im ersten Freien Training möglichst früh bei der Musik sein, "damit wir gleich von dort aus die Veränderungen vornehmen können, die uns wichtig sind".

Für Haas müsse nämlich das Ziel sein, schon am Freitag einiges der Abstimmungsarbeit vorwegzunehmen, damit zwischen dritten Freiem Training und Qualifying kein großer Druck mehr entstehe. "Damit wir das Auto schon vor dem dritten Training soweit ready haben", sagt Schumacher.

Wie viel er selbst mit seinem Fahren noch zur Rundenzeit beitragen könne, das wisse er nicht zu sagen. "Ich glaube aber, dass wir auf einem guten Weg sind, uns zu verbessern, dass wir die optimale Runde hinkriegen können in naher Zukunft", meint Schumacher.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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