Mick Schumachers Auftrag in Monaco: Nur nicht in der Mauer landen!

Teamchef Günther Steiner ist sich bewusst, dass von Haas in Monaco keine Wunder zu erwarten sind - Seine beiden Piloten sollen daher vor allem ins Ziel kommen

Mick Schumachers Auftrag in Monaco: Nur nicht in der Mauer landen!

"Wegbleiben von den Mauern und Barrieren!" So lautet die Ansage von Haas-Teamchef Günther Steiner an seine beiden Rookies Mick Schumacher und Nikita Masepin vor dem Großen Preis von Monaco. "Wenn du in Monaco einmal in der Bande steckst, ist deine Session gelaufen", weiß Steiner.

"Du kriegst das Auto nicht rasch wieder zurück und außerdem ist es meist sowieso recht stark beschädigt", erklärt der Teamchef, der möchte, dass seinen beiden Piloten genau das nicht passiert. Zusätzlichen Druck wolle man auf die Fahrer nicht aufbauen, "da wir unsere Performance kennen", so Steiner.

Monaco sei auch so "eine große Herausforderung", erinnert er. Und weil der diesjährige Haas aus eigener Kraft sowieso nicht gut genug für WM-Punkte ist, erklärt Steiner im Hinblick auf Schumacher und Masepin: "Sie sollen das Rennen einfach als Chance sehen, Erfahrungen zu sammeln."

Schumachers Formel-2-Rennen nicht erfolgreich

Beide sollen das Wochenende nutzen, um in den kommenden Jahren gut auf Monaco vorberietet zu sein, wenn Haas - hoffentlich - ein "besseres Auto" habe. Der Straßenkurs im Fürstentum sei "ein ganz spezielles Rennen im Formel-1-Kalender", erinnert Steiner, dessen Piloten die Strecke bereits aus der Formel 2 kennen.

 

Schumacher hat dabei gemischte Erinnerungen. 2019 qualifizierte er sich zwar auf einem starken vierten Platz. Im Hauptrennen wurde er nach einer Kollision allerdings nur 13., im Sprintrennen blieb er als Elfter ebenfalls ohne Punkte. "Die Formel 2 war natürlich deutlich langsamer als die Formel 1", erklärt Schumacher.

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"Daher freue ich mich jetzt darauf, wie [Monaco] in einem Formel-1-Auto sein wird", so der Rookie der erklärt: "Das Formel-2-Auto ist insgesamt noch immer ein sehr schnelles Auto." Daher sei Monaco auch in der Nachwuchsserie bereits "eine Herausforderung" gewesen, aus der allerdings gelernt und "Spaß" gehabt habe.

Haas übt sich in Geduld

"Es ist auf jeden Fall eine Fahrerstrecke. Der Fahrer kann hier den Unterschied machen", weiß Schumacher und erklärt: "Natürlich hilft es in Monaco, wenn man ein Auto hat, dem man vertraut, in dem man sich wohlfühlt." Das sei bei ihm aktuell der Fall. "Ich fühle mich super wohl im Auto", berichtet Schumacher.

Mick Schumacher, Haas VF-21

Mick Schumacher, Haas VF-21

Foto: Steven Tee / Motorsport Images

Während Masepin noch immer mit dem VF-21 zu kämpfen hat, machte Schumacher bislang den deutlich gefestigteren Eindruck als sein Teamkollege. Trotzdem ist klar, dass im Haas keine Wunder zu erwarten sind. Dabei hat das Team gute Erinnerungen an Monaco. 2017 fuhr man im Fürstentum mit beiden Autos in die Punkte.

Es war das erste Mal in der Geschichte des noch jungen US-Teams, dass beide Fahrer es bei einem Rennen in die Top 10 schafften. "In diesem Jahr werden wir weit von Platz acht und zehn weg sein, das wissen wir", erklärt Teamchef Steiner jedoch und ergänzt: "Damit können wir umgehen. Wir sind geduldig."

Schumacher freut sich auf Fans

Gleichzeitig stellt er im Hinblick auf die kommenden Jahre aber auch klar: "Wir wollen wieder auf dieses Performancelevel kommen." Umso wichtiger wird es für seine Piloten sein, in diesem Jahr möglichst viel zu lernen - und eben nicht in der Mauer zu landen, wie es auch Schumacher in Imola bereits einmal passierte.

 

Als kleiner "Bonus" dürfen sich Schumacher und Masepin bei ihrer Monaco-Premiere auf einige Zuschauer freuen. "Es wird schön sein, wieder etwas Atmosphäre an der Strecke zu haben - auch wenn es nicht im sonst üblichen Ausmaß ist", so der Deutsche, der die Fans "vermisst" hat und in Zukunft wieder auf volle Tribünen hofft.

Micks Vater Michael konnte in Monaco im Laufe seiner Karriere übrigens insgesamt fünfmal gewinnen. Um den Sieg wird der 22-Jährige in diesem Jahr sicher nicht mitfahren. Sein Teamchef wäre aber bereits zufrieden, wenn er überhaupt die Zielflagge sieht. Das ist in Monaco für einen Rookie bereits Herausforderung genug.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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