Missglückte Boxeneinfahrt: Lando Norris darf Platz sieben behalten

Die Rennkommissare sprechen nach der missglückten Boxeneinfahrt keine Strafe gegen Lando Norris aus: Überfahren der Linie sei keine Absicht gewesen

Missglückte Boxeneinfahrt: Lando Norris darf Platz sieben behalten

Lando Norris kommt nach seiner verpatzten Boxeneinfahrt beim Großen Preis von Russland noch einmal mit einer Verwarnung davon. Die Rennkommissare hatten den McLaren-Piloten nach seinem verpassten Sieg in Sotschi noch einmal zu sich zitiert, weil er sich beim Einfahren in die Boxengasse nicht an die Vorgaben gehalten hatte. Eine Strafe sprachen sie aber nicht aus.

Norris war drei Runden vor Rennende noch einmal in die Boxengasse gefahren, um sich bei einsetzendem Regen die Intermediate-Reifen zu holen. Dabei hatte er die Einfahrt auf nasser Piste aber nicht richtig erwischt und war mit seinen Slicks über die Linie wieder rausgerutscht und anschließend doch wieder in die Box abgebogen - ein klarer Regelverstoß.

Trotzdem beließen es die Rennkommissare um Gary Connelly, Mathieu Remmerie, George Andreew und Ex-Pilot Enrique Bernoldi nach Auswertung der Video-, Funk- und Telemetriedaten bei einer Verwarnung - Norris' erster in dieser Saison.

Zwar stuften sie das Vergehen nicht als höhere Gewalt - oder force majeure - ein, allerdings hielten sie dem McLaren-Piloten einige mildernde Umstände zugute.

 

So merkten sie an, dass Norris in der Runde zuvor noch mit relativ hoher Geschwindigkeit durch Kurve 17 gefahren war, ohne die Kontrolle über das Auto zu verlieren. In der darauffolgenden Runde hätten sich die Bedingungen aber stark verschlechtert und seien von Kurve zu Kurve anders gewesen.

"Der Fahrer verlangsamte seine Geschwindigkeit bei der Einfahrt in die Boxeneinfahrt beträchtlich, etwa um die Hälfte seiner normalen Geschwindigkeit bei der Einfahrt in die Boxen, verlor aber dennoch die Kontrolle über das Fahrzeug und rutschte über den aufgemalten Bereich zwischen der Boxeneinfahrt und der Rennstrecke", heißt es seitens der Kommissare weiter.

"Obwohl sich der Fahrer offensichtlich dafür entschied, auf den Slickreifen mit harter Mischung auf der Strecke zu bleiben, während andere auf Intermediates wechselten, und somit versuchte, sich einen Vorteil zu verschaffen, um seine Position im Rennen zu halten, sind wir nicht der Ansicht, dass das Überqueren des bemalten Bereichs unter den gegebenen Umständen vorsätzlich oder vorhersehbar war."

Eine Strafe wäre für Norris unter Umständen kritisch geworden. Denn mit acht Punkten führt er die Strafentabelle derzeit an - bei zwölf wäre man für ein Rennen gesperrt. Norris' nächste Punkte verfallen erst Mitte November

Zur Übersicht der Strafpunkte

Durch die Entscheidung steht auch fest, dass der Brite seinen siebten Platz behalten darf.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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