Zum Hauptinhalt springen

Kostenlos registrieren

  • Direkt zu Deinen Lieblingsartikeln!

  • Benachrichtigungen für Top-News und Lieblingsfahrer verwalten

  • Artikel kommentieren

Für Dich empfohlen

Indy 500 Montagstraining: Crash und Gewitter - Neuer Startplatz für Mick Schumacher

IndyCar
Indy 500
Indy 500 Montagstraining: Crash und Gewitter - Neuer Startplatz für Mick Schumacher

Maulkorb für die Fahrer? Gerhard Berger sieht Entwicklung kritisch

Formel 1
Maulkorb für die Fahrer? Gerhard Berger sieht Entwicklung kritisch

Verstappen-Ausfall: Pech oder Folge harter Gangart bei 24h Nürburgring?

Langstrecke
24h Nürburgring
Verstappen-Ausfall: Pech oder Folge harter Gangart bei 24h Nürburgring?

Düstere Prognose: Deutschland in der F1 bald ohne Grand Prix und Fahrer?

Formel 1
Düstere Prognose: Deutschland in der F1 bald ohne Grand Prix und Fahrer?

Mercedes gegen McLaren: Wer landet in Kanada den nächsten Schlag?

Formel 1
Mercedes gegen McLaren: Wer landet in Kanada den nächsten Schlag?

MotoGP-Test Barcelona 2026: Die Rundenzeiten im Überblick

MotoGP
Barcelona
MotoGP-Test Barcelona 2026: Die Rundenzeiten im Überblick

MotoGP-Test Barcelona: Regen stoppt Testarbeit, Martin erneut gestürzt

MotoGP
Barcelona
MotoGP-Test Barcelona: Regen stoppt Testarbeit, Martin erneut gestürzt

Formel-1-Motoren: Warum Ford die V8-Idee "liebt"

Formel 1
Formel-1-Motoren: Warum Ford die V8-Idee "liebt"

"Missverständnis": Warum Aston Martin die Probleme von Honda spät bemerkte

HRC-Präsident Koji Watanabe erklärt, warum sich das Formel-1-Projekt von Honda in einem völlig anderen Zustand befindet als in den Erfolgsjahren mit Red Bull

"Missverständnis": Warum Aston Martin die Probleme von Honda spät bemerkte

Koji Watanabe erklärt die Probleme bei Honda

Foto: Sutton Images

Während des Formel-1-Saisonauftaktes 2026 in Australien richtete sich ein Großteil der medialen Aufmerksamkeit auf Aston Martin und die Anzahl der Batterien, die Honda in Melbourne zur Verfügung hatte. Doch am Freitag teilte Teamchef Adrian Newey ein noch interessanteres Zitat mit, das nichts mit diesem Thema zu tun hatte.

Der legendäre Designer verriet, dass Aston Martin bis November 2025 nicht wusste, dass sich das Formel-1-Projekt von Honda in einem völlig anderen Zustand befand als in den glorreichen Jahren mit Red Bull.

"Nein, das war uns nicht bewusst", antwortete Newey in Australien. "Wir wurden erst im November letzten Jahres wirklich darauf aufmerksam, als Lawrence [Stroll], Andy Cowell und ich nach Tokio reisten, um Gerüchten nachzugehen, laut denen sie ihre ursprünglichen Leistungsziele für das erste Rennen nicht erreichen würden."

"Dabei stellte sich heraus, dass viele der ursprünglichen Mitarbeiter nach dem Neustart nicht zurückgekehrt waren. Die Antwort lautet also: Nein."

Das klingt überraschend, da der Deal bereits im Mai 2023 offiziell bekannt gegeben wurde. Neweys Worte implizieren, dass Aston Martin zum Zeitpunkt der Unterschrift nicht in vollem Umfang wusste, worauf man sich einließ - obwohl Teammitglieder betonen, dass die Situation nuancierter ist und mehrere Führungswechsel bei Aston Martin eine Rolle gespielt haben.

Was steckt hinter dem von Honda erwähnten "Missverständnis"?

HRC-Präsident Koji Watanabe erklärt dazu in Suzuka, dass die Situation teilweise auf etwas zurückzuführen sei, das er als "ein Missverständnis" bezeichnet.

"Ja, im Grunde denke ich, dass es ein Missverständnis ist. Unsere Firmenpolitik sieht vor, die Ingenieure der Motorsport-Projekte regelmäßig in die Massenproduktion oder zu fortschrittlicheren Technologien wie Jets, eVTOL, Wasserstofftechnologie oder Ähnlichem rotieren zu lassen. Das ist ein Teil der Erklärung; wir haben diese Rotation von Anfang an beibehalten", erklärt er.

"Wie ich zudem bereits sagte, hat der Wiederaufbau der Organisation etwas Zeit in Anspruch genommen. Das war wohl seine Sorge, denke ich, aber mittlerweile verfügen wir über eine ausreichende Organisation und die nötigen Talente."

Watanabes Worte bedürfen einer gewissen Erläuterung. Ein Teil des Missverständnisses besteht darin, dass die Erwartungen der Außenwelt zu hoch waren. Diese Erwartungen basierten noch immer auf den Erfolgen mit Red Bull und Max Verstappen, doch die Realität bei Honda hatte sich seither deutlich verändert.

"Wir haben die Formel-1-Aktivitäten Ende 2021 eingestellt und erst 2023 die Rückkehr angekündigt. Es gab also einen Zeitraum, in dem unsere Formel-1-Aktivitäten sehr begrenzt waren", gibt Watanabe zu. "Es hat auch für uns eine gewisse Zeit gedauert, die Organisation für den Neustart der Formel-1-Entwicklung wieder aufzubauen."

In der Zwischenzeit wurden viele Mitarbeiter anderen Abteilungen innerhalb des Gesamtkonzerns zugewiesen. Dies betraf vor allem die Massenproduktion von Straßenautos, aber auch Motorräder, Rennmotorräder, wiederverwendbare Raketen und sogar Solarpanels - worauf Newey in Melbourne scherzhaft anspielte.

" data-widget="video">

Aus verschiedenen Gründen, unter anderem persönlichen, kehrten viele Mitglieder des ursprünglichen Formel-1-Teams danach nicht mehr zum Projekt zurück.

Das bedeutet, dass das Team heute eine deutlich andere Zusammensetzung hat und ihm die Formel-1-Erfahrung aus den Red-Bull-Jahren fehlt. Eine zweite Folge ist, dass der Wiederaufbau des Projekts mehr Zeit in Anspruch genommen hat, als Honda ursprünglich erwartet hatte.

Letzteres konnte Aston Martin logischerweise nicht wissen, als der Vertrag 2023 unterzeichnet wurde, und genau dies ist Teil des "Missverständnisses", auf das sich Watanabe in Suzuka bezieht.

Vibrationen auf dem F1-Prüfstand von Honda nicht vollständig sichtbar

Dennoch betont der Präsident der Honda Racing Corporation, dass die Zusammenarbeit zwischen Aston Martin und Honda nach einer schwierigen Aufbauphase nun voll angelaufen ist.

"Die Beziehung zwischen Aston Martin und Honda ist sehr gut. Auf der Ebene des eigentlichen Entwicklungsteams arbeiten beispielsweise [Tetsushi] Kakuda als Projektleiter der Antriebseinheit auf Honda-Seite und Enrico Cardile auf der Seite von Aston Martin eng zusammen."

"Auch ich selbst und Herr Stroll sowie Adrian Newey und ich haben ein sehr gutes Verhältnis, daher mache ich mir in dieser Hinsicht keine Sorgen", so der Japaner.

Gleichwohl bleibt viel zu tun - sowohl bei der Zuverlässigkeit als auch bei der reinen Performance für 2026 und 2027. Abgesehen vom menschlichen Aspekt wurde die aktuelle Situation auch dadurch beeinflusst, dass nicht alle Probleme von Honda in den Simulationen vor der Saison sichtbar waren.

"Der schwierigste Punkt ist, dass wir mit der Entwicklung etwas später als die anderen begonnen haben. Zudem liegen die Vibrationen bei den Tests auf dem Prüfstand auf einem akzeptablen Niveau, aber sobald wir die Einheit in das tatsächliche Chassis integrieren, werden diese Vibrationen viel stärker als auf dem Prüfstand", so Watanabe.

"Natürlich kann die PU das Problem nicht alleine lösen. Wir arbeiten sehr eng mit Aston Martin zusammen, um das Problem zu beheben - nicht nur an der Antriebseinheit, sondern gemeinsam mit dem Chassis."

Vorheriger Artikel Aufbruchstimmung bei Cadillac: "Zum ersten Mal überhaupt keine Probleme!"
Nächster Artikel McLaren überzeugt: China-Defekte werden in Japan nicht auftreten

Aktuelle News