"Mister Sotschi" Valtteri Bottas: "Nicht meine Lieblingsstrecke"

Trotz aller Erfolge in Sotschi ist die russische Strecke nicht der Lieblingskurs von Valtteri Bottas - Trotzdem wird er die Strecke 2023 vermissen

"Mister Sotschi" Valtteri Bottas: "Nicht meine Lieblingsstrecke"

Valtteri Bottas gilt in gewisser Weise als Sotschi-Spezialist. Der Finne feierte seinen ersten und bislang letzten Formel-1-Sieg auf der russischen Strecke und landete in sieben Jahren nur einmal nicht unter den Top 4. Die erfolgreichste Strecke ist Sotschi für Bottas damit auf jeden Fall, doch seine Lieblingsstrecke ist sie deswegen trotzdem nicht.

"Ich mag sie, aber ich würde nicht sagen, dass es mein Favorit ist", sagt er - das ist nämlich Suzuka. "Aber es ist eine Strecke, zu der ich gerne komme, weil ich normalerweise ziemlich gute Erfolge hatte. Es gab einige Siege, einige Podestplätze und natürlich mein erster Sieg. Das ist eine besondere Erinnerung, die noch mehr Positivität mitbringt."

Für das anstehende Wochenende verspricht das einiges, denn Mercedes geht als klarer Favorit an den Start. Die Silberpfeile haben bislang jedes Rennen am Schwarzen Meer für sich entschieden, zudem wird Hauptkonkurrent Max Verstappen nach der Monza-Kollision strafversetzt werden und von einer Motorenstrafe bedroht.

Gute Chancen am Wochenende

"Auf dem Papier sieht die Strecke für uns nicht so schlecht aus", sagt Bottas. "Wir waren auf schnellen Strecken wie Monza ziemlich konkurrenzfähig. Das ist vielversprechend, allerdings reden wir nicht von großen Abständen und großen Performance-Schwüngen. Vor allem gegen Red Bull wird es sehr eng werden."

 

Doch angesichts der Ausgangslage von Verstappen weiß er um die Chance, die Mercedes hat: "Es ist eine großartige Möglichkeit, die Punkte zu maximieren. Wir sind hier, um das Rennen zu gewinnen."

Für Bottas könnte es die letzte Chance sein, einen dritten Sieg in Sotschi folgen zu lassen. Denn dass Alfa Romeo 2022 siegfähig sein wird, gilt als unwahrscheinlich. Danach wechselt der Große Preis von Russland auf den Igora Drive nahe St. Petersburg.

"Heimrennen" in St. Petersburg

Sotschi wird Bottas dann auf jeden Fall vermissen, wie er sagt - nicht nur aufgrund der Ergebnisse und Erinnerungen. "Es war auch schön zu sehen, wie sich die russische Kultur mit jedem Jahr entwickelt hat. Es gab immer tolle Unterstützung, die mehr und mehr wurde", so der Finne.

"Aber ich habe auch keinen Zweifel, dass St. Petersburg eine tolle Location für ein Rennen sein wird. Ich bin mir sicher, dass uns die russischen Fans auch dorthin folgen werden", sagt er. Zudem könnte man das Rennen dann fast als Heim-Grand-Prix betrachten, weil die finnische Grenze nur rund zwei Autostunden - oder 120 Kilometer - entfernt ist.

"Na ja, es ist trotzdem ein ganzes Stück bis nach Finnland", sagt Bottas, dessen Heimatstadt Nastola noch einmal doppelt so weit entfernt ist. "Ich würde aber sagen, man braucht rund drei Stunden von meiner Heimat, von daher bin ich sicher, dass viele Finnen da sein werden. Das sollte toll werden."

Zum Vergleich: Nach Sotschi würde die Anreise über mehr als 2.600 Kilometer wohl rund zehnmal so lange dauern.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Sebastian Vettel: Warum er noch nicht zurückgetreten ist

Vorheriger Artikel

Sebastian Vettel: Warum er noch nicht zurückgetreten ist

Nächster Artikel

Noch kein Sotschi-Sieg, aber: "Große Hoffnungen" bei Red Bull

Noch kein Sotschi-Sieg, aber: "Große Hoffnungen" bei Red Bull
Kommentare laden