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Mode-Sünde von früher? Was Hamilton an einem Bürostreich missfiel

Ein Streich im Mercedes Werk sorgte für Lacher und Ärger - George Russell verrät warum Lewis Hamilton genervt reagierte - Es ging um den Modegeschmack

Bürostreich bei Mercedes: Warum Hamilton ein Foto mit Russell missfiel

George Russell und Lewis Hamilton: Ein Foto sorgte für Lacher und Frust

Foto: James Sutton / Motorsport Images via Getty Images

George Russell kam einst als großer Bewunderer von Lewis Hamilton zu Mercedes. In einem neuen Video auf dem YouTube-Kanal des Teams, das anlässlich seines 150. Formel-1-Rennens veröffentlicht wurde, gibt der Brite nun Einblicke, wie sich die Beziehung der beiden entwickelte - und erzählt von einem Streich, bei dem ein Ingenieur das Büro in Brackley mit einem ganz besonderen Foto tapezierte.

"Evan, einer unserer Ingenieure, hatte ein Foto von Lewis und mir ausgedruckt, auf dem ich etwa zehn Jahre alt war", verrät Russell. Doch es blieb nicht bei einem Abzug: "Er hat es im ganzen Büro verteilt. Er hat 30 Stück davon ausgedruckt."

Während Russell den Scherz humorvoll nahm, war die Begeisterung beim siebenmaligen Weltmeister offenbar gedämpft. "Ich glaube, Lewis hat sich mehr darüber geärgert als ich. Ich fand es toll", schmunzelt Russell. Der Grund für Hamiltons Unmut könnte ästhetischer Natur gewesen sein: "Das war noch vor Lewis' heutigem Modegeschmack. Und ich glaube, das hat ihm nicht so gut gefallen."

Russell setzte sich gegen Hamilton durch

Als Russell zu den Silberpfeilen stieß, war Hamilton die klare Messlatte. Doch gegen Ende der Ground-Effect-Ära in der Saison 2024 hatte sich das Blatt gewendet: Russell schlug Hamilton in der Endabrechnung um 22 Punkte.

Trotz der Rivalität auf der Strecke lobte Hamilton die Zusammenarbeit. "Ich würde nicht sagen, dass es schwierig war [Russells Teamkollege zu sein]; es war angenehm", sagte Hamilton bereits im Juli 2022. "Wir haben unglaublich gut zusammengearbeitet."

"George war super positiv und hatte einen positiven Einfluss auf das Arbeitsumfeld", so der heutige Ferrari-Pilot weiter. "Es war generell ein echtes Vergnügen, mit ihm zu arbeiten, und es war toll, seinen Erfolg zu sehen. Er hat einen super Job gemacht, wichtige Punkte für das Team geholt und er wird sich noch lange weiter verbessern."

Sachir 2020 als Schlüsselmoment

Schon damals traute Hamilton seinem jüngeren Landsmann den WM-Titel zu - eine Einschätzung, die Russell mittlerweile teilt. "Man glaubt immer an sich selbst als Fahrer, aber man weiß es nie genau, bis man die Chance bekommt", erklärt Russell im Video und stellt sich die Fragen, die ihn damals beschäftigten: "Kann ich ein Rennen gewinnen? Kann ich um eine Meisterschaft kämpfen?"

Die Antwort lieferte für ihn der Sachir-Grand-Prix 2020, als er kurzfristig für den an COVID-19 erkrankten Hamilton einsprang. "Für mich war das der Moment: Ich weiß, dass ich das jetzt kann, und wenn ich das Material habe, weiß ich, dass ich meine Chancen nutzen werde."

Das Rennen endete damals tragisch mit einem neunten Platz, nachdem ein verpatzter Boxenstopp und ein Reifenschaden den sicheren Sieg vereitelten. "Das war so schmerzhaft für mich", gesteht Russell. "Aber mein Leben ist heute nicht anders, egal ob wir das Rennen gewonnen hätten oder nicht."

Mit dem neuen Reglement für die Saison 2026 hofft Russell nun, dass sich die Gerüchte über den starken Mercedes-Antrieb bewahrheiten und er erneut die Chance bekommt, ganz vorne anzugreifen.

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