Montoya: Tracklimits-Frust stachelt Red Bull nur noch mehr an

Formel-1-Veteran Montoya bezeichnet die jüngsten Tracklimits-Entscheidungen der Formel 1 als "zu kontrovers" - Sie sollten das Duell Red Bull-Mercedes nicht trüben

Montoya: Tracklimits-Frust stachelt Red Bull nur noch mehr an

In Portugal verlor Max Verstappen nicht nur seine schnellste Runde im Qualifying wegen der Tracklimits, sondern auch seine schnellste Rennrunde und den damit verbundenen Bonuspunkt auf seinem WM-Konto. Ex-Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya äußert sich nun kritisch zum Vorgehen der Rennleitung.

"Ich würde sagen, es war ein bisschen zu kontrovers mit den Tracklimits", urteilt er im exklusiven Gespräch mit 'Motorsport.TV Live'. "Ich weiß, dass sie versuchen, die Strecken mit Auslaufzonen und allem anderen sicherer zu machen, aber es ist so schwer zu kontrollieren und zu verstehen, warum es mal richtig und mal falsch ist."

Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko hatte nach dem Grand Prix von Portugal gefordert, dass die Formel 1 ihre Herangehensweise im Umgang mit Tracklimits ändern müsse. Montoya meint: "Wenn es eine Ermessensentscheidung ist, ist es sehr schwierig. Ich beneide die Stewards nicht darum, damit umgehen zu müssen."

Der Kolumbianer glaubt jedoch, dass die Frustration von Red Bull über die Tracklimit-Strafen das Team nur noch entschlossener macht, Mercedes zu schlagen: "Ich bin aufgeregt, weil ich denke, dass es einfach den Wutpegel bei Red Bull erhöht."

"Sie wollen Mercedes wirklich unbedingt schlagen, und das macht es einfach cool zuzusehen. Marko ist kein Typ mit viel Geduld und ich denke, Max ist es auch nicht, also wenn sie eine Chance bekommen, werden sie es tun", ist Montoya überzeugt und freut sich auf den Titelkampf zwischen zwei verschiedenen Teams.

"Ich denke, das hat der Formel 1 in den vergangenen Jahren ein wenig gefehlt. Die beiden Teams, Red Bull und Mercedes, so gegeneinander antreten zu sehen, macht eine Menge Spaß." Doch Montoya ist sich bewusst, dass Hamilton für Verstappen ein schwer zu schlagender Gegner bleibt, nicht nur wegen seiner Fähigkeiten.

"In Imola machte Hamilton einen großen Fehler und kam von der Strecke ab. Und er hatte das Glück, dass sie das Rennen mit der roten Flagge abbrachen. Er kam in die richtige Position, nutzte diese Chance und wurde Zweiter. Wie kann man also Lewis schlagen, wenn er so viel Glück und Talent hat? Es ist sehr schwierig."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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