Motorsport Live erklärt: Wie Le Castellet das Verkehrsproblem gelöst hat

geteilte inhalte
kommentare
Motorsport Live erklärt: Wie Le Castellet das Verkehrsproblem gelöst hat
21.04.2019, 09:26

Damit der Frankreich-Grand-Prix 2019 in Le Castellet nicht im Chaos endet, haben sich die Veranstalter intensiv mit dem bisherigen Verkehrsproblem beschäftigt

Vergangenes Jahr kehrte der Frankreich-Grand-Prix in den Formel-1-Kalender zurück - nach Le Castellet, auf eine überaus malerisch gelegene Rennstrecke. Der Grand Prix erwies sich aus dem Stand heraus als beliebte Destination für Fans. Doch es gab auch Probleme: An- und Abreise erwiesen sich als schwierig für die vielen Zuschauer, was für neue Grand-Prix-Standorte aber keine Seltenheit ist. Auch Österreich hatte bei seinem Formel-1-Comeback damit zu kämpfen.

Vor dem Frankreich-Grand-Prix 2019 hat Motorsport Live die Änderungen der Promoter unter die Lupe genommen und erklärt, was die Veranstalter unternommen haben, damit sich das Verkehrsproblem nicht wiederholt.

Unmittelbar nach dem Rennen 2018 haben sich die Promoter der Aufgabe verschrieben, den Fans einen besseren Zugang zur Strecke zu ermöglichen. Dazu wurde eine Zusammenarbeit mit CITEC gestartet. Bei CITEC handelt es sich um das Unternehmen, das hinter erfolgreichen Bewerbungen für den Ryder-Cup, die Fußball-Europameisterschaft und die -Weltmeisterschaft steckt. Gemeinsam will man die notwendigen Änderungen für den Ablauf des Frankreich-Grand-Prix umsetzen.

Der neue Verkehrsplan

Das Ergebnis ist eine komplette Neuausrichtung der Verkehrsplanung für 2019. Die vielen tausend Fans, die einen Rennbesuch in Le Castellet anstreben, werden eine deutlich bessere Erfahrung machen als im vergangenen Jahr. Dazu zählen zusätzliche und vergrößerte Parkplätze sowie eine spezielle Verkehrsführung für Park-and-Ride-Nutzer. Auch die Organisation der Parkplätze wurde optimiert.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton beim Frankreich-Grand-Prix 2018 in der Boxengasse

Foto: Motorsport Images

Von nahegelegenen Städten und Sehenswürdigkeiten werden künftig zudem kostenlose Shuttlebusse angeboten. Wer also das hervorragende Wetter in Südfrankreich genießen und vor Ort zelten will, hat damit die perfekte Lösung, um an die Strecke zu gelangen.

Apropos Zelten: 2019 gibt es zusätzliche Zeltplätze in unmittelbarer Nähe zur Rennstrecke. Diese öffnen schon früher in der Woche, damit gerade Wohnmobil- und Wohnwagen-Nutzer problemlos anreisen können. So soll verhindert werden, dass sich - wie 2018 - am Donnerstag und am Freitag vor dem Rennen lange Schlangen bilden und Zufahrtswege blockiert werden.

Doppelt so viele Shuttleautos wie 2018

Wer den ausgebauten Shuttleservice nutzen will, kann zum Beispiel im Küstenort La Ciotat zusteigen. Die Fahrzeit zur Rennstrecke beträgt von dort nur 45 Minuten. Tickets können hier gebucht werden.

Von weiteren Städten sowie Ressorts, Bahnhöfen und Flughäfen werden ebenfalls Shuttleservices angeboten. Details dazu können hier abgerufen werden.

2019 steht die doppelte Anzahl an Shuttlefahrzeugen zur Verfügung, damit die Anreise für die Zuschauer möglichst reibungslos verlaufen kann. Gleichzeitig müssen so weniger Fans mit ihren eigenen Autos an die Strecke fahren.

Mehr Parkplätze, bessere Anfahrt

Neben dem Formel-1-Kurs entsteht noch ein Busbahnhof, in den auch eine Taxistation integriert sein wird. Für Fahrzeuge mit fünf oder sechs Personen werden außerdem spezielle Car-Sharing-Routen eingerichtet. Dafür müssen sich diese Gruppen vor ihrer Ankunft vor Ort registrieren und erhalten dann eine genaue Einweisung. Sollte das für Sie relevant sein, können Sie sich hier informieren und anmelden.

Renault

Le Castellet ist bekannt für seine bunten Farbmarkierungen in den Auslaufzonen

Foto: Motorsport Live

Wer lieber mit dem eigenen Auto an die Strecke fahren will, hat 2019 eine größere Auswahl an Parkplätzen, die bestimmten Zu- und Abfahrtswegen zugeordnet sind. Bestehende Straßen wurden um neue Wege ergänzt, damit der Verkehr möglichst gut fließen kann.

Letzteres war 2018 das Kernproblem gewesen: Fans waren aus allen Richtungen nach Le Castellet gefahren und ihre Fahrtwege hatten sich gekreuzt, sodass Straßen blockiert und Schwächen bei der Organisation offenbar wurden. Nun wird eine neue Straße nach Toulon gebaut, während zur Rennzeit teilweise auch Einbahnstraßen-Verkehr genutzt wird, um einen besseren Zugang zur Strecke zu ermöglichen.

Neue App als Fanservice

Wer sich ständig auf neuestem Stand halten und wichtige Hinweise erhalten will, der bekommt als besonderen Service eine digitale App an die Hand. Sie wird in Kürze für iPhone und Android-Endgeräte zur Verfügung stehen.

Die App bietet Informationen und Updates in Echtzeit. So sehen Sie schnell, welche Parkplätze für Ihre Anreise ideal wären und wie lange sie noch bis zum Ziel brauchen werden. Diese Angaben werden zudem auf speziellen Displays in der unmittelbaren Umgebung der Strecke zu sehen sein.

Die Veranstalter des Frankreich-Grand-Prix haben also viel getan, um die notwendigen Änderungen umzusetzen, damit Fans 2019 eine deutlich bessere Erfahrung machen als im vergangenen Jahr. Ziel ist, die Action auf der Rennstrecke die Schlagzeilen schreiben zu lassen - zumal ein französischer Heimsieg nicht unmöglich erscheint.

Um alle verfügbaren Ticketoptionen von Motorsport Live zu sehen, rufen Sie bitte diese Übersichtsseite zum Frankreich-Grand-Prix auf.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

Nico Rosberg: Hat sich Ferrari mit dem Design verzockt?

Vorheriger Artikel

Nico Rosberg: Hat sich Ferrari mit dem Design verzockt?

Nächster Artikel

Racing-Point-Technikchef singt Loblied auf Stroll: Große Zukunft

Racing-Point-Technikchef singt Loblied auf Stroll: Große Zukunft
Kommentare laden

Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Tags Motorsport Live
Hier verpasst Du keine wichtige News