Nach 22 Jahren bei Red Bull: Courtenay wird neuer Sportdirektor bei McLaren
Strategiechef Will Courtenay verlässt Red Bull früher als geplant und hat bereits zum Jahreswechsel seine Arbeit als neuer Sportdirektor bei McLaren begonnen
Will Courtenay leitete zuletzt die Strategieabteilung von Red Bull
Foto: Mark Mark
Red Bull muss den nächsten Verlust eines hochrangigen Mitarbeiters verkraften: Strategiechef Will Courtenay, der seinen Wechsel bereits in der Saison 2024 angekündigt hatte, verlässt das Team nun früher als gedacht und wird schon in dieser Saison als neuer Sportdirektor bei McLaren tätig sein.
Der Abgang des Briten kommt allerdings nicht überraschend, sondern war lange geplant. Denn anders als Jonathan Wheatley, der schon früher zu Sauber wechseln durfte, konnte Courtenay seinen Vertrag mit den Bullen zumindest im vergangenen Jahr nicht vorzeitig beenden. Dennoch erfolgt der Wechsel nun früher als geplant.
Denn eigentlich sollte der Brite den Rest seines Vertrags, der bis Mitte 2026 lief, im "Gardening Leave" verbringen. Am Sonntag gab Courtenay jedoch über sein LinkedIn-Profil bekannt, dass er die Arbeit bei McLaren inzwischen bereits aufgenommen hat.
"Nach 22 Jahren bei Red Bull Racing, davon die letzten 15 Jahre als Leiter der Rennstrategie, freue ich mich, sagen zu können, dass ich nun eine neue Herausforderung annehme und dem Formel-1-Team von McLaren Racing als Sporting Director beitrete", schreibt Courtenay.
Will Courtenay war 22 Jahre bei Red Bull tätig
Und weiter: "Ich möchte allen bei Red Bull, mit denen ich gearbeitet habe, ein riesiges Dankeschön aussprechen. Ich habe dort so viele großartige Freunde gefunden und hoffe, dass ich viele von euch weiterhin im Paddock sehen werde. Es waren unglaubliche zweieinhalb Jahrzehnte."

Gianpiero Lambiase soll mehr Verantwortung bei Red Bull bekommen
Foto: LAT Images
"Jetzt freue ich mich darauf, mich in meiner neuen Rolle und im neuen Team einzuleben und hoffentlich viele neue Freundschaften zu schließen, während ich mein Bestes gebe, um McLaren in den kommenden Jahren bei seinem jüngsten Erfolg zu unterstützen."
Courtenay setzt eine Abgangswelle bei Red Bull fort, zu der in den vergangenen zwölf Monaten auch Technik-Genie Adrian Newey, Ex-Teamchef Christian Horner, Helmut Marko und Sportdirektor Jonathan Wheatley gehörten. Die Bullen vollziehen einen Generationswechsel und planen weitere Umstrukturierungen innerhalb des Teams.
Es wird erwartet, dass Gianpiero Lambiase in der Saison 2026 höhere Aufgaben übernehmen wird, weil Red Bull vor allem interne Beförderungen plant. Allerdings ist auch bekannt, dass Williams und Aston Martin Interesse am erfolgreichen Verstappen-Ingenieur haben. Courtenay könnte also nicht der letzte Abgang gewesen sein ...
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