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Nach 90. Pole: Hamilton kann in Ungarn Schumacher-Rekord einstellen

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Nach 90. Pole: Hamilton kann in Ungarn Schumacher-Rekord einstellen
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18.07.2020, 19:19

Nur Michael Schumacher hat das bisher geschafft: Lewis Hamilton könnte in Ungarn ebenfalls zum achten Mal auf einer Strecke siegen

"Ich schere mich nicht zu sehr um Zahlen", sagt Lewis Hamilton. Doch beim Ungarn-Grand-Prix 2020 könnte der Mercedes-Fahrer zu Michael Schumacher aufschließen: "Schumi" hat in seiner aktiven Zeit insgesamt acht Mal den Frankreich-Grand-Prix in Magny-Cours gewonnen. Hamilton könnte nun seinerseits zum achten Mal auf dem Hungaroring siegen.

Den Grundstein für einen weiteren Erfolg in Ungarn hat Hamilton im Qualifying gelegt, indem er seinen Mercedes-Teamkollegen Valtteri Bottas um eine Zehntelsekunde distanzierte. Damit baute Hamilton seinen eigenen Pole-Rekord in der Formel 1 weiter aus, auf 90.

Er selbst denke aber nicht an solche Dinge, beteuert Hamilton. "Als ich in die Boxengasse kam und die 90 stehen sah, da hatte ich total vergessen, dass ich davor bei 89 gewesen war. Ich weiß nicht mal, wo der Zweite in der Liste steht", so sagt er.

Schumacher ist die Nummer zwei - bei Pole-Positions

Die Antwort ist: Schumacher steht bei 68 Pole-Positions. Ihn hat Hamilton also schon lange übertroffen, nicht aber bei der Anzahl der WM-Titel, wo Schumacher weiterhin Rekordhalter ist. Hamilton könnte in seiner Karriere allerdings noch zu Schumacher aufschließen und ihn vielleicht sogar überholen.


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0. Meiste WM-Titel

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1/11

Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

Lewis Hamilton besitzt 2020 die große Chance, seinen siebten WM-Titel einzufahren. Damit würde er mit Michael Schumacher zum erfolgreichsten Fahrer aller Zeiten aufsteigen. Genau genommen bricht er den Rekord damit nicht, sondern stellt ihn nur ein, aber was wäre eine Rekordliste ohne diesen Fakt?

1. Meiste Siege

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2/11

Foto: Zak Mauger / Motorsport Images

Auch hier ist "Schumis" Bestmarke stark in Gefahr. Der Mercedes-Pilot braucht nur sieben Siege, um die 91 Siege des Deutschen zu knacken - ein Rekord, der eigentlich für die Ewigkeit schien. Die Chancen für Hamilton stehen dabei sehr gut: In der Turboära holte er in einer Saison nie weniger als neun. Kleiner Trost für Schumacher-Fans: Rechnet man seine zweite Karriere bei Mercedes weg, benötigte er für die 91 Siege nur 248 Grands Prix. Hamilton geht schon mit 250 Rennstarts in die neue Formel-1-Saison. Das zeigt, wie dominant "Schumi" im Vergleich zum ebenfalls dominierenden Hamilton war ...

2. Meiste Podestplätze

2. Meiste Podestplätze
3/11

Foto: Glenn Dunbar / Motorsport Images

Von diesem Rekord kann sich Schumacher wohl schon einmal verabschieden. 155 Mal stand er in seiner Formel-1-Karriere auf dem Podest, Hamilton steht bei 151. Es dürfte einem Wunder gleichkommen, sollte es der Brite 2020 nicht mindestens viermal unter die besten Drei schaffen.

3. Meiste Grand Slams

3. Meiste Grand Slams
4/11

Foto: David Phipps

Pole-Position, Sieg, schnellste Rennrunde und jede Runde geführt - das perfekte Wochenende hat Lewis Hamilton in seiner Formel-1-Zeit schon sechsmal geschafft. Ein anderer Brite ist ihm dabei aber noch voraus: Jim Clark gelang das stolze achtmal - und zwar in lediglich 72 Grands Prix.

4. Jüngster Weltmeister

4. Jüngster Weltmeister
5/11

Foto: Zak Mauger / Motorsport Images

Eine Chance haben Max Verstappen und Charles Leclerc noch, um Sebastian Vettel vom Thron zu stoßen, der 2010 im Alter von 23 Jahren und 134 Tagen der jüngste Formel-1-Weltmeister aller Zeiten wurde. Aktuell sind beide 22 Jahre alt - und holen sie 2020 nicht den Titel, ist dieser Rekord auf jeden Fall futsch.

5. Meiste Grand-Prix-Teilnahmen

5. Meiste Grand-Prix-Teilnahmen
6/11

Foto: Andrew Hone / Motorsport Images

Zwischen 1993 und 2011 nahm Rubens Barrichello offiziell an 322 Grands Prix teil, doch der Senior wird 2020 ein anderer. Sollte Kimi Räikkönen nicht spontan seine Karriere beenden, wird er die zehn fehlenden Rennstarts absolvieren und die Bestmarke nach oben schrauben. 2001 fuhr er sein erstes F1-Rennen.

6. Meiste Rennen in den Punkten

6. Meiste Rennen in den Punkten
7/11

Foto: Charles Coates / Motorsport Images

Auch diese Bestmarke könnte der "Iceman" theoretisch holen. Achtmal muss er in die Top 10 fahren, um Michael Schumachers Wert von 221 Punkteankünften einzuholen. Wahrscheinlicher ist aber, dass ein anderer den Rekord nach 2020 inne hat: Lewis Hamilton liegt derzeit nämlich mit Räikkönen gleichauf.

7. Meiste Zielankünfte

7. Meiste Zielankünfte
8/11

Foto: Steven Tee / Motorsport Images

Ja, es gibt einen Rekord, den Fernando Alonso hält - aber nicht mehr für lange. 254 Mal kam der Spanier in seiner Karriere ins Ziel, so oft wie kein anderer Pilot. Doch Kimi Räikkönen (251) wird in dieser Kategorie vorbeiziehen - außer Alfa Romeo ist so unzuverlässig, dass der Finne 19 Mal ausscheidet.

8. Pole-Positions bei einem Rennen

8. Pole-Positions bei einem Rennen
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Foto: Sutton Images

Sollte Lewis Hamilton beim Auftakt in Australien seine siebte Pole in Folge in Melbourne holen, hätte er damit bereits neun im Albert Park gesammelt - das wäre eine mehr als Michael Schumacher in Suzuka. Kurios: Trotz seiner bisher acht Poles gewann Hamilton in Australien nur zweimal.

9. Podestplätze ohne Sieg

9. Podestplätze ohne Sieg
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Foto: LAT Images

Nick Heidfeld stand in seiner Formel-1-Karriere 13-mal auf dem Podium - aber nie auf der obersten Stufe. Theoretisch haben mehrere Fahrer die Chance, ihm diesen zweifelhaften Rekord abzunehmen. Ganz oben stehen Romain Grosjean und Sergio Perez mit aktuell 10 beziehungsweise 8 Podestplätzen ohne Sieg.

10. Meiste Konstrukteurstitel in Folge

10. Meiste Konstrukteurstitel in Folge
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Foto: LAT Images

Sechsmal hat Mercedes jetzt alle Titel abgeräumt, ein siebter Konstrukteurs-Titel wäre Rekord. 2004 holte Ferrari seine sechste Meisterschaft in Folge, seitdem kamen aber nur noch zwei weitere dazu. Ein siebter Fahrertitel wäre für einen Motoren-Hersteller ebenfalls Bestmarke. Man würde zu Ford aufschließen, deren Antriebe von 1968 bis 1974 immer den Weltmeister stellten: Dreimal Jackie Stewart, zweimal Emerson Fittipaldi und je einmal Graham Hill und Jochen Rindt.

Dergleichen stehe für ihn aber nicht im Vordergrund, meint Hamilton. Er schwärmt: "Ich lebe meinen Traum, seitdem ich in der Formel 1 fahre." An einem Tag wie heute scheine das "nicht real" zu sein.

"Ich erinnere mich aber ständig daran, dass ich jedes einzelne Wochenende voll da sein muss. Ich kann nicht einfach nur daherkommen, die Zahlen steigen nicht von alleine. Ich muss meine Hausaufgaben machen, die Ingenieure antreiben [...], sonst holt [Valtteri Bottas] mich ein. Es braucht einhundert Prozent, um Valtteri zu schlagen. Das ist unglaublich."

Fährt der Mercedes W11 "wie auf Schienen"?

Im Ungarn-Qualifying ist es Hamilton wieder einmal gelungen, das teaminterne Duell bei Mercedes für sich zu entscheiden, mit einer dominanten Vorstellung über eine fliegende Runde. Sein W11-Mercedes aber "fährt definitiv nicht wie auf Schienen", sagt Hamilton. "Es sieht im Vergleich zu anderen sicher so aus. Und viel fehlt nicht."

Selbst wenn er nahe an der Perfektion operiere, es gäbe "keine Garantien" im Rennen, nur weil er von der Pole-Position aus losfahre. "Die Anfahrt zur ersten Kurve ist lang", sagt Hamilton. "Ich muss morgen den Start hinkriegen. Und dann folgt ein langes Rennen."

Das wechselhafte Wetter mache die Grand-Prix-Planung zusätzlich schwierig. "Ich konzentriere mich aber voll und ganz darauf, einen Doppelsieg für das Team zu erzielen", meint Hamilton. "Ungarn war schon immer ein gutes Jagdrevier für mich. Qualifying ist hier aber nicht alles, das weiß ich."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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