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Nach Albons Unfall: PETA fordert Maßnahmen in Montreal

Nach dem Zwischenfall im Training von Montreal appelliert PETA an die Verantwortlichen, den Schutz der heimischen Tierwelt zu verbessern

Nach Albons Unfall: PETA fordert Maßnahmen in Montreal

"Wildlife" am Circuit Gilles-Villeneuve in Montreal

Foto: LAT Images

Die Tierrechtsorganisation PETA hat die Veranstalter des Großen Preises von Kanada aufgefordert, den Schutz von Wildtieren an der Rennstrecke zu verstärken. Hintergrund ist ein Zwischenfall im einzigen Freien Training am Freitag, bei dem Alex Albon nach einer Kollision mit einem Murmeltier ausschied.

Der Williams-Pilot war rund sieben Minuten vor Ende der Session auf der Strecke unterwegs, als das Tier vor sein Auto lief. Durch den Aufprall wurde die rechte Fahrzeugseite beschädigt, was Albons Training vorzeitig beendete.

PETA erklärte, der Vorfall zeige, dass nicht nur Menschenleben auf dem Spiel stehen. "Alex Albons Entscheidung, auf dieses Tier auszuweichen, macht ihn in unserem Buch zum Gewinner", sagte PETA-Gründerin Ingrid Newkirk gegenüber Motorsport.com.

Gleichzeitig appellierte die Organisation an die Verantwortlichen der Rennstrecke, Maßnahmen zum Schutz der heimischen Tierwelt zu ergreifen. "Das Zeigen von Rücksicht und Mitgefühl sollte die Messlatte für alle Menschen sein, und genau das hat der Fahrer auf dem PETA-Podium getan."

Tierrechtsorganisation sieht Handlungsbedarf

Newkirk betonte zudem, dass Tiere die Gefahren von Rennstrecken nicht einschätzen könnten: "Andere Arten verstehen Rennstrecken oder schnell fahrende Autos nicht. Sie versuchen lediglich, ihrem Leben nachzugehen. PETA hofft, dass dieser Vorfall die Organisatoren dazu veranlasst, stärkere Abschreckungsmaßnahmen einzuführen, um die Tiere zu schützen, die diese Umgebung ihr Zuhause nennen."

Williams-Teamchef James Vowles schilderte nach der Session Albons Reaktion auf den Vorfall. "Ich meine, sein erster Kommentar war, weil er so schnell war, dass er auf dem Bildschirm nicht gesehen habe, was passiert sei. In diesen Sprint-Sessions, in denen man nur 60 Minuten Zeit hat, ist es natürlich frustrierend, wenn man die Hälfte davon verliert", erklärte Vowles.

Mit Blick auf den entstandenen Schaden fügte der Teamchef scherzhaft hinzu: "Zurück in der Garage hat er bereut, wie viel das kosten wird. Ich vermute, er wird dafür bezahlen müssen, indem er eine Familie von Murmeltieren adoptiert, denn letztlich ist das die Konsequenz daraus."

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