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Nach Alonso-Ausnahme: Ferrari will Sainz beim Young-Driver-Test

Weil Fernando Alonso eine Ausnahme von der FIA bekommen hat, möchte Carlos Sainz in Abu Dhabi ebenfalls testen: "Mein Vertrag ermöglicht das"

Nach Alonso-Ausnahme: Ferrari will Sainz beim Young-Driver-Test

Dass Fernando Alonso den Young-Driver-Test für Renault bestreiten darf, hat Tür und Tor für weitere Ausnahmen geöffnet. Da jetzt auch Fahrer eingesetzt werden dürfen, die 2020 kein Rennen bestritten haben, kommen auch alte Haudegen wie Robert Kubica (Alfa Romeo) oder Sebastien Buemi (Red Bull) zum Zug, die nicht die Voraussetzungen eines Young-Drivers erfüllen.

Auch andere Fahrer sehen nun ihre Chance gekommen und drängen darauf, auch am Test in Abu Dhabi teilnehmen zu dürfen. Carlos Sainz etwa würde vor seinem Wechsel zu Ferrari gerne den aktuellen Boliden testen dürfen - ähnlich wie es Alonso auch darf. "Ich sehe nicht, warum die FIA die Tür nicht noch für weitere Fahrer öffnen sollte", sagt er.

Allerdings würde das den Sinn der Testtage noch weiter konterkarieren. Der Testtag ist für Rookies gedacht, die sonst keine Möglichkeit zum Testen haben. Erfahrene Piloten nehmen ihnen so die Chance weg. Renault gibt zwar auch dem Chinesen Guanyu Zhou eine Möglichkeit, über das Cockpit von Alonso hätten sich aber auch Christian Lundgaard oder Oscar Piastri gefreut.

Bei Ferrari würde Sainz aber niemandem den Platz wegnehmen, betont der Spanier: "Ich glaube, dass Callum [Ilott], Mick [Schumacher] und Robert Schwarzman trotzdem testen werden. Wenn ich in einen Ferrari steige, würde ich ihnen den Test nicht verwehren", sagt er. "Ferrari promotet seine Nachwuchsfahrer derzeit am meisten von allen. Ich sehe daher nicht, wieso ich nicht testen sollte."

Kritik hatte es aber an anderer Stelle von McLaren und Racing Point gegeben. Sie hatten den Test bereits im Vorfeld abgesagt, weil sie keine Nachwuchspiloten besitzen, denen sie Einsatzzeit geben könnten. Nun müssen sie zuschauen, wie vielleicht andere Fahrer sich schon vorbereiten, obwohl auch sie mit Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel neue Piloten bekommen.

 

Trotzdem werden Sainz und Ferrari auf jeden Fall versuchen, eine Teilnahme an den Testfahrten zu erwirken. "Ich bin sehr gewillt, in Abu Dhabi dabei zu sein. Mein Vertrag ermöglicht mir das", so der Spanier.

Dessen Nachfolger bei McLaren sieht die Sachlage pragmatisch: "Ich hätte ohnehin nicht teilgenommen. Bei mir gilt es erst ab 2021, von daher fühle ich nicht, dass ich etwas verpasse, weil ich es ohnehin nicht erwartet habe", sagt Ricciardo.

Eine kleine Spitze in Richtung Fernando Alonso kann sich der Australier aber nicht verkneifen: "Fernando hat sich natürlich viel an Gesundheit und Fitness behalten. Er sieht gut in Form und ziemlich jung aus", lacht er. "Für das bloße Auge geht er sicherlich als Young-Driver durch."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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