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Nach Audi-Nullnummer in Miami: Kritische Stimmen nehmen zu

Audi wartet seit mittlerweile zwei Monaten auf einen Punktgewinn - Nach Miami steht neben der sportlichen Leistung auch die Kommunikation in der Kritik

Nach Audi-Nullnummer in Miami: Kritische Stimmen nehmen zu

Zuletzt in Miami jagte ein Defekt bei Audi den nächsten

Foto: LAT Images

Der "Welpenschutz" für Audi ist offenbar vorbei. Nachdem die Marke mit den vier Ringen zu Beginn des Formel-1-Jahres 2026 noch viele positive Schlagzeilen geschrieben hat, scheint die Stimmung langsam zu kippen. Auch Experte Ralf Schumacher hat sich nach dem jüngsten Auftritt in Miami kritisch geäußert.

Im Podcast Backstage Boxengasse von Sky sagt er über Audi, es sei "nicht gut, was die da machen im Moment". Hintergrund ist unter anderem, dass der Rennstall am Miami-Wochenende in Sprint und Rennen zusammen lediglich ein Auto in die Wertung brachte.

Beim Sprint am Samstag konnte Nico Hülkenberg mit einem Defekt gar nicht erst starten, während Teamkollege Gabriel Bortoleto später disqualifiziert wurde. Am Sonntag brachte es Hülkenberg ebenfalls nur auf sieben Runden und schied anschließend aus.

Das einzige Ergebnis lieferte damit Bortoleto, der im Rennen mit einer Runde Rückstand Zwölfter wurde, nachdem bei ihm zuvor im Qualifying noch ein weiteres Problem aufgetreten war. "Das hat mit Vorsprung durch Technik mal gar nichts zu tun", unkt Schumacher.

Auch Experte Timo Glock kritisierte im Rahmen der Sky-Übertragung am Miami-Wochenende: "Das kann man sich natürlich nicht erlauben. Klar, das ist das erste Jahr, darf man auch nicht vergessen. Aber trotzdem: Man muss diese Fehlerquote deutlich minimieren."

Schumacher: "Offen und ehrlich" mit Problemen umgehen

"Ich glaube, man hat Nico Hülkenberg, zumindest von außen, angesehen, dass er genervt war an dem Wochenende", hat Schumacher derweil beobachtet - und Verständnis dafür. Denn es könne nicht sein, "dass ständig irgendwas schiebt oder kratzt oder brennt oder ausfällt oder was nicht funktioniert."

In der Weltmeisterschaft ist Audi nach der dritten Nullnummer in Folge auf den neunten WM-Platz und damit hinter Williams zurückgefallen. Seit dem neunten Platz von Bortoleto beim Saisonauftakt in Melbourne gab es für das Team keine Punkte mehr. Das ist mittlerweile zwei Monate her.

Schumacher stört sich dabei auch nicht nur an den Defekten selbst. "Auch die Kommunikation ist einfach eine Katastrophe", kritisiert er und betont, dass Audi grundsätzlich "ein sympathisches Team" sei. Allerdings mache man um Probleme zu oft ein großes Geheimnis.

"Ich weiß nicht, wo das Selbstbewusstsein von Audi daherkommt, dass man da so schlecht kommuniziert", wundert sich Schumacher, der betont: "Da ist immer Erklärungsbedarf, wenn man etwas aufbaut und wenn es nicht funktioniert."

Der richtige Ansatz wäre es seiner Meinung nach, "offen und ehrlich" damit umzugehen. "Dann ist das auch gleich sympathisch", betont er. Doch bei Audi sei häufig genau das Gegenteil der Fall.

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