Nach Austin-Pleite: Alpine-Direktor erhöht Druck im Kampf um Platz fünf

Nach einem verkorksten Wochenende in Austin fordert Alpine-Direktor Marcin Budkowski eine bessere Arbeit seines Teams - WM-Platz fünf steht auf der Kippe

Nach Austin-Pleite: Alpine-Direktor erhöht Druck im Kampf um Platz fünf

Nach dem punktelosen Wochenende des Alpine-Teams in Austin hat Exekutivdirektor Marcin Budkowski den Druck auf seinen Rennstall erhöht, um in der Schlussphase der Saison den fünften Platz in der Konstrukteurswertung zu verteidigen.

"Es war ein durchwachsenes Wochenende insgesamt", sagt Budkowski der englischsprachigen Globalausgabe von 'Motorsport.com'. Am liebsten würde der Pole die Tage in Texas ganz schnell aus dem Gedächtnis streichen. "Was unsere Performance betrifft, waren wir nicht so gut wie sonst. Und dann ist auch noch alles schiefgelaufen, was schieflaufen kann", sagt er.

Esteban Ocon und Fernando Alonso mussten beide das Rennen wegen technischer Probleme vorzeitig aufgeben. Der Spanier wurde zudem durch eine Strafversetzung aufgrund seines Motorenwechsels beeinträchtigt. "Wir waren mit dem Wochenende nicht zufrieden und wir müssen es besser hinkriegen, wenn wir weiterhin um Platz fünf in der Konstrukteurs-WM kämpfen wollen", stellt Budkowski klar.

Doppelausfall in Austin kam überraschend

Derzeit liegt Alpine mit 104 Punkten noch auf diesem fünften Platz, der Vorsprung auf AlphaTauri ist allerdings auf zehn Punkte geschrumpft. Dabei hatten die Franzosen noch Glück, dass das Juniorteam von Red Bull in Austin selbst unter den Möglichkeiten blieb.

Der Doppelausfall in Austin hat das Team laut Budkowski unerwartet getroffen. "Bei Fernando war es ein Flügelschaden", erklärt er: "Bei Esteban haben wir ein Problem am Heck des Autos festgestellt. Aufgrund unserer Position im Rennen zu dieser Zeit, haben wir entschieden, kein Risiko einzugehen und das Auto abzustellen."

Alonso fiel während des Rennens vor allem durch seine Zweikämpfe mit den beiden Alfa Romeos auf. Für Budkowski wurde das Thema insgesamt zu sehr aufgebauscht. "Es war normales Racing. Meiner Meinung nach wurde den Tracklimits unnötig viel Aufmerksamkeit geschenkt", sagt er.

Flügelschaden kostete Alonso mögliche Punkte

Die Vorfälle zeigten allerdings, "dass die beste Möglichkeit ist, eine klare Linie zu haben, um das Thema zu beenden. Und Fernando hatte nicht das Gefühl, dass es klar genug ist weshalb es zu unnötig vielen weiteren Vorfällen kam", meint Budkowski.

Trotz des bis dahin wenig erbaulichen Rennverlaufes hatte Alpine durchaus noch Hoffnung, Alonso in die Punkte zu bringen. Dafür kam der 40-Jährige in Runde 39 als letzter Fahrer noch einmal zu einem Boxenstopp.

"Wir haben alles versucht, um mit ihm mit Punkten aus dem Rennen zu gehen, darunter auch eine leicht veränderte Reifenstrategie am Ende des Rennens. Aber leider hat uns das Problem am Heckflügel um ein aufregendes Ende gebracht", klagt Budkowski. Der Pole ist überzeugt, dass Alonso am Ende des Rennens etwa bei Sebastian Vettel gelegen hätte. Der Heppenheimer hatte das Rennen als Zehnter beendet.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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