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Nach Bearman-Unfall: Haas-Teamchef warnt vor schnellen Regeländerungen

Der heftige Unfall von Oliver Bearman zwingt die FIA zu Anpassungen am aktuellen Reglement - Haas-Teamchef Ayao Komatsu warnt vor überhasteten Entscheidungen

Nach Bearman-Unfall: Haas-Teamchef warnt vor schnellen Regeländerungen

Haas-Teamchef Ayao Komatsu warnt vor schnellen Regeländerungen

Foto: LAT Images

Der heftige Unfall von Haas-Pilot Oliver Bearman beim Großen Preis von Japan hat einmal mehr die Risiken des aktuellen Formel-1-Reglements deutlich gemacht: Die großen Geschwindigkeitsunterschiede zwischen den Autos können schnell zu gefährlichen Situationen und schweren Unfällen führen.

Schon vor Saisonbeginn hatten die Formel-1-Piloten genau vor diesen Gefahren gewarnt. Nun hat auch der Automobil-Weltverband FIA eingeräumt, dass in naher Zukunft Anpassungen zur Erhöhung der Sicherheit notwendig sind. Haas-Teamchef Ayao Komatsu warnt jedoch vor schnellen und unüberlegten Entscheidungen.

"Wir betrachten das aus allen Blickwinkeln, denn wenn wir Änderungen vornehmen, müssen es die Richtigen sein", sagt der Japaner gegenüber Sky Sports. "Wir können nicht überhastet Änderungen durchführen und dann ein paar Rennen später sagen: 'Das war die falsche Entscheidung.'"

Zuversichtlich, dass "richtige Lösung" gefunden wird

Derzeit befinden sich Fahrer und Teams in enger Abstimmung mit FIA und Formel 1. "Das Gute ist, dass die Formel-1-Gemeinschaft, also alle Teams, die FIA und die Formel 1 selbst, wirklich offen und transparent zusammenarbeitet, wie ich es in diesem Ausmaß zuvor noch nicht gesehen habe", verrät Komatsu.

"Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass die Formel 1 als Gemeinschaft die richtige Lösung für alles finden wird, was wir verbessern müssen." Uneinigkeit herrscht jedoch weiterhin darüber, wie tiefgreifend die Anpassungen am neuen Reglement ausfallen sollen.

Während Max Verstappen drastische Änderungen fordert, spricht der Haas-Teamchef lediglich von Feinjustierungen. "Wir haben bereits gehandelt, ein kleiner Schritt für das Qualifying durch die Reduzierung der Menge an zurückgewonnener Energie, das war ein guter Schritt", sagte Komatsu in Suzuka.

Haas-Teamchef: "Es muss keine vollständige Änderung sein"

"Aber wir haben bereits mehrere Bereiche identifiziert", deutet Komatsu an, dass die bisherigen Anpassungen nur den Anfang darstellen. "Kleine Unterschiede, es muss keine vollständige Änderung sein, können einige der Probleme verbessern, die wir in Melbourne und Shanghai gesehen haben, und dies ist ein weiteres Beispiel."

"Wir lernen also gemeinsam viele Dinge, aber ich bin sicher, dass wir durch diese, sagen wir mal, relativ kleinen Verbesserungen die Show sowie die Sicherheit drastisch verbessern können", ergänzt Komatsu. Doch auch wenn der Teamchef vor radikalen Veränderungen warnt, hat er noch keine endgültige Lösung für den aktuellen Vorfall parat.

"Also sitze ich hier und weiß nicht genau, welchen Mechanismus wir für diesen speziellen Vorfall anwenden sollten", so Komatsu, "aber zum Beispiel bei den Ereignissen in Melbourne und Shanghai gibt es aus meiner Sicht eine ziemlich klare Lösung, die wir ergreifen können, und die nicht groß ist."

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