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Nach dominanten Jahren: So zerbrachen die größten Formel-1-Imperien

Neue Regeln und geniale Design-Tricks beendeten einst die Siege von Schumacher und Mercedes - Jetzt stellt sich die Frage, wer McLaren den Rang abläuft

Nach dominanten Jahren: So zerbrachen die größten F1-Imperien

Niki Lauda im Ferrari kämpft gegen Mario Andretti im Lotus

Foto: LAT Images

McLaren schwebt auf Wolke sieben: Mit zwei Konstrukteurs-Titeln in Folge im Gepäck und Lando Norris als aktuellen Champion startete das Team aus Woking in die neue Ära 2026. Satte 364 Punkte Vorsprung auf Mercedes untermauerten zuletzt die Vormachtstellung der "Papayas". Doch die Geschichte der Formel 1 lehrt uns: Jede Ära endet irgendwann - meistens durch einen Paukenschlag.

Die Konkurrenz scharrt bereits mit den Hufen, um die McLaren-Dominanz zu stoppen. Wer wissen will, wie ein Imperium zu Fall gebracht wird, muss nur in die Geschichtsbücher blicken. Das sind die markantesten Fälle, in denen neue Helden die alten Herrscher vom Thron stießen.

Ground-Effect und Design-Genies

Schon 1978 zeigte Lotus, wie ein Team eine Dominanz bricht. Ferrari hatte die Mitte der 70er-Jahre unter Niki Lauda fest im Griff, doch Colin Chapman zauberte mit dem Lotus 78 und 79 das Ground-Effect-Wunder aus dem Hut. Die Folge: Mario Andretti krönte sich zum Champion und beendete die Ferrari-Siegesserie.

Ein ähnliches Kunststück gelang Williams 1992. McLaren hatte zwischen 1984 und 1991 fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Doch dann kam ein gewisser Adrian Newey nach Grove. Das Ergebnis war der legendäre FW14B - ein Auto von einem anderen Stern, mit dem Nigel Mansell die Konkurrenz förmlich deklassierte.

Das Ende der Ära Schumacher

Zwischen 1993 und 1997 sammelte Williams vier weitere Team-Titel, während McLaren im Wiederaufbau steckte. Der entscheidende Schachzug: Man lockte Adrian Newey weg vom Rivalen. Sein erster echter Entwurf für Woking, der MP4-13, traf das neue Reglement für 1998 (schmalere Spur, Rillenreifen) punktgenau. Mika Häkkinen feierte seinen ersten Titel, während Williams erstmals seit zehn Jahren sieglos blieb.

Unvergessen bleibt auch das Jahr 2005. Nach fünf Weltmeistertiteln in Serie schien Michael Schumacher im Ferrari unschlagbar. Doch eine Regeländerung - das Verbot des Reifenwechsels während des Rennens - spielte Renault und Fernando Alonso in die Karten. Der Spanier beendete den "Schumi-Run" und wurde zum damals jüngsten Weltmeister der Geschichte.

Von Mercedes zu Red Bull - und jetzt McLaren?

In der jüngeren Vergangenheit war es Mercedes, das mit Beginn der Hybrid-Ära 2014 alles in Grund und Boden fuhr, bis Max Verstappen 2021 in einem dramatischen Finale das Blatt wendete. Und während Verstappen bis 2024 die Szene beherrschte, ist es nun McLaren, das den Red-Bull-Express gestoppt hat.

Lando Norris und Oscar Piastri haben McLaren zurück an die Spitze geführt - ein Erfolg, auf den das Team seit 1998 (damals mit Mika Häkkinen) warten musste. Doch mit dem neuen Reglement 2026 wurden die Karten wieder komplett neu gemischt.

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