Nach Farce von Spa: Formel 1 denkt über Regeländerungen nach

Die unwürdigen Geschehnisse am Formel-1-Sonntag in Spa sollen sich nicht wiederholen, Gespräche über Regeländerungen stehen an

Nach Farce von Spa: Formel 1 denkt über Regeländerungen nach

Die Formel-1-Farce von Spa-Francorchamps wird wohl ein Nachspiel haben, um eine Wiederholung der unwürdigen Vorkommnisse von Belgien auszuschließen. Nach Informationen von 'Motorsport-Total.com' soll es zeitnah Gespräche zwischen allen Beteiligten der Königsklasse darüber geben, inwiefern das Reglement verändert werden kann.

Wenngleich niemand verantwortlich für das Wetter ist und im Feld nahezu geschlossene Einigkeit darüber bestand, dass die Durchführung eines Rennens unter den widrigen Bedingungen nicht möglich war, so stieß der Ablauf des Nachmittags vielen sauer auf.

Lewis Hamilton etwa forderte via Instagram, dass die zahlreichen Fans vor Ort, die unter den Bedingungen am meisten gelitten haben, ihr Geld zurückbekommen.

Hamilton kritisiert: Geht nur ums Geld

Vor allem zwei Fragen stellten sich danach. Warum verschob die Rennleitung den Start immer weiter, obwohl die Wetterprognose keine Besserung erwarten ließ? Und warum wurde am Ende die Farce komplett gemacht, indem man zwei "Rennrunden" hinter dem Safety-Car fährt, um auf Gedeih und Verderb ein Ergebnis zu bekommen, das auch noch mit halben Punkten belohnt wird?

Der Grund für Letzteres liege laut Hamilton ebenfalls rein im Finanziellen. "Geld regiert die Welt", sagte Hamilton: "Die beiden Runden, dabei ging es nur ums Geld. Jetzt bekommen alle ihr Geld."

Hier will die Formel 1 mit allen Stakeholdern mögliche Änderungen besprechen. So soll auch Formel-1-Geschäftsführer Stefano Domenicali nicht glücklich mit den Geschehnissen in Spa gewesen sein.

Brown: Man muss sich die Regeln anschauen

Sollte es Regeländerungen geben - etwa, dass auch halbe Punkte nur bei einer gewissen Mindestzahl von tatsächlichen Runden unter Grün vergeben werden -, benötigen diese jedoch die Einigkeit zwischen Teams, FIA und Formel 1.

Auch McLaren-CEO Zak Brown spricht sich klar für Änderungen aus. "Die Regeln sagen, wenn man ein paar Runden absolviert, dann ist es ein Rennen. Ich denke, das muss man sich anschauen", sagt Brown in einem Video auf Twitter.

Auch er hält fest, dass die Bedingungen nicht sicher gewesen seien, um ein Rennen durchzuführen. "Aber wir brauchen eine bessere Lösung für den Sport, wenn solche Situationen passieren. Drei Runden hinter dem Safety-Car sollten kein Rennen sein", stellt er klar.

In Zukunft Verschiebung möglich?

Sollten die Bedingungen ein Rennen nicht möglich machen, so macht sich Brown dafür stark, flexibler reagieren zu können, um eine Verschiebung auf den folgenden Tag oder ein späteres Datum zu ermöglichen. 1985 etwa wurde an selber Stelle in Spa der Formel-1-Event wegen Streckenschäden um mehrere Wochen verschoben - obwohl die ersten Trainings schon gefahren waren.

"Ich glaube nicht, dass irgendjemand sagen würde, dass es sich gut anfühlt, das ein Rennen zu nennen. Wir müssen daran arbeiten und hoffen, dass es nicht wieder passiert", sagt Brown.

Auch Rennleiter Michael Masi kündigte bereits an, dass es Gespräche über Veränderungen geben soll. "Nach diesem Wochenende, und mit Blick auf unser nächstes Meeting für kommendes Jahr, werden wir auf viele Dinge schauen, um herauszufinden, was jeder will", sagt Masi.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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