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Nach Haas-Scharmützel: Grosjean und Magnussen betonen "gute" Beziehung

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Nach Haas-Scharmützel: Grosjean und Magnussen betonen "gute" Beziehung
Autor:
Co-Autor: Adam Cooper

Kevin Magnussen und Romain Grosjean haben ihr Spanien-Duell abgehakt - Teamchef Günther Steiner will "kein Richter" sein und spricht von guter Beziehung

Die Haas-Piloten Romain Grosjean und Kevin Magnussen gehen nach dem harten Rad-an-Rad-Duell in Spanien ohne Vorbehalte in das Monaco-Wochenende. Der Franzose habe den Frust über die "vermeidbare Situation" mittlerweile hinter sich gelassen. Allerdings könnte die US-Truppe zu Saisonende den verlorenen drei Punkten noch nachtrauern.

Nach dem Safety-Car-Restart gegen Rennende gerieten die beiden Teamkollegen im Kampf um Rang sieben aneinander. Nachdem Grosjean in die Auslaufzone ausweichen musste, wurde er auf den zehnten Platz zurückgereiht. Magnussen wurde Siebter.

Haas-Teamchef Günther Steiner hat nach dem Rennen beiden Fahrer zu einem klärenden Gespräch zu sich gebeten. Im Rennen hat der Südtiroler gezögert, eine Teamorder auszusprechen. "Wir haben ein paar Punkte verloren, über das kann man sich natürlich nicht freuen. Aber das ist ein schmaler Grat, beide haben hart gekämpft, sie wollten sich dabei aber nicht absichtlich von der Strecke fahren."

Steiner: "Werde nicht den Richter spielen"

Steiner erklärt seine Entscheidung: "Wir müssen darüber sprechen, aber ich werde nicht dort sitzen und den Richter spielen. Wo ist die Grenze zwischen hartem Racing und einem Fehlverhalten? Ich denke, beide haben das verstanden. Sie haben miteinander geredet."

Seine Piloten haben in dem vertraulichen Gespräch eingesehen, dass sie "womöglich ein wenig zu hart gepusht haben". In der Hitze des Gefechts gehe es aber ums Racing, betont Steiner auch. "Wir hätten belohnt werden müssen, denn wir haben in einem langweiligen Rennen für ein bisschen Spannung gesorgt", merkt er schmunzelnd an.

Eine klare Ansage noch im Rennen wollte er nicht machen, denn er sei selbst ein "harter Racer". Außerdem gebe es bei Haas keine Nummer 1 und keine Nummer 2. " Das will ich nicht, weil beide gleich gut sind, warum sollte ich das dann machen? Das werde ich nicht. Mir gefallen gute Kämpfe."

Wann muss er als Teamchef eingreifen? Wann ist die Grenze überschritten? Steiner hat darauf keine eindeutige Antwort: "Es gibt keine objektive Linie, das ist alles ziemlich subjektiv. Jede Situation ist anders." Positiv nimmt er mit, dass beide Piloten gleich stark sind. "Das ist zwar schwieriger zu managen, aber es ist besser, dass wir immer abliefern."

"Ich habe lieber mehr Performance und ein wenig Kopfschmerzen am Sonntag, als alles andere." Grosjean ist froh, dass er nicht in Steiners Situation ist und als Teamchef entscheiden muss: "Ich bin froh, dass ich kein Teamchef bin, daher ist mir das eigentlich egal. Ich muss solche Entscheidungen nicht treffen."

Zwar seien er und Magnussen keine guten Freunde - "das wäre eine Übertreibung", meint der Teamchef - dennoch gebe es nach dem Europaauftakt bei Haas keine angespannte Situation. Am Montag nach dem Rennen sei er "nicht glücklich" gewesen, gibt der Franzose zu. "Vielleicht auch ein wenig respektlos [gegenüber Magnussen]."

"Vielleicht haben wir in Zukunft eine ähnliche Situation"

Aber mittlerweile habe er sich wieder beruhigt. Grosjean sorgt sich eher um die verlorenen drei Punkte in der Teamwertung. "Wenn du eine Position am Ende des Jahres um drei Punkte verlierst, dann wirst du dir in den Hintern beißen."

Er spricht davon, dass die Situation "vermeidbar" gewesen sei und auf eine "bessere Art" gehandhabt hätte werden können. Im Großen und Ganzen zieht aber auch er etwas Positives aus dem Wochenende: "Das Wochenende lief wirklich gut und das Auto lieferte ab."

"Der große Verlust für das Team waren drei Punkte, wir hätten aber auch beide Autos verlieren können." Nach der Achterbahnfahrt in den ersten Rennen, konnte er zumindest seinen ersten WM-Zähler mit Rang zehn einfahren.

Die Stimmung im Team sei während des Kampfes allerdings weniger gut gewesen. Mittlerweile sind die Wogen geglättet. Grosjean weiß jetzt: "Ich muss erwarten, dass Kevin ziemlich aggressiv fährt, auch gegen seinen Teamkollegen."

Er spricht von einem "ruhigen" Gespräch mit dem Dänen in Steiners Büro nach dem Rennen. Davor unterhielt er sich bereits allein eine halbe Stunde lang mit dem Teamchef. Die Beziehung habe keinen Knacks abbekommen.

Auch Magnussen hat betont, dass er das harte Duell für sich abgeschlossen hat. "Es gibt keine Probleme. Es ist gut, dass man als Team alles bespricht. Wir würden eine Teamorder natürlich befolgen, allerdings gab es keine", bemerkt er.

Er spricht von "absolut keinem Drama". Das klärende Gespräch habe deshalb stattgefunden, damit Meinungen über das Geschehene ausgetauscht werden konnten. "Denn vielleicht haben wir in Zukunft eine ähnliche Situation."

Weitere Co-Autoren: Jonathan Noble. Mit Bildmaterial von LAT.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Event Monte Carlo
Fahrer Romain Grosjean , Kevin Magnussen
Teams Haas F1 Team
Urheber Maria Reyer