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Nach Honda-Ausstieg: Schmeißt jetzt auch Red Bull hin?

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Nach Honda-Ausstieg: Schmeißt jetzt auch Red Bull hin?
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Helmut Marko sondiert bis Jahresende alle Möglichkeiten, die Red Bull für einen Verbleib in der Formel 1 hat, bis dann Dietrich Mateschitz die Entscheidung trifft

Für Fans und auch viele Branchenkenner kam die Honda-Ansage von Freitag, dass man Ende 2021 aus der Formel 1 aussteigen wird, überraschend. Für Helmut Marko nicht. Wie Red Bulls Motorsportkonsulent in einem Interview mit der Red-Bull-eigenen 'Speedweek' zugibt, wussten er und Dietrich Mateschitz "schon lang" von der bevorstehenden Entscheidung des japanischen Automobilherstellers (anders als Teamchef Christian Horner, der laut Marko "nicht in strategische Dinge involviert" ist).

"Schon lang" bedeutet "im Laufe der aktuellen Saison", verrät Marko. Im Nachhinein betrachtet interessant: Bereits am 19. August hat er in einem Interview mit 'motorsport.com' erklärt, dass für Red Bull die Ausstiegsklausel aus dem Concorde-Agreement, "dass man jährlich kündigen kann", sehr wichtig gewesen sei, "weil unser Honda-Vertrag derzeit 2021 endet".

Das lässt bei Red-Bull-Fans die Alarmglocken läuten: Besteht die Gefahr, dass Red Bull sein Formel-1-Programm nach dem Ausstieg von Honda Ende 2021 komplett beendet? Die Frage, ob eine solche Gefahr bestehe, beantwortet Marko nicht mit einem klaren Nein. Sondern: "Das ist nicht unsere Priorität", sagt er der 'Speedweek'. Letztendlich müsse Mateschitz darüber entscheiden.

Das soll idealerweise bis "zum Ende des Jahres" passieren. Markos Aufgabe ist es, bis dahin alle denkbaren Szenarien auszuarbeiten und diese Mateschitz vorzulegen. Welche das sein könnten, wird aktuell in einem YouTube-Video zur Red-Bull-Honda-Situation auf den Kanälen von Motorsport-Total.com und Formel1.de en detail erörtert.

Video: Warum Volkswagen in die Formel 1 kommen könnte

Chefredakteur Christian Nimmervoll erklärt darin, warum eine Einigung mit Mercedes oder Ferrari zwar theoretisch möglich, aber praktisch unwahrscheinlich ist. Und was Renault zur Möglichkeit sagt, von der FIA zur Zusammenarbeit mit den beiden Red-Bull-Teams gezwungen zu werden.

Trotz der wenig harmonisch verlaufenen "Scheidung" von Renault Ende 2018 schließt Marko eine Rückkehr zum Ex-Partner zumindest nicht kategorisch aus: "Es wird alles sortiert. Wenn wir Ergebnisse haben, sehen wir weiter", bleibt er vage und betont: "Wir werden alle Möglichkeiten recherchieren."

"Alle Möglichkeiten" könnte, wie im YouTube-Video erörtert wird, auch ein langfristiges Szenario einer Zusammenarbeit mit dem Volkswagen-Konzern beinhalten. Laut Informationen von 'Motorsport-Total.com' hat sich Volkswagen schon 2015 (mit der Marke Audi) und 2017/18 (Porsche) intensiv mit der Formel 1 beschäftigt. Eine Idee, die bis heute nicht ganz tot ist.

Obwohl die Motorsportaktivitäten der Marke Volkswagen komplett auf Elektro umgestellt werden, hat Konzernchef Herbert Diess kürzlich mit einem Posting auf LinkedIn für Aufsehen gesorgt. Demnach sei "eine Formel 1 mit synthetischen Kraftstoffen spannender, macht mehr Spaß, ist eine bessere Motorsport-Erfahrung und bringt mehr technischen Wettbewerb mit sich" als die Formel E.

In der Formel E treten derzeit mit Audi und Porsche zwei Volkswagen-Marken gegeneinander an. Dass das angesichts der Diess-Aussage noch lange so bleiben wird, glauben viele Wolfsburg-Kenner nicht. Wahrscheinlicher sei, heißt es, dass Volkswagen eine der beiden Marken in die Formel 1 schickt. Zumindest wenn die Rahmenbedingungen passen.

Volkswagen: Einstieg nur mit neuem Motorenformat

Das könnte selbst dann der Fall sein, wenn die Formel 1 grundsätzlich am Verbrennerkonzept festhält. Den Elektroantrieb für FIA-Weltmeisterschaften besitzt die Formel E ohnehin exklusiv, sodass das für die Formel 1 kurzfristig kein Thema ist. Aber die Entwicklungen im Bereich CO2-neutraler Treibstoffe beobachtet man in Wolfsburg gespannt.

Theoretisch ist ein Weggang von den aktuellen Hybridmotoren erst Ende 2025, wenn das neue Concorde-Agreement ausläuft, angedacht. Praktisch könnte Volkswagen ein Formel-1-Programm schon für 2024 auf Schiene bringen. Und auch die Umstellung der Formel 1 auf CO2-neutralen Biosprit oder E-Fuels - eine Grundvoraussetzung dafür - wäre bis dahin technisch möglich.

Doch dafür müsste Red Bull die Saisons 2022 und 2023 ohne Honda als Partner überbrücken. Denkbare Variante: Red Bull übernimmt den Honda-Standort in Milton Keynes, praktischerweise nur einen Steinwurf von der eigenen Fabrik entfernt - und setzt dort, weil ohnehin kein komplett neuer Motor entwickelt werden muss, das bisherige Honda-Programm unter eigener Flagge fort.

Bis Audi, Porsche oder eine andere Volkswagen-Marke kommt. Das ist Stand heute nicht mehr als ein Gedankenspiel. Aber eines, das Sinn ergibt. Eine Ehe Red-Bull-Volkswagen wäre auch nicht ganz neu. Die Kombination hat mit Sebastien Ogier jahrelang die Rallye-WM dominiert, und schon vor Jahren war eine Zusammenarbeit auch in der Formel 1 angedacht, zu der es dann doch nie kam.

Spekulationen, zu denen sich Marko nicht äußert: "Ich denke nach", sagt er. Dabei wird vorerst keine mögliche Variante ausgeschlossen. Und eine rasche Lösung angestrebt. Schließlich geht es auch darum, Max Verstappen nicht zu verlieren, der in seinem Vertrag mit Sicherheit entsprechende Ausstiegsklauseln hat, sollte Red Bull keinen konkurrenzfähigen Motor finden ...

Mit Bildmaterial von LAT.

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