Teurer als erwartet: So hoch beziffert Horner den Schaden für Red Bull

Red Bull erwägt immer noch Maßnahmen gegen die Strafe, die Lewis Hamilton für den Crash mit Max Verstappen erhalten hat - Horner beziffert Millionenschaden

Teurer als erwartet: So hoch beziffert Horner den Schaden für Red Bull

Wie unzufrieden Red Bull nicht nur mit Lewis Hamiltons Manöver gegen Max Verstappen in Silverstone, sondern auch mit der anschließenden Strafe für den siebenfachen Formel-1-Weltmeister war, wurde in den Kommentaren von Christian Horner und Helmut Marko nach dem Rennen mehr als deutlich.

Bereits damals sprach Teamboss Horner von "Rechten, die dem Team zur Verfügung stehen", um gegen die Strafe Berufung einzulegen, wenngleich er bezüglich der Erfolgsaussichten skeptisch war. Doch in seiner Kolumne zur Nachbesprechung des britischen Grands Prix auf der Red-Bull-Website bekräftigt er seine Absicht.

"Es ist kein Geheimnis, dass wir damals das Gefühl hatten und immer noch haben, dass Hamilton für diese Art von Vorfall eine milde Strafe bekommen hat", heißt es dort. "Wir analysieren alle Daten und haben das Recht, eine Überprüfung zu beantragen."

Antrag auf Überprüfung der Strafe möglich

Man sichte immer noch Beweise und wäge "alle unsere sportlichen Optionen" ab. Denn obwohl Red Bull keinen formellen Einspruch gegen die Zehn-Sekunden-Zeitstrafe für Hamilton einlegen kann, hat das Formel-1-Team die Möglichkeit, eine Überprüfung der Sanktion durch den Automobil-Weltverband FIA zu beantragen.

Horner sagt auch, Verstappen habe sich nach seinem Crash "gefühlt, als hätte er ein paar Runden mit Tyson Fury im Ring erlebt", als er am Tag nach dem Crash mit dem aktuellen WM-Leader sprach. Verstappen war vorsichtshalber ins Krankenhaus in Coventry gebracht worden, das er am Renntag um 22 Uhr wieder verließ.

Während der Niederländer den Unfall ohne größere Verletzungen überstand, konnte man das von seinem Auto nicht behaupten. Red-Bull-Motorsportberater Marko behauptete zunächst, dass der Schaden rund 750.000 Euro betragen habe, doch Horner errechnet, dass es das Team in Wirklichkeit rund doppelt so viel kosten würde.

Schaden für Red Bull geht in die Millionen

"Die Sicherheitsstandards dieser Autos, das Halo und die Barrieresysteme haben ganze Arbeit geleistet, denn der Aufprall war so stark, dass tatsächlich Max' Sitz zerbrach", verrät der Brite. "Das Auto hätte sich sehr leicht überschlagen können, was eine anfängliche Sorge der Ersthelfer war, aber glücklicherweise ist es nicht passiert."

"Der andere wichtige Faktor sind die Kosten, die dadurch entstanden sind", weiß der Teamchef. "Dieser Unfall hat uns etwa 1,8 Millionen Dollar gekostet, und ein Unfall wie dieser hat in Zeiten der Budgetbegrenzung massive Auswirkungen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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