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Oscar Piastri glänzt im Japan-Training, doch Lando Norris wird durch Probleme ausgebremst - McLaren erlebt einen schwierigen Auftakt in Suzuka

Nach Problemen in China: "Furchtbarer Auftakt" für McLaren in Japan

Lando Norris kam am Japan-Freitag nicht wirklich in Fahrt

Foto: LAT Images

Nach dem Großen Preis von China 2026 ist McLaren mit gemischten Gefühlen ins nächste Rennwochenende gestartet. Beim Trainingsauftakt in Suzuka zeigte sich das Team einerseits konkurrenzfähig - andererseits kämpfte man mit erheblichen Problemen auf einer Fahrzeugseite.

Während Oscar Piastri im zweiten Training die Bestzeit setzte, wurde Teamkollege Lando Norris durch ein hartnäckiges Technikproblem massiv eingebremst. Insgesamt sammelte McLaren zwar 89 Runden über beide Autos hinweg, doch der Fokus lag vor allem darauf, trotz der Schwierigkeiten möglichst viele Daten zu sichern.

Hydraulikproblem wirft Norris zurück

Der Freitag verlief für Norris alles andere als ideal. Ein Hydraulikleck an seinem MCL40 sorgte dafür, dass er im zweiten Training zunächst kaum fahren konnte. "Hydraulik, denke ich", erklärt Norris. "Ich konnte am Anfang nicht mehr als eine Runde fahren."

Zwar besserte sich die Situation gegen Ende der Session leicht, doch wertvolle Streckenzeit ging verloren. Besonders bitter: Schon im ersten Training war ein Großteil seines Programms auf Aero-Tests ausgelegt und damit wenig repräsentativ.

"Selbst die paar Runden, die ich gefahren bin, waren nicht wirklich aussagekräftig", sagt der Brite. "Auf so einer Strecke willst du einfach nur Runden fahren - mir ist egal, welche Daten ich habe." Das Fazit fällt entsprechend deutlich aus: "Ein ziemlich furchtbarer Start ins Wochenende."

Bestzeit: Piastri sorgt für McLaren-Highlight

Ganz anders präsentierte sich die Situation auf der anderen Seite der Garage. Oscar Piastri zeigte eine starke Performance und setzte mit einer Rundenzeit von 1:30,133 die Bestzeit des Tages. "Insgesamt war es ein solider Tag für uns", erklärt der Australier. "Wir haben gute Fortschritte gemacht, besonders im zweiten Training."

Die gesammelten Daten seien wertvoll und würden das Team in eine gute Ausgangsposition bringen. Dennoch bleibt Piastri realistisch. "Wir wissen, dass noch Arbeit vor uns liegt", sagt er. "Vor allem Mercedes sieht sehr stark aus."

Diesen Eindruck haben nämlich auch die Longruns mit viel Sprit am Ende der Session vermittelt. McLaren war dort nahezu eine komplette Sekunde pro Runde langsamer als die Silberpfeile. Damit fiel man in der Hackordnung auch hinter Ferrari zurück.

Team bleibt trotz Problemen optimistisch

Auch am Kommandostand bewertet man den Tag differenziert. Randy Singh, Renndirektor bei McLaren, lobt die Arbeit des Teams unter schwierigen Bedingungen. "Wir haben das Beste aus unseren Möglichkeiten gemacht", erklärt er. "Das Team hat einen fantastischen Job gemacht, um das Hydraulikproblem zu managen."

Dass Piastri die Zeitenliste anführt, sei ein positives Signal - ändere aber nichts an der grundsätzlichen Einschätzung der Kräfteverhältnisse. "Wir glauben nicht, dass sich die Hackordnung grundlegend verändert hat", stellt Singh klar.

Nach einem ohnehin schwierigen Saisonstart steht für McLaren vor allem eines im Vordergrund: das Maximum aus jedem Wochenende herauszuholen. "Unser Ziel ist es, jede Session optimal zu nutzen, so viele Punkte wie möglich zu holen und weiter dazuzulernen", sagt Singh.

Für Norris bedeutet das vor allem, verlorene Zeit aufzuholen. "Wir werden die Nacht nutzen, um alles zu analysieren und zu versuchen, die Probleme zu beheben", kündigt er an.

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