Nach Spa-Farce: Formel 1 startet neues Regenprojekt

Die Formel 1 möchte die Lehren aus dem Abbruchrennen in Spa-Francorchamps ziehen und mit einem Projekt Lösungen für das Gischtproblem finden

Nach Spa-Farce: Formel 1 startet neues Regenprojekt

Die Formel 1 und die FIA haben zusammen ein Projekt begonnen, um nach möglichen Lösungen für Fahren im Regen zu schauen. Die Initiative ist eine Reaktion auf den diesjährigen Grand Prix in Belgien, der aufgrund der widrigen Bedingungen nur wenige Runden hinter dem Safety-Car zuließ, bevor das Rennen abgebrochen werden musste.

Das Hauptproblem war dabei nicht einmal das Fahren im Nassen an sich, sondern dass die Sicht aufgrund der Gischt zu schlecht war. Das soll nun angegangen werden: "Was den Regen betrifft, so gibt es jetzt einige sehr interessante Arbeiten, die sich mit der Gischt und der Sichtbarkeit befassen", bestätigt Formel-1-Sportchef Ross Brawn.

Einer der führenden Köpfe dabei ist Formel-1-Technikchef Pat Symonds, der schon das neue Reglement ab 2022 federführend begleitet hatte. Er und einige andere FIA-Mitarbeiter haben in den vergangenen Wochen mit einigen Fahrern über ihre Erfahrungen in Spa gesprochen und dabei auch Erfahrungen aus anderen Serien mit einbezogen.

Interessant sei laut Brawn vor allem das Feedback von Fernando Alonso gewesen, der in den beiden vergangenen Jahren in der Langstrecken-WM unterwegs war und meinte, dass man in einem Sportwagen deutlich besser sehen könne als in einem Formel-1-Auto.

"In mancher Hinsicht könnte man meinen, dass es eine Herausforderung sein könnte, mit einer Windschutzscheibe und den Scheibenwischern und all dem Rest", meint Brawn, "aber er sagte, dass die Art und Weise, wie die Gischt vom Auto kommt, anders ist."

Für 2022 sind die Rahmenbedingungen des neuen Autos aber schon festgelegt. Brawn glaubt, dass die neuen Fahrzeuge weniger Gischt erzeugen werden, kündigt aber an, dass man sich das Thema weiter anschauen wird.

"Die beiden großen Probleme bei Regenrennen sind Sicht und Aquaplaning. Aquaplaning ist eine Herausforderung für die Reifen, und ab einem bestimmten Punkt kann man es nicht mehr lösen", sagt er.

"Aber die Sicht ist vielleicht etwas, das wir verbessern können. Das steht jetzt auf unserer Liste der Dinge, die wir uns anschauen und sehen, ob wir darauf Einfluss nehmen und eine Verbesserung erreichen können."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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