Nach Unwetter-Prognose: Neue Startzeit für Grand Prix in Miami
Heftige Wetterprognosen erzwingen in Miami eine kurzfristige Änderung: Die Formel 1 reagiert mit einer Startverlegung und aktiviert Sonderregeln
Startszene aus dem Sprintrennen in Miami 2026
Foto: Sutton Images
Der Grand Prix von Miami 2026 (hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) beginnt früher als ursprünglich geplant - bereits um 19 Uhr statt um 22 Uhr (MESZ). Das haben der Automobil-Weltverband (FIA), das Formel-1-Management (FOM) und die lokalen Veranstalter am Vorabend des Rennens in Miami beschlossen. Der Grund: Zur eigentlichen Rennzeit werden heftige Regenschauer und sogar Gewitter erwartet.
"Diese Entscheidung wurde getroffen, um mögliche Unterbrechungen des Rennens so gering wie möglich zu halten, das größtmögliche Zeitfenster für die Austragung des Grand Prix unter bestmöglichen Bedingungen zu schaffen und dabei die Sicherheit von Fahrern, Fans, Teams und Streckenpersonal zu priorisieren", heißt es in einem Statement.
Besonders Gewitter könnten für die Formel 1 zum Problem werden: In den USA gelten für Außenveranstaltungen besonders strikte Regeln, die bei Blitzen im näheren Umkreis zu einer sofortigen Unterbrechung führen. Teilnehmer, Helfer und Zuschauer müssten in diesem Fall die Anlage räumen - große Verzögerungen wären die Folge. (Hier alle Details dazu nachlesen!)
Was die Regenwarnstufe in der Formel 1 bedeutet
Doch selbst wenn Gewitter ausbleiben, kann es kritisch werden für die Formel 1: Nicht alle Fahrer haben ihre 2026er-Autos schon einmal auf nasser Fahrbahn bewegt.
Aus Sicherheitsgründen hat die FIA bereits die Regenwarnstufe ausgerufen. Dies geschieht, wenn vor dem Qualifying eine Regenwahrscheinlichkeit von mehr als 40 Prozent für den Grand Prix prognostiziert wird.
Die Regenwarnstufe hat Auswirkungen auf die Abstimmung der Autos: Teams dürfen die Fahrwerkshöhe ihrer Fahrzeuge und den Klappmechanismus am Frontflügel anpassen. Beides wäre unter normalen Parc-ferme-Bedingungen so nicht erlaubt.
Zusätzlich kann die Rennleitung während des Grand Prix die Warnstufe "wenig Grip" ausgeben. Dadurch steht den Fahrern kein zusätzlicher Boost mehr zur Verfügung und die Energieabgabe der MGU-K wird von 350 auf 250 Kilowatt reduziert. Außerdem werden die Zonen für den Geradenmodus verkürzt oder gestrichen, und es darf nur noch der Frontflügel flachgestellt werden.
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