Nach Verstappen-Crash: Honda fürchtet um Motor

Nach Max Verstappens Unfall in Silverstone bangt Honda um die Powerunit des Niederländers - Kontingent für die Saison bereits in Ungarn ausgeschöpft?

Nach Verstappen-Crash: Honda fürchtet um Motor

Red Bulls Motorenpartner Honda befürchtet nach Max Verstappens heftigem Unfall in Silverstone Schäden an der Powerunit des Niederländers, wenngleich erste Analysen zumindest Anlass zu leichtem Optimismus geben. "Als wir die ersten Bilder gesehen haben, dachte ich, dass der Schaden groß sein wird", sagt Hondas Technikdirektor Toyoharu Tanabe.

"In Wirklichkeit sieht der Schaden jedoch geringer aus, als wir zuerst dachten", erklärt Tanabe. Jedoch müsse die Powerunit nun zur genaueren Untersuchung nach Japan geflogen werden. Erst dort könne dann entschieden werden, ob das Aggregat repariert und weiterhin in dieser Saison eingesetzt werden kann.

Verstappen war in der ersten Runde des Großbritannien-Grand-Prix in der Copse-Kurve mit Lewis Hamilton kollidiert, der Red-Bull-Pilot flog daraufhin mit hoher Geschwindigkeit in die Streckenbegrenzung. Beim Einschlag wurden Kräfte von 51g gemessen, das Auto wurde dabei komplett zerstört.

Kontingent bereits in Ungarn ausgeschöpft?

Bei der Powerunit, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls in Verstappens Auto befand, handelte es sich um die zweite in diesem Jahr beim Niederländer. Sollte diese nicht mehr verwendet werden können, müsste Verstappen beim nächsten Rennwochenende in Ungarn bereits Nummer drei einsetzen.

Damit hätte er sein Kontingent für die Saison bereits beim elften von geplanten 23 Rennen ausgeschöpft. Danach würden bei weiteren Wechseln Startplatzstrafen drohen, die im WM-Kampf möglicherweise eine entscheidende Rolle spielen könnten.

Red Bulls Problem mit der Budgetgrenze

Während Honda nun versuchen wird, die Powerunit zu retten, muss sich Red Bull Gedanken machen, welche finanziellen Auswirkungen die Schäden am Chassis haben. Teamchef Christian Horner hatte bereits davon gesprochen, das Auto wohl abschreiben zu müssen.

Im Zuge der seit diesem Jahr geltenden Budgetobergrenze ergibt sich damit ein Problem für das Team. Denn so müssen möglicherweise Gelder, die für die Weiterentwicklung gedacht waren, umgeplant werden. Insgesamt darf jedes Team in diesem Jahr 145 Millionen US-Dollar ausgeben, ausgenommen davon sind etwa Fahrergehälter und Marketingmaßnahmen.

Ein ähnliches Erlebnis wie Red Bull hatte Mercedes bereits beim Auto von Valtteri Bottas, das nach dem Unfall des Finnen in Imola mit George Russell ein Totalschaden war. Damals sprach Mercedes von Schäden von etwa einer Million Pfund, umgerechnet rund 1,37 Millionen Dollar.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

geteilte inhalte
kommentare
Charles Leclerc: Motorproblem hat nicht den Sieg gekostet

Vorheriger Artikel

Charles Leclerc: Motorproblem hat nicht den Sieg gekostet

Nächster Artikel

Lando Norris: An einem Punkt wie der mögliche Sieger ausgesehen

Lando Norris: An einem Punkt wie der mögliche Sieger ausgesehen
Kommentare laden