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Mattia Binotto bekommt Unterstützung: Nach dem Abschied von Teamchef Jonathan Wheatley hat Audi Allan McNish am Freitag als neuen Renndirektor bestätigt

Nach Wheatley-Abgang: Allan McNish wird Renndirektor bei Audi

Allan McNish steigt bei Audi zum Renndirektor auf

Foto: NurPhoto NurPhoto

Allan McNish bekommt eine neue Aufgabe bei Audi. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot bislang das neue Nachwuchsprogramm der Ingolstädter geleitet hatte, wird er mit sofortiger Wirkung zum Renndirektor des Teams befördert.

McNishs neue Position dürfte eine Reaktion auf den Abgang von Teamchef Jonathan Wheatley sein, der Audi im März verlassen hat. Mattia Binotto, Leiter des Audi-Formel-1-Projekts, übernahm daraufhin dessen Aufgaben.

"Wir suchen keinen neuen Teamchef", stellte Binotto selbst noch Ende März klar. Dafür hat Audi mit McNish nun einen Renndirektor bekommen, der Binotto in seiner neuen Funktion einige Aufgaben abnehmen dürfte.

Sein Aufgabenbereich umfasst ab dem Formel-1-Rennen in Miami die Aufsicht über sportliche Belange, die technische Koordination, das Fahrermanagement, die Rennstrategie und den Garagenbetrieb sowie die Medien- und Partneraktivitäten vor Ort.

Was McNish über seine neue Rolle sagt

"Es ist ein Privileg, die Rolle des Renndirektors für das Audi-Team zu übernehmen", sagt McNish. Dies ist eine Marke, die mir sehr viel bedeutet, und es ist eine Ehre, Audi und unsere Partner auf der prestigeträchtigsten Bühne des Motorsports vertreten zu dürfen."

"Dies ist eine spannende Herausforderung in einem entscheidenden Moment in der Geschichte von Audi und der Formel 1, und ich freue mich darauf, noch direkter zu unserer Performance an der Rennstrecke beizutragen", so der Schotte.

"Das Projekt, das wir aufbauen, ist ehrgeizig, und mein Fokus wird darauf liegen, sicherzustellen, dass alle Aspekte unseres Rennbetriebs auf höchstem Wettbewerbsniveau agieren und sich kontinuierlich verbessern."

"Zusammen mit unserem Nachwuchsprogramm, dem ich weiterhin voll verpflichtet bleibe, wird mein Schwerpunkt auf der Umsetzung der Bausteine für unseren Erfolg liegen - unter der Leitung von Mattia und dem Vorstand", so McNish.

McNish fuhr 2002 seine einzige Formel-1-Saison für Toyota, holte dabei im unterlegenen TF102 aber keinen WM-Punkt. Am letzten Saisonrennen in Suzuka konnte er nach einem schweren Unfall im Qualifying nicht mehr teilnehmen.

Deutlich erfolgreicher war der 56-Jährige im Langstreckensport, wo er 1998, 2008 und 2013 unter anderem gleich dreimal die 24 Stunden von Le Mans gewann. Zudem wurde er 2013 in der WEC Langstrecken-Weltmeister.

Auf offizieller Ebene war er später unter anderem Teamchef in der Formel E.

Lob von Mattia Binotto

"Allan bringt eine außergewöhnliche Kombination aus Rennerfahrung, technischem Verständnis und Führungsqualitäten in diese Rolle ein", lobt Binotto.

"Er ist seit vielen Jahren ein zentraler Bestandteil der Motorsportstruktur von Audi und hat in seinen Funktionen innerhalb des Audi-Teams seit dessen Start eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung unserer Vorbereitungen auf die Formel 1 gespielt, nicht zuletzt durch seine Arbeit im Bereich der technischen Partnerschaften."

"Diese Ernennung stärkt unsere Führung an der Rennstrecke in einer entscheidenden Phase unseres Projekts. Allans Fähigkeit, alle leistungsbezogenen Bereiche zu vernetzen - vom sportlichen Betrieb bis hin zur Fahrerentwicklung - wird von grundlegender Bedeutung sein, während wir unser Team weiter aufbauen."

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