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Nachteil für Audi beim Motor? Nico Hülkenberg spricht Klartext

Audi sammelt in Bahrain weiter Erfahrungen mit der eigenen Antriebseinheit: Wo die Schwierigkeiten liegen und wie der Start für Hülkenberg und Bortoleto gelaufen ist

Audi kämpft in Bahrain mit der neuen Antriebseinheit: So lief es am ersten Tag

Nico Hülkenberg musste seinen Audi am ersten Tag einmal abstellen

Foto: LAT Images

Audi sammelt an den ersten beiden Tagen der Wintertestfahrten in Bahrain (alle Informationen im Überblick) weitere Erfahrungen mit der eigenen Antriebseinheit. Nachdem das Team bereits beim Shakedown in Barcelona mit Problemen zu kämpfen hatte, lief auch in der Wüste bislang nicht alles rund.

Am ersten Tag musste Nico Hülkenberg seinen R26 einmal abstellen, absolvierte am Ende aber trotzdem 73 Runden (hier zum Ergebnis) und sprach anschließend von einem "produktiven Start" in die Testtage. Audi fuhr die viertmeisten Runden aller Teams, was für die Ingolstädter besonders wichtig ist.

Denn anders als Ferrari, Mercedes und Red Bull Powertrains, die jeweils mehrere Teams mit Motoren ausstatten, ist Audi ein Einzelkämpfer. "Es ist eine Tatsache, dass wir das einzige Team sind, das mit unserer Antriebseinheit unterwegs ist", betont Hülkenberg.

"Aber ich würde nicht sagen, dass das unbedingt ein Nachteil ist", ergänzt der Deutsche. "Mehr Daten zu haben, ist wahrscheinlich immer hilfreich, aber ich denke, das kommt aus der Historie: Audi ist zum ersten Mal in der Formel 1, und da stehen wir jetzt. Das ist unsere Situation."

Einen Grund dafür, dass Hülkenberg seinen Boliden am ersten Tag einmal vorzeitig parken musste, will er nicht verraten. "Ich habe nur kurz für einen Kaffee angehalten und ... eine Minute gewartet, dann bin ich weitergefahren", scherzt der Audi-Pilot.

Gabriel Bortoleto gelassen: "Läuft alles wie erwartet"

Teamkollege Gabriel Bortoleto kam am ersten Tag auf 49 Runden. Der Brasilianer hatte ein wenig mit der Fahrbarkeit des R26 zu kämpfen, was offenbar auch mit der Antriebseinheit zusammenhängt, die beim Bremsen und Runterschalten für Instabilität sorgt.

"Wir arbeiten intensiv daran, das zu verbessern", meint der Audi-Pilot, der auf die fehlende Erfahrung in der Motorenentwicklung verweist. "Jetzt ist alles neu, wir machen es zum ersten Mal, und wir sind das einzige Team mit der Antriebseinheit von Audi."

"Alle Daten, die wir haben, stammen also direkt von uns auf der Strecke", spielt Bortoleto darauf an, dass jeder Kilometer bei den Testfahrten von Bedeutung ist. "Gerade beim Fahrverhalten gibt es noch viel zu tun, aber wir arbeiten hart daran, alles in den Griff zu bekommen - und im Großen und Ganzen läuft alles wie erwartet."

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