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Nächste Perez-Pleite: Normalerweise "ist der Platz im nächsten Jahr weg"

Sergio Perez kommt auf keinen grünen Zweig mehr: Formel-1-Experte hinterfragt vorzeitige Verlängerung - Mexikaner laut Daten nur noch auf Albon-Niveau

Nächste Perez-Pleite: Normalerweise "ist der Platz im nächsten Jahr weg"

Sergio Perez rückt immer tiefer in die Formkrise. Nach zuletzt nur vier Punkten in den vergangenen drei Rennwochenenden wirft auch die Leistung des Red-Bull-Piloten in Spielberg einige Fragezeichen auf. Am Samstagmittag belegte der Mexikaner im Sprintrennen den achten Platz, womit er sich den letzten Punkt sichern konnte, doch die Rennpace war nicht gut genug, um mit den anderen Topautos zu kämpfen.

Hinzu kommt ein enttäuschender achter Startplatz für das Rennen am Sonntag mit einem brutalen Qualifying-Rückstand von 0,872 Sekunden auf Teamkollege und Polesetter Max Verstappen. Als kleine Ausrede kann immerhin gelten, dass Perez im letzten Qualifyingsegment keine frischen Reifen mehr hatte, doch die aktuelle Pace des 34-Jährigen macht Grund zur Sorge.

"Die Stoppuhr am Ende lügt nicht", sagt ServusTV-Experte Mathias Lauda. "In der Formel 1 sollten die besten Fahrer fahren, die es auf dem Markt gibt in der Formel 1. Und bei Red Bull, die das beste Auto haben die letzten drei Jahre, erwartet man sich, dass man einen Fahrer hat, der mitfahren kann mit dem Nummer-1-Fahrer. Wenn der zwei, drei Zehntel weg ist, ist das voll in Ordnung. Aber eine Sekunde, auf so einer kurzen Strecke, ist eine Welt."

Perez hadert: Nur vier Softs zu wenig für das Qualifying

 

"Leider hatten wir in Q3 keinen neuen Reifen zur Verfügung, wenn man bedenkt, wie knapp die Abstände waren", erklärt Perez seine schwache Q3-Performance, wobei ihm auch im zweiten Qualifyingsegment schon 0,675 Sekunden auf Verstappen fehlten. "Zeitweise lagen wir bis auf ein Zehntel an P2 heran. Aber leider hatten wir in Q3 keine neuen Reifen mehr."

"Wenn man den Vorsprung bedenkt, waren es, glaube ich, vier Zehntel auf Lando - und ich denke, ein großer Teil davon ist leider ein neuer Reifen. Wir hatten nur vier Sätze neuer Softs [für das Qualifying] und dafür haben wir ein bisschen den Preis bezahlt. Schon Q1 war extrem eng. Enger als wir vorhergesagt hatten."

Horner steht hinter frühzeitiger Vertragsverlängerung

Mit der vorzeitigen Vertragsverlängerung von Perez Anfang Juni wollte Red Bull eigentlich Ruhe ins Team bringen, um beide Fahrer voll fokussiert auf die Konstrukteursweltmeisterschaft zu haben. Ein Plan, der wohl nicht ganz aufgegangen ist, da Perez mit der stärker werden Konkurrenz von McLaren, Mercedes und Ferrari immer weiter in der Rangordnung zurückfällt und kaum noch in der Lage ist, viele Punkte für Red Bull zu holen.

Hat man den Vertrag also zu früh verlängert? "Checos Position im Team, was er geleistet hat, hat dazu geführt", sagt Red-Bull-Teamchef Christian Horner. "Aber der Druck, Leistung zu bringen, ist immer da. Unabhängig von Verträgen, die wir im Detail nicht öffentlich erörtern werden. Checo weiß, dass in diesem Business der Druck groß ist."

"Er weiß, dass man Leistung bringen muss. Diesen Druck gibt es in jedem Team. Da fangen die Medien an, Fragen zu stellen, und es ist sehr leicht, den Kopf zu verlieren. Mich hat an Checo immer beeindruckt, dass er sich aus solchen Phasen jedes Mal zurückkämpfen konnte."

Daten: Perez 2024 schlechter als Gasly und auf Augenhöhe mit Albon

Beim Blick auf die Daten ist Sergio Perez kurz davor, einen Negativrekord als Teamkollege von Max Verstappen aufzustellen. Vergleicht man die Qualifyingpace aller Red-Bull-Teamkollegen des Niederländers miteinander, so hatte den größten Rückstand bisher Alexander Albon in der Saison 2019. Dem Thailänder fehlten im Schnitt 0,634 Sekunden auf eine schnelle Runde. Nach dem Qualifying in Österreich liegt der 2024er-Wert bei Perez schon bei 0,629. Tendenz steigend.

 

Wenn man alle Saisons einbezieht, so fehlten Perez seit 2021 im Schnitt 0,52 Sekunden pro Runde im Qualifying auf den dreimaligen Weltmeister. Die Werte bei Albon (0,625) und Pierre Gasly (0,592) sind da noch etwas höher, doch Verstappens bester Red-Bull-Teamkollege war bis dato zweifelsohne Daniel Ricciardo von 2016 bis 2018. Der Australier kommt auf einen durchschnittlichen Rückstand von gerade einmal 0,047 Sekunden.

Lauda: Normalerweise ist Perez nicht mehr tragbar

Mathias Lauda erklärt: "Gut, Ricciardo 2016 konnte ihn oft schlagen, aber da war Max extrem jung, aber er konnte mitfahren. Aber dann hatte Max nie einen richtig starken Fahrer neben sich, muss man ehrlich sagen", so der Österreicher, der die Tauglichkeit von Perez als Fahrer bei einem Topteam wie Red Bull infrage stellt.

"Ich war auch lange im Motorsport, sicher nicht so erfolgreich wie Perez. Aber die goldene Regel war, wenn du mal eine Sekunde weg bist von deinem Teamkollegen, dann kannst du das nicht halten - egal in welcher Meisterschaft du fährst, ob DTM oder Sportwagen-WM oder in der Formel 2: Wenn du eine Sekunde weg bist von deinem eigenen Teamkollegen, ist der Platz im nächsten Jahr weg."

Seit dem sechsten Saisonlauf in Miami hat McLaren jedenfalls als Team die meisten Punkte geholt, was Red Bull Sorgen machen könnte in Bezug auf die Team-WM. Aktuell sind die Weltmeister noch 63 Punkte vor Ferrari und 89 Zähler vor dem wahrscheinlich größeren Konkurrenten McLaren. Die Form von Perez könnte womöglich zum entscheidenden Faktor in der WM werden.

Horner über Perez-Krise: "Wir tun unser Bestes"

"Wir tun unser Bestes, ihn zu unterstützen und zu identifizieren, woran's hapert", sagt Teamchef Horner. "Die ersten vier, fünf Rennen waren sehr stark. Was auch immer dann passiert ist, hat dazu geführt, dass er abgefallen ist. In Suzuka, auf einer echten Fahrerstrecke, war er eine Zehntel hinter Max. Hier, mit neun Kurven, ist sein Rückstand viel größer."

Für das Rennen am Sonntag in Österreich glaubt Perez auch nicht an die große Wende, denn: "Heute [im Sprint] sah es nicht danach aus", als hätte Red Bull in Sachen Reifenmanagement gegen Mercedes und Ferrari noch etwas in der Hinterhand. "Aber das werden wir morgen sehen. Wir werden sehen, wo wir wirklich stehen, wenn der Verschleiß einsetzt, und morgen liegt ein enorm langes Rennen vor uns", so Perez.

"Aber ich denke, die Änderungen, die wir im Qualifying vorgenommen haben, gingen in die richtige Richtung. Und ich glaube, dass alle Änderungen, die wir vorgenommen haben, auch für das morgige Rennen hilfreich sein werden."

Während McLaren, Mercedes und Ferrari höchstwahrscheinlich auf eine Zweistoppstrategie mit zweimal Medium und einmal dem harten Reifen setzen werden, hat Red Bull noch zwei frische harte Reifen in der Hinterhand. Laut Christian Horner ein Vorteil, auch für Sergio Perez: "Er wird morgen ein besseres Rennen fahren", ist sich der Red-Bull-Teamchef sicher. "Wir haben eine gute Strategie, und wir haben noch zwei harte Reifensätze. Wenn es heiß wird wie die letzten Tage, könnte das helfen."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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