Nahost-Konflikt bedroht Formel 1: Wieso die Piloten dem Weltverband vertrauen
Noch ist unklar, ob die Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien in diesem Jahr wie geplant stattfinden können: Die Piloten vertrauen diesbezüglich auf FIA und Formel 1
Noch ist unklar, ob die Formel 1 in diesem Jahr in Bahrain fahren wird
Foto: LAT Images
Aufgrund des anhaltenden Nahost-Konflikts, der bereits zur Absage eines Rennens in der Langstrecken-WM führte, stehen die Formel-1-Rennen in Bahrain (12. April) und Saudi-Arabien (19. April) derzeit auf der Kippe. Eine planmäßige Austragung ist nach aktuellem Stand mehr als fraglich.
Die Piloten sind sich jedoch sicher und vertrauen darauf, dass der Automobil-Weltverband FIA und die Formel 1 in dieser Frage die richtige Entscheidung treffen werden. "Es wird sich sicherlich täglich ändern, und wir haben noch vier oder fünf Wochen Zeit", sagt George Russell als Chef der Fahrervereinigung GPDA.
"Deshalb glaube ich nicht, dass irgendjemand diese Fragen wirklich stellt, denn es ist noch viel Zeit bis dahin, und natürlich liegt es außerhalb unserer Kontrolle. Wir vertrauen darauf, dass die Verantwortlichen die richtige Entscheidung treffen, und falls nicht, gibt es sicher einen Plan B."
Sainz: FIA und Formel 1 sind besser informiert
"Aber wir fragen nicht nach und vertrauen darauf, dass sie sich darum kümmern", so Russell. Eine Ansicht, die auch GPDA-Kollege Carlos Sainz teilt: "Ich denke, die Formel 1 und die FIA sind dank ihrer Kontakte im Nahen Osten und weltweit viel besser informiert."
"Wir sind also sozusagen dem Schicksal der Sportführung ausgeliefert, und ich bin ziemlich zuversichtlich, dass sie die richtige Entscheidung treffen werden, wenn es soweit ist." Eine endgültige Entscheidung wird aufgrund notwendiger Vorlaufzeiten spätestens zwischen den Rennen in China (15. März) und Japan (29. März) erwartet.
Vor dem bevorstehenden Formel-1-Auftakt in Australien (hier der komplette Zeitplan) sind sich die Piloten jedenfalls einig: "Da dieses Rennen noch so weit entfernt ist, halte ich es nicht für sinnvoll, zu viel Energie darauf zu verschwenden, darüber nachzudenken, was passieren wird", betont Sainz. Der Fokus gilt aktuell dem Rennen in Melbourne.
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