Die Formel-1-Karriere von Nelson Piquet

Die Karriere von Nelson Piquet mit den Formel-1-Stationen Ensign, McLaren, Brabham, Williams und Benetton sowie 2 kurzen Abstechern nach Indianapolis und Le Mans.

Nelson Piquet

Nelson Piquet
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Nelson Piquet (geboren am 17. August 1952 in Rio de Janeiro) hätte auf Rat seines Vaters eigentlich Tennisspieler werden sollen. Nach einigen vielversprechenden Turnieren im Jugendalter entscheidet er sich aber für eine Karriere als Rennfahrer. Über den Kartsport und Nachwuchsformeln wie die Britische Formel 3 schafft es Piquet in die Formel 1.

Hockenheim 1978: Formel-1-Debüt mit Ensign

Hockenheim 1978: Formel-1-Debüt mit Ensign
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Sein Formel-1-Debüt gibt Nelson Piquet beim Grand Prix von Deutschland 1978 auf dem Hockenheimring am Steuer eines Ensign-Ford N177. Nach einem Motorschaden von Startplatz 21 kommend wird der Brasilianer ...

1978: 2 Teamwechsel in 2 Monaten

1978: 2 Teamwechsel in 2 Monaten
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... von McLaren unter Vertrag genommen. In Zeltweg (Foto), Zandvoort und Monza fährt Nelson Piquet den McLaren-Ford M23 und holt dabei einen 9. Platz. Dann aber wechselt er erneut das Team und geht beim Saisonfinale 1978, dem Grand Prix von Kanada in Montreal, erstmals für Brabham an den Start.

Long Beach 1980: Der 1. Formel-1-Sieg

Long Beach 1980: Der 1. Formel-1-Sieg
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Brabham wird für Nelson Piquet zum Sprungbrett einer großen Karriere. Der 1. Sieg gelingt ihm beim Grand Prix der USA-West 1980 in Long Beach. Neben Piquet als 2. auf dem Podium: Landsmann und Ex-Weltmeister Emerson Fittipaldi, der dem Nachwuchstalent wenige Jahre zuvor beim Einstieg in den Formelsport behilflich gewesen war.

1980: Vize-Weltmeister hinter Alan Jones

1980: Vize-Weltmeister hinter Alan Jones
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Als am Ende der Saison 1980 abgerechnet wird, ist Nelson Piquet mit seinem Brabham-Ford BT49 mit der Startnummer 5 Vize-Weltmeister hinter Alan Jones im Williams-Ford FW07. Piquet siegte nach Long Beach auch noch in Zandvoort und Imola. Jones hat es auf dem Weg zum Titel auf 5 Saisonsiege gebracht.

Las Vegas 1981: Der 1. WM-Titel

Las Vegas 1981: Der 1. WM-Titel
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1981 gewinnt Nelson Piquet mit dem verbesserten Brabham-Ford BT49C abermals 3 Rennen: Buenos Aires, Imola und Hockenheim. Beim Saisonfinale auf dem Hotelparkplatz des Caesars Palace in Las Vegas (Foto) sichert sich Piquet den WM-Titel mit einem Punkt Vorsprung auf Williams-Pilot Carlos Reutemann. Dessen Teamkollege, Titelverteidiger Alan Jones, beendet die Saison auf WM-Rang 3.

1982: Brabham wechselt von Ford zu BMW

1982: Brabham wechselt von Ford zu BMW
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So startet Nelson Piquet in der Saison 1982 mit der Startnummer 1. Doch nicht nur die Nummer ist neu. Brabham vollzieht mitten in der Saison den Wechsel von Ford- auf BMW-Power. Mit dem Brabham-BMW BT50 siegt Piquet beim Grand Prix von Kanada in Montreal. Insgesamt läuft die Saison aber enttäuschend, denn der Turbomotor von BMW ist noch nicht sonderlich zuverlässig. Als Titelverteidiger holt Piquet nur WM-Rang 11.

Rio de Janeiro 1983: Der 1. Heimsieg

Rio de Janeiro 1983: Der 1. Heimsieg
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Mit dem Brabham-BMW BT52 läuft es in der Saison 1983 deutlich besser. Nelson Piquet siegt gleich beim Saisonauftakt, dem Grand Prix von Brasilien in Rio de Janiero. Es ist der 1. Hemisieg für den direkt aus Rio stammenden Brasilianer. Im weiteren Verlauf der Saison ...

Foto BMW AG

1983: Endspurt im WM-Kampf

1983: Endspurt im WM-Kampf
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... gewinnt Nelson Piquet auch den Grand Prix von Italien in Monza (Foto) und den Grand Prix von Europa in Brands Hatch. Nach seinen 3 Saisonsiegen kommt er als Tabellenzweiter hinter Alain Prost (Renault) und vor Rene Arnoux (Ferrari; im Bild links) zum Saisonfinale.

Kyalami 1983: Der 2. WM-Titel

Kyalami 1983: Der 2. WM-Titel
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Das Saisonfinale 1983 ist der Grand Prix von Südafrika in Kyalami. Rene Arnoux und Alain Prost fallen mit Motorschaden aus. Nelson Piquet holt Platz 3 hinter seinem siegreichen Brabham-Teamkollegen Riccardo Patrese und Andrea de Cesaris (Alfa Romeo; 2.). Damit erringt Piquet seinen 2. WM-Titel - diesmal mit satten 2 Punkten Vorsprung - und holt gleichzeitig den 1. und bis heute einzigen F1-Titel für BMW.

1984: Keine Chance gegen McLaren

1984: Keine Chance gegen McLaren
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1984 fährt Nelson Piquet somit abermals mit der Startnummer 1 des amtierenden Weltmeisters. Doch wie schon 1982 klappt es mit einer erfolgreichen Verteidigung des Titels nicht. Piquet gewinnt in Montreal (Foto) und in Detroit. Die WM schließt er in der von den McLaren-Piloten Niki Lauda und Alain Prost dominierten Saison auf Gesamtrang 5 ab.

Le Castellet 1985: Der letzte Brabham-Sieg

Le Castellet 1985: Der letzte Brabham-Sieg
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1985 ist die 7. volle und gleichzeitig letzte Saison, die Nelson Piquet im Brabham-Team von Bernie Ecclestone absolviert. Er gewinnt den Grand Prix von Frankreich in Le Castellet, doch es bleibt sein einziger Saisonsieg. Für Brabham bleibt es gar der letzte Formel-1-Sieg überhaupt.

Le Castellet 1985: Der letzte Brabham-Sieg

Le Castellet 1985: Der letzte Brabham-Sieg
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Hier ist Nelson Piquet nach dem historischen letzten Brabham-Sieg auf dem Podium in Le Castellet zu sehen. Auf Platz 2 Keke Rosberg im Williams-Honda und auf Platz 3 der spätere Weltmeister 1985, Alain Prost im McLaren mit dem von Porsche gebauten TAG-Motor. Was Piquet betrifft, so wird er wenige Tage nach diesem Sieg erstmals Vater: Sohn Nelson Piquet Jr. kommt in Heidelberg zur Welt. Die Formel-1-Saison 1985 beendet Piquet auf Gesamtrang 8.

1986: Wechsel zu Williams

1986: Wechsel zu Williams
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Zur Saison 1986 wechselt Nelson Piquet zu Williams-Honda an die Seite von Nigel Mansell. Doch die Saison beginnt mit einem schweren Schicksalsschlag. Teamchef Frank Williams zieht sich bei einem Autounfall in Frankreich Verletzungen zu, die ihn für den Rest seines Lebens in den Rollstuhl bringen. Zweieinhalb Wochen nach dem Unfall gewinnt Piquet bei seinem Williams-Debüt den Grand Prix von Brasilien in Rio.

1986: Titelkandidat mit Williams

1986: Titelkandidat mit Williams
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Im weiteren Verlauf der Saison 1986 gewinnt Nelson Piquet auch auf dem Hockenheimring, beim Formel-1-Debüt auf dem Hungaroring (Foto) und in Monza. 3 Rennen vor Schluss der Saison ...

1986: Die 4 Musketiere im WM-Kampf

1986: Die 4 Musketiere im WM-Kampf
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... ist Nelson Piquet neben Ayrton Senna (Lotus), Alain Prost (McLaren) und seinem eigenen Williams-Teamkollegen Nigel Mansell einer von 4 Titelkandidaten. Die Entscheidung ...

Adelaide 1986: WM-Titel knapp verpasst

Adelaide 1986: WM-Titel knapp verpasst
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... fällt beim Saisonfinale, dem Grand Prix von Australien in Adelaide. Ayrton Senna ist zu diesem Zeitpunkt bereits aus dem Titelkampf draußen. Nigel Mansell fliegt auf Titelkurs liegend ein Reifen um die Ohren. Alain Prost gewinnt vor Nelson Piquet und holt damit seinen 2. WM-Titel in Folge. Piquet beendet die Saison hinter Mansell auf Gesamtrang 3.

1987: 2. Williams-Saison mit bzw. gegen Mansell

1987: 2. Williams-Saison mit bzw. gegen Mansell
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Nachdem sowohl Nelson Piquet als auch Nigel Mansell den WM-Titel 1986 knapp verpasst haben, fahren sie 1987 erneut gemeinam - oder besser gesagt gegeneinander - für Williams. Die beiden verstehen sich nicht sonderlich gut. Piquets flippige Sprüche kommen bei Mansell nicht gut an. Beim Saisonauftakt, dem Grand Prix von Brasliien in Rio, wird Piquet 2. hinter Alain Prost (McLaren). Dann aber ...

1987: Monatelange Probleme nach Unfall in Imola

1987: Monatelange Probleme nach Unfall in Imola
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... hat Nelson Piquet im Qualifying zum 2. Saisonrennen, dem Grand Prix von San Marino in Imola, einen heftigen Unfall. In der Tamburello-Kurve platzt an seinem Williams-Honda FW11B ein Reifen. Das Rennen muss Piquet auf ärztlichen Rat auslassen. Anschließend kämpft der Brasilianer noch monatelang mit eingeschränkter Sehfähigkeit.

1987: Podestplätze in Serie

1987: Podestplätze in Serie
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Trotzdem holt Nelson Piquet in den 5 Rennen nach Imola 4 Podestplätze, unter anderem beim Grand Prix von Monaco in Monte Carlo, wo er hinter Landsmann und Erzfeind Ayrton Senna den 2. Platz belegt. Auch bei Senna kommen Piquets Sprüche, die teilweise unter die Gürtellinie gehen, nicht gut an...

1987: Glücklicher Sommer

1987: Glücklicher Sommer
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Im Sommer 1987 holt Nelson Piquet in einem Zeitraum von 4 Rennen 3 Siege: Hockenheim, Budapest (Foto) und Monza. Dass er nach seinem Imola-Unfall wieder ganz an die Spitze fährt, hat er aber nicht zuletzt dem mehrmaligen Technik-Pech am Auto von Teamkollege Nigel Mansell zu verdanken.

1987: Abschied von Williams mit 3. WM-Titel

1987: Abschied von Williams mit 3. WM-Titel
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Über weite Strecken der Saison 1987 ist Nigel Mansell bei Williams der schnellere Fahrer, doch den WM-Titel verpasst der Brite trotz 6 Saisonsiegen abermals knapp. Weil er im Qualifying zum Grand Prix von Japan in Suzuka schwer verunfallt, muss er die letzten beiden Rennen auslassen. Piquet wird nach 1981 und 1983 zum 3. Mal Weltmeister und verlässt daraufhin das Williams-Team, das für 1988 die Honda-Motoren an McLaren verliert.

1988/1989: 2 sieglose Jahre bei Lotus

1988/1989: 2 sieglose Jahre bei Lotus
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Nelson Piquet wechselt zur Saison 1988 von Williams zu Lotus und hat somit weiterhin Honda-Motoren zur Verfügung. Mit dem Lotus-Honda 100T hat er gegen die Übermacht McLaren-Honda mit Ayrton Senna und Alain Prost aber kaum eine Chance: Drei 3. Plätze und WM-Rang 6 sind die Ausbeute für den Titelverteidiger, der 1989 bei Lotus bleibt, dann aber mit Judd-Motor erst Recht kein Land sieht und ohne Podestplatz WM-Achter wird.

1990: Mit Benetton zurück in der Erfolgsspur

1990: Mit Benetton zurück in der Erfolgsspur
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1990 wechselt Nelson Piquet zu Benetton-Ford. Dort gewinnt er in Suzuka (Foto) und Adelaide und schließt die Saison hinter Ayrton Senna (McLaren) und Alain Prost (Ferrari) auf Gesamtrang 3 ab. Der Sieg beim Grand Prix von Japan in Suzuka kam nach der Kollision Senna/Prost zustande und wurde für Benetton gar ein Doppelerfolg mit Roberto Moreno auf Platz 2. Moreno sprang für den kurz zuvor bei einem Hubschrauberunfall schwer verletzten Alessandro Nannini ein.

Montreal 1991: Der letzte Formel-1-Sieg

Montreal 1991: Der letzte Formel-1-Sieg
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Auch 1991 fährt Nelson Piquet für Benetton mit Ford-Motoren, nun aber mit Pirelli-Reifen. Mit dem neuen Benetton B191, der ab dem 3. Saisonrennen das Vorjahresmodell B190 ablöst, fährt Piquet beim Grand Prix von Kanada in Montreal auf Kurs zu Platz 2, bis ...

Montreal 1991: Der letzte Formel-1-Sieg

Montreal 1991: Der letzte Formel-1-Sieg
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... Spitzenreiter Nigel Mansell (Williams) in der letzten Runde klar in Führung liegend ausrollt. Nelson Piquet staubt ab und holt sich damit in Montreal seinen insgesamt 23. Formel-1-Sieg. Es wird sein letzter bleiben, denn ...

1991: Abschied aus der Formel 1

1991: Abschied aus der Formel 1
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... am Saisonende 1991 tritt Nelson Piquet mit WM-Rang 6 nach insgesamt 203 Rennen aus der Formel 1 zurück. Die letzten 5 Rennen seiner Karriere war der dreimalige Weltmeister Teamkollege vom späteren Rekordweltmeister Michael Schumacher. Piquet macht nach seinem F1-Rücktritt ein paar Monate Rennpause, bevor er sich ...

1992: Schwerer Unfall im Training zum Indy 500

1992: Schwerer Unfall im Training zum Indy 500
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... im Mai 1992 erstmals beim Indy 500 in Indianapolis versucht. Doch das geplante IndyCar-Debüt im Team Menard endet für Nelson Piquet schon im Training mit einem brutalen Unfall. Beim Frontalaufprall in die Mauer werden die Füße des Brasilianers komplett zertrümmert. Es dauert fast ein Jahr, bis Piquet wieder normal gehen kann. Lichtblick: Am Tag nach dem Unfall wird Tochter Julia Piquet geboren. Sie kommt wie ihr Bruder Nelson Piquet Jr. in Heidelberg zur Welt.

1993: Comeback beim Indy 500

1993: Comeback beim Indy 500
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Nelson Piquet lässt sich nicht unterkriegen. Ein Jahr nach dem schweren Unfall tritt er wieder für das Team Menard beim Indy 500 an. Diesmal schafft er nicht nur die Qualifikation, sondern holt sich den respektablen 13. Startplatz im 33-köpfigen Feld. Im Rennen aber muss Piquet schon früh mit Motorschaden aufgeben. Die Formelkarriere des dreimaligen Formel-1-Weltmeisters ist damit zu Ende, seine gesamte Rennfahrerkarriere aber noch nicht.

1996: Debüt bei den 24h Le Mans

1996: Debüt bei den 24h Le Mans
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1996 nämlich tritt Nelson Piquet nach dreijähriger Rennpause erstmals bei den 24 Stunden von Le Mans an. Zusammen mit Johnny Cecotto und Danny Sullivan fährt er einen McLaren-BMW des Bigazzi-Teams. Das Trio beendet die 24 Stunden auf Platz 8 im Gesamtergebnis und Platz 6 der GT1-Klasse.

1997: Nochmal Le Mans und ein letzter Heimsieg

1997: Nochmal Le Mans und ein letzter Heimsieg
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1997 fährt Nelson Piquet nochmals die 24h Le Mans. Wieder fährt er einen McLaren-BMW, diesmal aber die neue Version des Autos im Schnitzer-Team. Ins Ziel kommt er zusammen mit J.J. Lehto und Steve Soper nicht. Ende 1997 aber gewinnt Piquet mit Soper und Johnny Cecotto mit einem solchen McLaren die 1.000 Meilen von Brasilien: ein großes Langstreckenrennen, das in jenem Jahr zum einzigen Mal in Piquets Heimatstadt Rio stattfindet. Mit dem Heimsieg hängt Nelson Piquet den Helm an den Nagel.

Erfolgreiche Söhne: Nelson Piquet Jr. und Pedro Piquet

Erfolgreiche Söhne: Nelson Piquet Jr. und Pedro Piquet
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Heute verfolgt Nelson Piquet die Rennfahrerkarrieren seiner Söhne Nelson Piquet Jr. und Pedro Piquet nicht nur mit Interesse. Er ist auch der Manager der beiden. Nelson Jr. wurde 2014/2015 Champion der Formel E. Der 13 Jahre jüngere Pedro wurde parallel 2 Mal Brasilianischer Formel-3-Champion.

Nelson Piquet

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So lässt es sich Nelson Piquet im Alter von 65 Jahren zu Hause in Brasilien gut gehen und blickt zufrieden zurück und nach vorn. Den einen oder anderen flippigen Spruch hat er noch heute auf Lager...

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Rennserien Formel 1 , IndyCar , Le Mans
Fahrer Nelson Piquet
Teams McLaren , Brabham , Williams , Benetton
Artikelsorte Fotostrecke
Tags 24h le mans, benetton, bmw, brabham, ensign, f1, highlights, indianapolis, indy 500, karriere, laufbahn, le mans, lotus, mclaren, nelson piquet, williams