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Neue Aerodynamik 2021: Die Angst vor dem Auto von der Stange

Die Formel 1 blickt beim neuen Reglement für 2021 auch auf die IndyCar-Serie, warnt aber davor, dass man die Autos nicht mehr auseinanderhalten kann

Neue Aerodynamik 2021: Die Angst vor dem Auto von der Stange

Verkommt die Formel 1 ab 2021 zu einer Serie, in der fast Einheitschassis eingesetzt werden und die Autos alle gleich aussehen? Diese Sorge geht bezüglich des neuen Reglements gerade um sich. Denn das Ziel, dass sich die Autos wieder näher folgen können, könnte zu einem einheitlicheren Autobild führen.

Denn ein guter Weg, um den Effekt von verwirbelter Luft zu verringern und gleichzeitig die Gesamtperformance zu erhalten, wäre ein erhöhter Abtrieb, der unterhalb des Autos generiert wird. Gleichzeitig würde man die Möglichkeiten einschränken, was Teams mit dem Bodywork ihres Autos machen können.

"Wenn wir versuchen, dass die Autos näher beisammen fahren sollen, dann wäre es das Richtige", sagt Racing-Point-Technikchef Andrew Green. "Allerdings muss die Formel 1 die Spitze bleiben. Sie muss eine technologische Verblüffung sein."

Für ihn geht es nicht nur darum, dass die Autos eng beisammen sind, ihm geht es auch um den "Wow-Faktor", der nicht verloren gehen darf. Ein Blick richtet sich dabei über den Großen Teich in die IndyCar-Serie, wo die Autos eher auf den Ground-Effect ausgelegt sind, sich die einzelnen Teams aber im Grunde nicht auseinanderhalten lassen.

"Wie sie ihren Abtrieb generieren, ist schon interessant für uns", meint Red-Bull-Chefingenieur Paul Monaghan. "Die Frage ist, ob sie näher beisammen fahren können, wir aber trotzdem die Unterschiede zwischen den Fahrzeugen behalten könnten - im Gegensatz zu den Bodyworks von der Stange, wie sie es dort drüben sagen würden."

Zuletzt gab es immer wieder das Bestreben, weitere Teile zu vereinheitlichen, die für die Fans nicht ersichtlich sind - das soll Kosten sparen. Die Vereinheitlichung von sichtbaren Teilen will laut Pirelli-Manager Mario Isola aber gut überlegt sein.

"Es ist klar, dass wir keine Formel 1 haben dürfen, die wie die Formel 2 und so eine Einheitsserie ist", sagt er. "Wir müssen viele wichtige Aspekte berücksichtigen, aber den Rest der Motorsportwelt mit einem kritischen Blick zu beobachten, kann nur positiv sein."

Mit Bildmaterial von LAT.

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Urheber Norman Fischer