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Ralf Schumacher erwartet, dass einige Formel-1-Piloten ihren Fahrstil in der neuen Saison anpassen müssen - Wem er das zutraut und wer dabei Probleme haben könnte

Warum einige Formel-1-Piloten 2026 ihren Fahrstil ändern müssen

Wie kommen Max Verstappen und Lewis Hamilton mit den neuen Regeln klar?

Foto: LAT Images

Wenn sich in der Formel 1 das Reglement in einem größeren Umfang ändert, kommt es regelmäßig zu Verschiebungen im Feld. Während der Fokus dabei meist auf den Autos liegt, spielen jedoch auch die Fahrer eine nicht zu unterschätzende Rolle.

Denn neue Autos führen oft dazu, dass manche Piloten ihren Fahrstil anpassen müssen - und dabei womöglich einige ihrer Stärken verlieren. Experte Ralf Schumacher geht davon aus, dass das auch 2026 wieder der Fall sein wird. "Jeder Fahrer geht damit anders um", erklärt er im Podcast Backstage Boxengasse von Sky.

Er erinnert sich an seine eigene Formel-1-Karriere und erklärt: "Als wir [1998] vom Slick auf diese gerillten Reifen gegangen sind, war das ja grundsätzlich, um die Autos langsamer zu machen. Und da musste man den Kurvenstil komplett ändern."

"Da musste man wirklich gucken: Wo pushe ich und wo nehme ich Last vom Vorderrad, um diese Kanten nicht aufzubrechen bei diesen gerillten Reifen? Da musste man den Fahrstil ändern - und das war nicht jedermanns Sache", berichtet Schumacher.

Während er selbst damit glücklicherweise gut zurechtgekommen sei, hätten andere Fahrer deutlich größere Probleme gehabt. Und der Experte betont, dass auch absolute Toppiloten wie Max Verstappen nicht vor solchen Herausforderungen gefeit sind.

Schumacher befürchtet erneut Probleme für Hamilton

Verstappen sei zwar grundsätzlich in jedem Auto schnell, so Schumacher, aber: "Wenn ein Auto auf einmal brutales Untersteuern generiert, [...] dann wird Max seinen Fahrstil ändern müssen. Wenn er das nicht tut, überfordert er die Vorderreifen und dann wird er keine Chance haben."

Doch während Verstappen und zum Beispiel auch Fernando Alonso zumindest anpassungsfähige Fahrer seien, könnte Lewis Hamilton vor größeren Schwierigkeiten stehen, wenn auch die neuen Autos wieder nicht zu seinem Stil passen sollten, fürchtet Schumacher.

Sollten die neuen Boliden Hamilton nicht liegen, "dann hat der ein größeres Problem, seinen Fahrstil umzustellen", so Schumacher über den Rekordweltmeister, der bereits mit den Ground-Effect-Autos zwischen 2022 und 2025 nie wirklich warm geworden ist.

"Das hört man ja auch aus dem Team, dass er immer nur Dingen hinterher jagt, die er mal kannte und irgendwie nicht wirklich bereit ist, seinen Stil umzustellen", so Schumacher über den mittlerweile 41-jährigen Ferrari-Fahrer.

Weniger Anpassungsschwierigkeiten erwartet er dagegen bei den deutlich jüngeren Fahrern im Feld, "weil die jüngeren Fahrer in der Regel gelernt haben, genau das zu machen, was ihnen erklärt wird und was ihnen die Ingenieure sagen", erklärt er. Das könnte 2026 ein Vorteil sein.

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