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Neue Motorenregeln: Schuss ins eigene Knie und weniger Überholmanöver?

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Neue Motorenregeln: Schuss ins eigene Knie und weniger Überholmanöver?
Autor:
Co-Autor: Christian Nimmervoll

Bei Mercedes sieht man die neuen Motorenregeln nach Monza weiterhin skeptisch - Sorgen sie für weniger Überholmanöver? - Bei Red Bull möchte man noch abwarten

"Wir sehen das schon so, dass die krasse Überlegenheit im Qualifying nicht mehr da sein wird", sagte Helmut Marko vor dem Monza-Wochenende im Hinblick auf Mercedes und die neuen Motorenregeln, die effektiv einen Verbot des sogenannten "Party-Modus" bedeuten. Doch auch ohne "Party-Modus" feierte Mercedes am vergangenen Samstag in Italien.

Lewis Hamilton sicherte sich die Pole vor Valtteri Bottas, Carlos Sainz im McLaren hatte auf P3 bereits 0,8 und Max Verstappen als bester Red-Bull-Pilot auf P5 sogar 0,9 Sekunden Rückstand. "Was ganz interessant war: Ich glaube, dass wir den geringsten Verlust hatten im Qualifying. Das heißt, die anderen haben relativ mehr verloren", sagt Toto Wolff im 'ORF'.

"Die, die das [Verbot] am meisten betrieben haben, wundern sich jetzt auch am meisten", so Wolff, der zwar keine Namen nennt. Es ist aber klar, dass hiermit vor allem Red Bull gemeint sein dürfte. "Für uns ist es ein Vorteil im Rennen. Wir hatten bislang immer nur eine limitierte Anzahl an Runden, wo wir volle Power fahren konnten", erklärt der Mercedes-Teamchef.

Marko wartet ab: "Müssen auf anderen Strecken fahren"

"Und dadurch, dass wir dem Motor im Qualifying nun weniger Schaden zufügen, wo wir ganz knapp ans Klopf-Limit gegangen sind, haben wir jetzt die Möglichkeit, die ganze Zeit im Rennen mit diesem schärferen Modus zu fahren", so Wolff. Lewis Hamilton bestätigt: "Es ist ein schneller Modus, den wir sonst nur in einem viel kleineren Teil des Rennens verwendet haben."

Weil Mercedes den Motor nun aber im Qualifying schonen kann (beziehungsweise muss), kann man im Rennen dauerhaft mehr Leistung freigeben. Und in Monza war man zudem trotzdem klar auf Pole. Helmut Marko glaubt allerdings, dass das eine Momentaufnahme sein könnte. "Monza ist atypisch, da gibt es wahnsinnig lange Geraden", erklärt er im 'ORF'.

"Ich glaube, wir müssen auf anderen Rennstrecken fahren, damit wir [die Auswirkungen] sehen. Die andere Auslegung wäre: Wie weit wären sie vorne gewesen, wenn es den 'Party-Mode' gegeben hätte?", so Marko. Denn tatsächlich kann niemand wissen, ob der Mercedes-Vorsprung im Qualifying unter dem alten Reglement womöglich noch größer ausgefallen wäre.

So oder so ist man bei Mercedes kein Freund der neuen Regeln. Dabei geht es gar nicht so sehr um das Qualifying sondern mehr ums Rennen. Wolff erinnert: "Wir haben immer gesagt, dass es beim Überholen nicht hilft, wenn man einen Powermodus für das gesamte Rennen schafft. Es gibt nicht länger die zusätzlichen Modi, die man im Rennen verwenden kann, um zu überholen."

Rennen in Monza "Konsequenz dieser Entscheidung"

"Das gilt für die kleinen und für die großen Teams. Ich denke, dass das Rennen [in Monza] eine Konsequenz dieser Entscheidung war", so Wolff, der darauf anspielt, dass es nicht übermäßig viele Überholmanöver gab. Auch hier stimmt Hamilton seinem Boss zu und erklärt: "Für das Racing ist es schlechter, denn in der Vergangenheit konnte man zwischen den Modi wechseln."

In den Vergangenheit habe man sich genau einteilen müssen, wann man in einen stärkeren Modus wechselt. "Das hat mehr Spaß gemacht, das managen zu müssen", sagt Hamilton und erklärt: "Ich könnte mir vorstellen, dass man deshalb vielleicht weniger Überholmanöver als in der Vergangenheit sieht." Ähnlich sieht es auch sein Teamkollege Valtteri Bottas.

Er kann sich gut vorstellen, dass es am Sonntag deswegen weniger Überholmanöver gab. "Aber in Monza ist auch der DRS-Effekt etwas kleiner, weil man mit weniger Flügel fährt. Man hat sowieso weniger Luftwiderstand. Für mich war das größte Problem, nah an andere Autos heranzukommen", so der Finne, der in Italien große Probleme im Verkehr hatte.

"Es fühlte sich ziemlich unmöglich an, irgendein Auto zu überholen, mit dem ich heute gekämpft habe", berichtet der Finne, der am Ende nur enttäuschender Fünfter wurde. Hamilton arbeitete sich nach seiner Strafe dagegen vom letzten Platz noch bis auf P7 nach vorne. Das zeigt, dass das Überholen auch mit den neuen Regeln nicht komplett unmöglich ist.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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