Neue Pirelli-Reifen: Einführung in Silverstone quasi sicher

Die neue Reifenkonstruktion, die Pirelli von den Formel-1-Teams in Spielberg testen ließ, soll wie geplant in Silverstone eingeführt werden - Feedback der Fahrer positiv

Neue Pirelli-Reifen: Einführung in Silverstone quasi sicher

Nach den erfolgreichen Tests im Training zum Großen Preis von Österreich steht der Einführung der neuen Hinterreifen beim kommenden Formel-1-Wochenende in Silverstone nichts mehr im Wege. "Ich habe keine Beschwerden gehört. Ich sehe keinen Grund, warum wir sie in Silverstone nicht einführen sollten", sagt Pirelli-Sportchef Mario Isola.

Der italienische Reifenhersteller hatte nach den Reifenplatzern bei Max Verstappen und Lance Stroll in Baku reagiert und in Spielberg Prototypen zum Test angeliefert. Jeder Fahrer erhielt zwei Sätze der neuen Reifen, die im Laufe der drei Trainingssessions ausprobiert werden sollten. Viele Runden wurden auch noch im dritten Freien Training gedreht.

"Das generelle Feedback, das ich bekommen habe, klingt so, dass sich der Reifen sehr ähnlich verhält wie der C4, der an diesem Wochenende der Medium ist", sagt Isola in Spielberg.

Teams dürfen weniger Druck fahren

Die neue Konstruktion weist eine steifere Flanke auf, um Schäden wie in Aserbaidschan zu vermeiden. Im Gegenzug dürfen die Teams diese Reifen mit einem um 2 PSI geringeren Druck fahren, wodurch sich am Fahrverhalten der Reifen nicht viel ändern soll.

"Das Feedback der Fahrer war positiv, einige haben in den ersten Runden sogar mehr Grip gefunden. Und andere berichteten, dass der Prototyp sehr ähnlich zum C4 ist", so Isola. Ziel sei es gewesen, einen robusteren Reifen zu bauen, der aber keinen Einfluss auf das Fahrverhalten hat oder die Teams zu Änderungen am Set-up zwingt. "Das wurde weitestgehend bestätigt", meint er.

Die Aussagen der Fahrer sollen in den kommenden Tagen durch die Daten bestätigt werden, danach soll die offizielle Entscheidung fallen, die Reifen ab Silverstone einzusetzen.

Horner: Hauptsache kein Einfluss auf die WM

Lob für Pirelli gab es von Red-Bull-Teamchef Christian Horner, der in Baku durch Verstappens Ausfall direkt betroffen war. "Zunächst einmal Anerkennung für Pirelli, dass sie nach Baku so schnell reagiert haben und hier Prototypen gebracht haben", sagt Horner: "Die erste Reaktion der Fahrer war positiv, dass es sich nicht viel anders anfühlt als das, was wir vorher hatten."

Wichtig sei laut Horner, dass die neuen Reifen keinen Einfluss auf die Rangordnung in der Formel 1 haben. "Was uns zu diesem Zeitpunkt der Saison nicht gefallen würde, wäre, wenn eine Variable eingeführt wird, die einem Team mehr liegt als dem anderen", sagt er.

Auch Alpine-Exekutivdirektor Marcin Budkowski wurde von den Reifen nicht negativ überrascht, der blaue Renner von Esteban Ocon und Fernando Alonso reagiere jedoch etwas auf die neuen Pneus.

"Wir scheinen etwas weniger Grip auf der Hinterachse zu haben als mit dem Standardreifen", sagt der Pole nach dem ersten Eindruck, der jedoch auf einer "grünen" Strecke ohne viel Gummi am Freitagmorgen gewonnen wurde.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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