Neue Studie: Formel 1 gewinnt bei jungen Fans an Beliebtheit

In einer Studie hat die Formel 1 herausgefunden, dass sich junge Fans in Europa mehr für den Sport interessieren - Höheres Wachstum als Fußball

Neue Studie: Formel 1 gewinnt bei jungen Fans an Beliebtheit

Die Formel 1 hat im vergangenen Jahr ein höheres Wachstum unter jüngeren Fans gehabt als Fußball. Zu dem Ergebnis ist eine neue Studie gekommen, die die Formel 1 zusammen mit dem Marktforschungsinstitut The Insights Family durchgeführt hat. Dabei wurden insgesamt 162.774 Kinder im Alter von zwölf bis 18 Jahren in sieben Kernmärkten befragt.

Das Hauptergebnis: Die Formel 1 konnte die Zahl der jungen Fans im Kernland Europa innerhalb eines Jahres um 2,85 Millionen steigern - von 17,3 auf 20,1 Millionen. Das bedeutet einen Anstieg um 17 Prozent, der somit höher liegt als beim Fußball, der nach Angaben nur um sechs Prozent an Beliebtheit zunahm - allerdings auch einen deutlich höheren Ausgangswert haben dürfte.

Die Formel 1 hat aber noch weitere Konkurrenz. Denn das Thema Esports ist bei der sogenannten Generation Z, der Menschen zugeordnet werden, die Ende der 1990er bis 2010 geboren wurden, höher im Kurs als echter Sport. Auch Twitter und Facebook, wo die Formel 1 seit einigen Jahren aktiv ist, werden weniger genutzt - angesagt sind eher Instagram und TikTok.

Laut dem Bericht interessieren sich 41 Prozent der Kinder bis 18 Jahre für den elektronischen Sport, was vor allem durch die Coronpandemie noch einmal zugenommen hat. Dabei verweist die Formel 1 aber auf ihre Erfolge bei den virtuellen Grands Prix 2020, als Lando Norris, George Russell, Charles Leclerc & Co. die Stars auf der virtuellen Strecke waren.

Auch die F1-Esports-Pro-Serie hat 98 Prozent an Zuschauern gegenüber dem Vorjahr gewonnen. Zudem vor allem bei männlichen Kindern beliebt: das offizielle Videospiel der Formel 1. Und auch die Netflix-Serie "Drive to Survive" habe zu höherer Beliebtheit geführt.

"Wir denken immer über kreative und innovative Wege nach, um neue Zielgruppen anzusprechen und den Sport zu präsentieren, den Hunderte von Millionen von Fans auf der ganzen Welt bereits kennen und lieben", sagt Formel-1-Marketingchefin Ellie Norman.

"Es ist schön zu sehen, dass sich unsere Arbeit, neue und jüngere Zielgruppen anzusprechen, auszahlt. Durch den Einsatz von sozialen und digitalen Plattformen ist es uns gelungen, unseren oft komplexen Sport für die nächste Generation von Fans zu entschlüsseln, die die ihre eigene Formel-1-Reise beginnt."

"Diese Generation ist bestens informiert und ständig vernetzt", ergänzt Nick Richardson, Geschäftsführer von The Insights Family. "Sie haben schon in sehr jungem Alter Zugang zu allen Inhalten, die sie sich nur wünschen können. Dies stellt sowohl eine Herausforderung als auch eine Chance für Content Creator von Inhalten und Marken dar."

"Der proaktive Ansatz der Formel 1, in die Forschung zu investieren und eine neue Generation von Fanstrategien zu entwickeln, ist ein Best-in-Class-Ansatz. Die Ergebnisse, die wir in unseren Trackern in den wichtigsten Märkten gesehen haben, sprechen für sich - es funktioniert."

Jetzt liegt es an der Serie selbst, die richtigen Schlüsse zu ziehen und Maßnahmen umzusetzen.

Mit Bildmaterial von LAT.

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