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Neuer CEO Jost Capito: 2021 von Williams "keine Wunder zu erwarten"

Geschäftsführer Jost Capito erklärt, warum Williams 2021 sportlich keinen großen Sprung machen wird - Warum die Verschiebung des Reglements trotzdem richtig war

Neuer CEO Jost Capito: 2021 von Williams "keine Wunder zu erwarten"

Das Williams-Team steht ab Februar unter deutscher Führung. Jost Capito steigt im kommenden Monat als neuer Geschäftsführer beim Traditionsrennstall ein und soll dabei helfen, das Team wieder nach vorne zu bringen. Der 62-Jährige betont allerdings, man dürfe in der Formel-1-Saison 2021 erst einmal keine Wunder erwarten.

"Mit dem Neuanfang, auch mit den neuen Eigentümern, hat man jetzt die Möglichkeit, neu zu strukturieren und mal wieder zu verschlanken", erklärt Capito im Podcast 'Alte Schule' und ergänzt: "Das ist jetzt wichtig, denn weniger als null Punkte geht nicht! Es geht nur besser. Egal, welche Änderungen man macht: Es geht immer erst einmal runter."

"Und dann muss es hochgehen. Das heißt jetzt für dieses Jahr, dass keine Wunder zu erwarten sind, weil man auch am Auto nur sehr wenig ändern darf", erinnert er an die teilweise eingefrorene Entwicklung der Boliden. Die Teams dürfen zur Saison 2021 nur noch eingeschränkte Änderungen an den Autos vornehmen.

Das ist für kleine Teams wie Williams ein Nachteil, denn das macht das Aufholen auf die großen Teams quasi unmöglich. "Ja, die [Karten] sind gemischt", erklärt Capito im Hinblick auf die neue Saison, merkt jedoch auch an: "Aber man muss das auch unter dem Corona-Aspekt sehen. Es war für alle Teams schwierig, zu arbeiten."

2020 nicht der richtige Zeitpunkt für neue Autos

"Die kleinen Teams wären [ohne Freeze] noch weiter abgefallen, weil die großen Teams und die Werksteams wesentlich besser mit Corona umgehen können als ein kleineres Team", erklärt er und ergänzt: "Das heißt, die Lücke wäre eigentlich sogar noch größer geworden. Ich glaube, da darf man jetzt nicht jammern."

Jost Capito

Jost Capito übernimmt ab Februar den Geschäftsführer-Job bei Williams

Foto: Mike Borrmann

Aus diesem Grund hält er auch die Verschiebung des komplett neuen Reglements auf 2022 für richtig. "Corona betrifft uns alle irgendwie negativ", erinnert er und erklärt, dass 2020 keine Zeit gewesen sei, "um ein neues Auto zu bauen." Im Gegenteil: Das vergangene Jahr war für einige Formel-1-Teams sogar existenzbedrohend.

Capito erinnert: "Man hat nicht gewusst, wie viele Rennen überhaupt gefahren werden können, wie viel Geld reinkommt, wie viel Geld von den Fernsehanstalten reinkommt, das dann die Formel 1 an die Teams auszahlen kann. Da war so viel Risiko, dass es absolut richtig gewesen ist, das Reglement um ein Jahr zu verschieben."

Capito möchte ein "Williams 2.0"

Auch der Entwicklungsstopp für 2021 in diesem Zusammenhang sei die richtige Entscheidung gewesen. "Ich glaube, das ist absolut richtig, auch wenn es aus Williams-Sicht vielleicht nicht opportun erscheint. Aber ich glaube, wenn das nicht passiert wäre, dann wäre die Distanz [nach vorne] noch viel größer geworden", so Capito.

Für ihn persönlich sei es ebenfalls schwierig, seinen neuen Job in Zeiten von Corona anzutreten. "Es ist sicher eine ganz andere Herausforderung, als es das normalerweise wäre. Jeder hofft, dass das Gröbste bald vorbei ist, und dass man wieder zu einem normaleren Leben kommen kann", so der 62-Jährige.

Capito verrät zudem, dass Williams unter den neuen Besitzern nicht mit der Tradition des Rennstalls brechen wolle. "Wir werden auch bei Williams ganz klar die Geschichte behalten. Wir stehen dazu, die ist toll", stellt er klar und ergänzt: "Nur es muss jetzt 'Williams 2.0' geben, wo Williams weiterhin eine Führungsrolle in der Formel 1 hat."

Keine Ambitionen, Teamchef zu sein

Diese Führungsrolle "im gesellschaftlichen Gedanken" sei für ihn genauso wichtig wie die Ergebnisse auf der Rennstrecke. Wie oft er 2021 an ebendieser sein wird, das weiß er übrigens noch nicht. "Keine Ahnung. Am Anfang sicher einige [Male]. Ich muss ja sehen, wie das Team funktioniert, wie es arbeitet", erklärt der langjährige Volkswagen-Mann.

"Aber ich habe nicht die Verantwortung vor Ort", stellt er klar und erklärt: "Ich habe die Verantwortung für das komplette Team, aber nicht dafür, wann welches Auto rausfährt oder welche Einstellungen gemacht werden. Dafür gibt es einen Teamchef." Diese Rolle wird weiterhin Simon Roberts übernehmen, der 2020 bereits Interimsteamchef war.

Es sei ohnehin nie sein Ziel gewesen, selbst einmal Teamchef in der Formel 1 zu werden, sagt Capito. "Eigentlich nicht. Bei Volkswagen war ich [in der WRC] komplett Teamchef", erinnert er an seine Zeit in der Rallye-Weltmeisterschaft. Dort gewann er mit VW zwischen 2013 und 2015 dreimal in Folge die Fahrer- und Hersteller-WM.

Von solchen Erfolgen ist Williams aktuell ziemlich weit entfernt.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Teams ROKiT Williams Racing
Urheber Ruben Zimmermann