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Neuer Overtake-Modus: "Erhebliche Flexibilität" bei der Anpassung

Nikolas Tombazis ist überzeugt, dass die neuen Formel-1-Systeme ab 2026 so gestaltet sind, dass sie sowohl an die Autos als auch an die Strecken angepasst werden können

Neuer Overtake-Modus: "Erhebliche Flexibilität" bei der Anpassung

Die neuen Formel-1-Autos 2026 verfügen über einige technische Spielereien

Foto: Formel Formel

FIA-Formelsportdirektor Nikolas Tombazis erklärt, es gebe "ziemlich viel Flexibilität", um die Energienutzung - insbesondere den neuen Overtake Mode - während der Formel-1-Saison 2026 anzupassen.

Die Königsklasse stellt 2026 auf neue Antriebseinheiten um, bei denen die Leistung nahezu im Verhältnis 50:50 zwischen Verbrennungs- und Elektromotor aufgeteilt ist. Damit wird das Energiemanagement noch entscheidender als in der Ära von 2014 bis 2025.

Ab dieser Saison ersetzt der Overtake-Modus das Drag Reduction System (DRS), das seit 2011 im Einsatz war. Es handelt sich um ein ähnliches Konzept, das jedoch technisch ganz anders umgesetzt wurde.

Fahrer, die innerhalb einer Sekunde hinter einem Konkurrenten liegen, können in bestimmten Zonen einen zusätzlichen Leistungsschub aktivieren. Außerdem gibt es den sogenannten Boost-Modus, mit dem Fahrer unabhängig von ihrer Position auf der Strecke zusätzliche Energie abrufen können - egal, ob sie angreifen oder sich verteidigen.

Beide Systeme stehen in engem Zusammenhang mit dem Energiemanagement, da den Fahrern am Ende langer Geraden potenziell die verfügbare Energie ausgehen kann.

In einem Interview mit Motorsport.com, in dem gefragt wurde, ob die FIA die Energienutzung möglicherweise rennbezogen anpassen könne, sagt Tombazis:

"In dieser Hinsicht haben wir ziemlich viel Flexibilität. Was wir im Moment noch nicht haben, sind exakte Leistungsdaten aller elf Autos."

"Wir haben eine recht gute Vorstellung, aber noch keine endgültigen, realen Werte. Sobald wir diese Daten haben und sehen, wie sich die Autos auf der Strecke verhalten, können wir auf diese Parameter reagieren", erklärt er.

Die brandneuen Regeln bedeuten für alle Teams eine steile Lernkurve, und ein intensiver Entwicklungswettlauf wird erwartet. Dennoch zeigt sich Tombazis überzeugt, dass die FIA für jedes Rennen die richtigen Entscheidungen treffen kann.

"Diese Parameter - zum Beispiel, wie man die Überholzonen festlegt - kann man anpassen", sagt er und ergänzt: "Natürlich müssen wir den Teams im Voraus Bescheid geben. Wir ändern nichts erst am Freitag an der Strecke. Aber vieles können wir simulieren, und ich denke, wir werden das hinbekommen."

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