Neues Porsche-Zentrum: Hockenheimring reißt Tribüne ab

Hockenheim baut um: Platz für 6.000 Zuschauer weniger, aber ein neuer Hightech-Komplex von Porsche, der die Neuausrichtung der Rennstrecke ankurbeln soll

Neues Porsche-Zentrum: Hockenheimring reißt Tribüne ab

Am Hockenheimring wird die Innentribüne A am Eingang des Motodroms noch in diesem Jahr abgerissen und die Zuschauerkapazität damit verknappt. Wie die Strecke auf Nachfrage von 'Motorsport.com' mitteilt, wäre der Formel-1-Grand-Prix 2018 (20. bis 22. Juli) von der Maßnahme nicht betroffen, jedoch die folgenden Veranstaltungen – darunter auch das DTM-Finale im Oktober.

Das Verschwinden der Tribüne bedeutet den Verlust von rund 6.000 Sitzplätzen, womit sich die Zuschauerkapazität des Hockenheimrings von bisher 120.000 auf 114.000 reduzieren wird.

Grund für den Abriss ist der Bau eines neuen Porsche Experience Centers – einem Erlebniszentrum für Kunden des Sportwagen-Herstellers. Ab Ende 2019 will Porsche auf einem 176.000 Quadratmeter großen Teilstück im Herzen der Rennstrecke einen Komplex mit Eventflächen, Veranstaltungs- und Meetingräumen, einem Café, einem Restaurant, Werkstätten und Showrooms betreiben.

Das Konzept hat Porsche bereits erfolgreich in Leipzig, Le Mans, Silverstone, Atlanta, Los Angeles sowie Schanghai umgesetzt und möchte an einem Standort in der Nähe des Stammwerks nachlegen.

Die betroffenen Flächen bleiben Eigentum der Stadt Hockenheim. Sie werden nicht verkauft, sondern für Erbbaurecht- und Pachtverträge zur Verfügung gestellt. Porsche sei "Wunschkandidat" gewesen, um mit einem langfristigen Mieter eine Neuausrichtung des Hockenheimrings in Angriff zu nehmen, heißt es von der mit einem zweistelligen Millionenbetrag beteiligten emodrom-Gruppe.

 

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